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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Studium</title>
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		<title>Hoffnung für die Informatik</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Jul 2010 13:04:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<description><![CDATA[

<p class="wp-caption-text">Bild: rheinische-industriekultur.de</p>
<p style="text-align: justify;">Erst wurde eine PCB-Verseuchung im Gebäude festgestellt, dann gab es keine akzeptablen Umzugsmöglichkeiten &#8211; die Bonner Informatik hatte in letzter Zeit nicht viel zu lachen. Hier hatten wir im April diesen Jahres den offenen Beschwerdebrief der Fachschaft veröffentlicht. Nun gibt es aber Grund zur Hoffnung.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis der Neubau in Poppelsdorf <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/hoffnung-fur-die-informatik">Hoffnung für die Informatik</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div lang="x-unicode">
<div id="attachment_8362" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><strong><strong><br />
<a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/hoffnung-fur-die-informatik"><img class="size-medium wp-image-8362" title="silo2nUmbau" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/silo2nUmbau-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Bild: rheinische-industriekultur.de</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Erst wurde eine PCB-Verseuchung im Gebäude festgestellt, dann gab es keine akzeptablen Umzugsmöglichkeiten &#8211; die Bonner Informatik hatte in letzter Zeit nicht viel zu lachen. <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/pcb-problematik-zum-neubau-des-instituts-fur-informatik" target="_blank">Hier </a>hatten wir im April diesen Jahres den offenen Beschwerdebrief der Fachschaft veröffentlicht. Nun gibt es aber Grund zur Hoffnung.</strong><span id="more-8359"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Bis der Neubau in Poppelsdorf fertig ist, muss für die Unterbringung der Bonner Informatik eine Übergangslösung gefunden werden. Die Fachschaft hatte die Suche nach einem geeigneten Gebäude zuletzt selbst in die Hand genommen und ist im Graurheindorfer Hafen fündig geworden. Die SolarWorld AG besitzt dort einen Gebäudekomplex und kann der Informatik eine flexible Mietlösung anbieten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die sogenannte Kornkirche, ein denkmalgeschütztes Gebäude, soll nach den Wünschen des Instituts umgebaut werden. Die Kosten dafür wird die SolarWorld AG tragen. Der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck freue sich, die Ausbildung des Nachwuchses zu unterstüzen, so die Fachschaftsvertreter. Noch vor Ende des Jahres soll die Kornkirche bezugsfertig sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass die Informatik so bald ein geeignetes und PCB-freies Dach über dem Kopf haben wird, ist ein klarer Punkt für studentische Eigeninitiative.</p>
</div>
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		<title>Russische Studenten: Der Drang nach Westen</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 13:21:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Natalia Karbasova</dc:creator>
				<category><![CDATA[Studium]]></category>
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		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Überflieger sein? Das ist ganz normal. Zumindest für die russischen Studenten, die zum Studium nach Deutschland kommen. Die Motivation der Studenten und ihre Wege nach Deutschland sind ganz verschieden, aber der große Tatendrang ist ihnen gemein.</p>
<p style="text-align: justify;">Russische Studenten gibt es an fast jeder deutschen Hochschule. Etwa zwölftausend Russinnen und Russen studieren an <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten">Russische Studenten: Der Drang nach Westen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/austauschstudium.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8315" title="austauschstudium" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/austauschstudium-300x200.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a></a>Überflieger sein? Das ist ganz normal. Zumindest für die russischen Studenten, die zum Studium nach Deutschland kommen. Die Motivation der Studenten und ihre Wege nach Deutschland sind ganz verschieden, aber der große Tatendrang ist ihnen gemein.<span id="more-7333"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Russische Studenten gibt es an fast jeder deutschen Hochschule. Etwa zwölftausend Russinnen und Russen studieren an deutschen Unis und bilden damit die drittgrößte Gruppe ausländischer Studierender in Deutschland. Rekordhalter sind Studenten aus China (25.000) und Polen (15.000).</p>
<p style="text-align: justify;">Die Finanzierung des Auslandsstudiums ist dabei für die Studis aus den Ländern mit geringem Durchschnittseinkommen das größte Problem. Das Leben und das Studium in Deutschland sind nicht gerade günstig. Stipendien sind da sehr begehrt, insbesondere diejenigen vom <a title="DAAD" href="http://www.daad.de" target="_blank">Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD)</a>. Hier sind die jungen Russen besonders aktiv und belegen die erste Stelle unter den DAAD-Stipendiaten.</p>
<p style="text-align: justify;">„Jedes Jahr kommen insgesamt zwischen 80.000 und 90.000 DAAD-Stipendiaten nach Deutschland oder gehen als Deutsche DAAD-Stipendiaten ins Ausland“, erzählt Thomas Prahl, Leiter des DAAD-Referats für Russland und Belarus. Von diesen sind über 4000 Bürger der Russischen Föderation. Ungefähr ein Zehntel davon sind „richtige“ DAAD-Stipendiaten, das heißt, sie wurden in einem Individualstipendien-Programm ausgewählt. Die anderen sind Studierende, Doktoranden oder Wissenschaftler, die im Rahmen von Hochschulpartnerschaften zwischen deutschen und  russischen Hochschulen ausgewählt wurden, und dann mit DAAD-Geld gefördert werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7335" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten/attachment/thomas_-prahl" target="_blank">Thomas Prahl (DAAD) spricht über russische Studenten </a></p>
<p style="text-align: justify;">Die Qualität der Bewerbungen aus Russland, und vor allem aus den ländlichen Gegenden,  ist in den letzten 20 Jahren deutlich angestiegen, so Thomas Prahl. „1992 kamen 80 Prozent aller Stipendiaten des DAAD aus Moskau und Sankt Petersburg und der Rest aus der Provinz. Im letzten Jahr war es anders herum“, sagt er.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ringen um ein Stipendium </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7340" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten/attachment/butorina-2"><img class="alignright size-medium wp-image-7340" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/butorina1-300x279.jpg" alt="" width="180" height="167" /></a>Für ein Stipendium muss man allerdings kämpfen, denn es gibt etwa zwölf Bewerber pro Platz. „Jedes Jahr gibt es ungefähr 3000 Bewerber aus Russland“, sagt der DAAD-Referent. „Die meisten bringen eine sehr solide Mathematik-Ausbildung mit und sind damit besonders für das Studium der Naturwissenschaften, Technikwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften geeignet. Auch Kulturwissenschaften und Germanistik sind sehr beliebt“. Allerdings seien Studenten aus Russland oftmals noch sehr jung und wüssten nicht immer so richtig, warum sie eigentlich nach Deutschland kommen. Da spielen dann meist die Eltern eine große Rolle.</p>
<p style="text-align: justify;">DAAD-Stipendiatin Julia Butorina wusste ganz genau Bescheid, warum sie nach Deutschland wollte. Sie ist eine der 40 jungen „Streber“ aus Russland, die jedes Jahr für das meistgefragte DAAD-Master-Programm ausgewählt werden. In der Russischen Südmetropole Rostow am Don hat Julia Philologie studiert. „Das war aber die Grenze, ich hatte dort nichts mehr zu tun“, erklärt die 25-Jährige. „Deshalb fand ich Weiterbildung in Deutschland eine gute Idee“.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie hat das geschafft, wovon viele träumen, und studiert jetzt English Studies in einer internationalen Gruppe in Berlin. Noch ein Jahr liegt vor ihr – und was kommt dann? „Das ist mir ganz klar“, sagt die Stipendiatin. „Ich will nach Russland zurückkehren und dort selbst einen ähnlichen Studiengang gründen, denn in meiner Stadt gibt es so etwas leider nicht. Ich könnte ja auch Gastprofessoren einladen. Von denen habe ich hier viele kennengelernt“.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-7337" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten/attachment/julia_butorina" target="_blank">Julia Butorina über ihre Pläne</a></p>
<p><strong>Eine Entscheidung der Eltern</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7346" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten/attachment/tanja-za-foto-2"><img class="alignleft size-full wp-image-7346" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/tanja-za-foto1.jpg" alt="" width="159" height="178" /></a>Ganz anders sieht das Tanja Zavalishina. Sie hat in Deutschland ihre zweite Heimat gefunden. Mit 19 Jahren ist sie ist nach Deutschland gekommen. Inzwischen wohnt und studiert sie bereits seit fünf Jahren hier und hat auch schon ihren ersten Studienabschluss gemacht. „Die Entscheidung haben in erster Linie meine Eltern getroffen. Sie haben mir dabei finanziell unter die Arme gegriffen“, erzählt die Master-Studierende. „Sie haben gesagt, dass es schön wäre, wenn ich nach Deutschland fahren würde. Ich hatte Deutsch bereits in der Schule und brachte so die für das Studium relevanten Sprachkenntnisse schon mit.&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt spricht sie perfekt Deutsch. „Ich glaube, es liegt am Willen. Wenn man richtig Lust darauf hat, die Sprache zu erlernen, kriegt man das schon hin. Ich habe viel Fernsehen geguckt, viel Radio gehört und mich in die Sprache hinein versetzt“, erklärt Tanja.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihre Pläne sind ehrgeizig. Nach dem Studienabschluss hat sie vor, zum Fernsehen zu gehen. „Ich würde gerne als Kamerafrau arbeiten. Ich mache jetzt die ersten Schritte Richtung Fernsehen und sammle meine ersten Erfahrungen hinter der Kamera. Momentan nehme ich an der Uni an einem Seminar teil, in dem wir gemeinsam Beiträge produzieren. Das macht schon Riesenspaß“, sagt Tanja. Sie würde gerne In Deutschland bleiben. „Denn ich glaube, dass ich hier mehr Chancen habe, gut in meinem Job zu werden“.</p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-7336" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/russische-studenten/attachment/tanja_zavalishina-2" target="_blank">Tanja Zavalishina ueber ihre Erfahrungen in Deutschland</a></p>
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		<title>Wo man &#8216;Du&#8217; zum Lehrer sagt: Lernen in Schweden</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 11:57:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Svenja Schumacher</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eigentlich wollte Hannah nur für ein Austauschjahr nach Schweden gehen, doch dann hat es ihr so gut gefallen, dass sie gleich den Rest ihrer Schullaufbahn dort verbrachte. Zum Studieren kam sie zunächst zurück nach Deutschland, doch nach dem Bachelor zog es sie wieder in das Land der Elche und Ikea-Möbel. Seit fast 2 <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt">Wo man &#8216;Du&#8217; zum Lehrer sagt: Lernen in Schweden</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-6907" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt/attachment/schwedische-studenten"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt"><img class="alignleft size-medium wp-image-6907" style="margin: 4px 18px;" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/schwedische-studenten-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></a><strong>Eigentlich wollte Hannah nur für ein Austauschjahr nach Schweden gehen, doch dann hat es ihr so gut gefallen, dass sie gleich den Rest ihrer Schullaufbahn dort verbrachte. Zum Studieren kam sie zunächst zurück nach Deutschland, doch nach dem Bachelor zog es sie wieder in das Land der Elche und Ikea-Möbel. Seit fast 2 Jahren studiert sie im Masterstudiengang „Communication Management“ an der <a href="http://www.lu.se/" target="_blank">Universität in Lund</a>. Was ist es, das das Lernen in Schweden so besonders macht?</strong><span id="more-6905"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Schweden <a href="http://www.emma.de/ressorts/artikel/schule-vorschule/glueckliches-schweden-du-hast-es-besser/" target="_blank">hat den Ruf </a>ein besonders bildungsfreundliches Land zu sein. Oft wird in Deutschland gefordert, die Deutschen sollten sich eine Scheibe vom schwedischen Bildungssystem abschneiden. Doch was machen die Schweden denn überhaupt anders als die Deutschen?</p>
<p style="text-align: justify;">Schon das Schulsystem in Schweden unterscheidet sich deutlich von dem im Deutschland: Ab dem Alter von sechs oder sieben Jahren gehen alle Kinder zunächst zur neunjährigen Gemeinschaftsschule (grundskola). Diese Grundschule besuchen alle. Mit fünfzehn oder sechzehn haben alle Schüler den gleichen Abschluss und können die weiterführende Schule (gymnasieskola) besuchen. „Es gibt so gut wie niemanden, der an die grundskola nicht die gymnasieskola anschließt“, erzählt Hannah aus ihrer Erfahrung.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Grund hierfür könnte sein, dass die weiterführende Schule verschiedene Zweige anbietet, von denen einige zu einem Universitätsstudium führen und andere mit der Berufsausbildung verbunden sind. „An unserer Schule gab es zum Beispiel einen naturwissenschaftlichen, einen sozialwissenschaftlichen, einen künstlerischen und einen handwerklichen Zweig. Je nach Programm besucht man dann Fächer wie Biologie und Mathe oder Kultur und Sprache. Das Gute daran ist: Jeder wird seinen Talenten entsprechend gefördert.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Niemand wird in Schubladen gesteckt!</strong></p>
<div id="attachment_6914" class="wp-caption alignright" style="width: 263px"><a rel="attachment wp-att-6914" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt/attachment/hannah"><img class="size-medium wp-image-6914 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/hannah-253x300.jpg" alt="Hannah " width="253" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Hannah, 23, studiert in Schweden</p></div>
<p style="text-align: justify;">Was Hannah in Deutschland viel zu früh und viel zu schnell passiert, findet in Schweden garnicht statt: „Niemand wird in Schubladen gesteckt. Und keiner wird ausgegrenzt.“ In der dreijährigen Gymnasialschule lernen angehende Frisöre oder Floristen gemeinsam mit angehenden Managern oder Medienwissenschaftlern. Jeder besucht die Fächer des Zweigs entsprechend seiner gewünschten beruflichen Bildung. Daneben gibt es so genannte Kernfächer, also Kurse die alle machen müssen, etwa „Englisch“ oder Kurse zur Vermittlung von Allgemeinbildung. Das Abschlusszeugnis ist Vorraussetzung fürs Studium, ebenso ein nationaler Universitätseignungstest. Manchmal werden darüber hinaus bestimmte Auswahlverfahren durchgeführt, etwa bei Studiengängen für Medizin oder Lehrberufen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gleichzeitig Arabisch, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte studieren</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Studium in Schweden ist ähnlich strukturiert wie das in Deutschland: Auch hier gibt es Bachelor- und Masterstudiengänge, Diplom- und Magistergrad laufen allmählich aus. Im Unterschied zu Deutschland gibt es hier allerdings eine weit größere Wahlfreiheit innerhalb der Studiengänge. Neben Programm-Schwerpunkten gibt es eine Vielzahl freistehender Kurse die man belegen und sich mit durchschnittlich 7 credits anrechnen lassen kann. Man könnte also die unterschiedlichsten Kurskombinationen belegen und gleichzeitig Arabisch, Filmwissenschaft und Kunstgeschichte studieren. „Der Knackpunkt ist allerdings die Logistik“, sagt Hannah.</p>
<p style="text-align: justify;">Ohnehin erfordert das Studium in Schweden viel Eigeninitiative und Selbstständigkeit, Selbststudien, Gruppenarbeiten und Hausarbeiten sind an der Tagesordnung, ebenso wie Präsentationen, Vorträge und Diskussionen im Unterricht. „Lesen, Lesen, Lesen! – Darauf muss man sich einstellen“, erklärt Hannah: „Ich muss nicht selten für einen Kurs sieben, acht Bücher lesen.“ Auch das Kursystem ist anders als in Deutschland. Manche Kurse enden in der Mitte des Semesters mit einer Klausurenphase und neue beginnen. Grundsätzlich hat man daher immer nur ein bis zwei Kurse zur gleichen Zeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit Krankenschwester, Psychologe und Priester zum besseren Lernklima</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-6915" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt/attachment/firststopsweden"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6915" style="margin: 5px;" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/firststopsweden-200x114.jpg" alt="schwedisches schild" width="200" height="114" /></a>Hinter dem schwedischen Bildungssystem steht das Ideal, dass alle Kinder und Jugendlichen den gleichen Zugang zu Ausbildung haben müssen – ungeachtet ihres ethnischen und sozialen Hintergrunds oder ihres Wohnorts. Die Ausbildung soll innerhalb jeder Schulform gleichwertig sein, in welchem Teil des Landes auch immer sie veranstaltet wird. Besonderer Wert wird auf die Autonomie der einzelnen Ausbildungsinstitutionen gelegt. Verantwortlich für die Bildungspolitik in Schweden ist das <a href="http://www.sweden.gov.se/sb/d/2063" target="_blank">Ministerium für Bildung und Forschung</a>. Die nationale Bildungsagentur „<a href="http://www.skolverket.se/" target="_blank">Skolverket</a>“ ist die zentrale Verwaltungsbehörde für das schwedische öffentliche Schulsystem. Sie überprüft und evaluiert Bildungseinrichtungen von der Grundschule bis zur Erwachsenenbildung und macht Vorschläge zur Verbesserung der Bildung.</p>
<p style="text-align: justify;">Hannahs persönlicher Eindruck entspricht diesem Ideal: „Der Fokus liegt immer auf der Entwicklung der Schüler.“ So empfindet sie auch das Lernklima in Schweden als den wesentlichsten Vorteil gegenüber Deutschland. „Das Engagement der Lehrer und Professoren ist viel größer. Die Atmosphäre ist viel freundlicher, was sich zum Beispiel dadurch ausdrückt, dass alle gleichgestellt sind und sich untereinander geduzt wird. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber in der Regel wird sehr auf die Schüler eingegangen.“</p>
<div id="attachment_6925" class="wp-caption aligncenter" style="width: 440px"><a rel="attachment wp-att-6925" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/wo-man-du-zum-lehrer-sagt/attachment/bildungsausgaben_oecd-2"><img class="size-large wp-image-6925 " style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/bildungsausgaben_OECD1-1024x653.jpg" alt="" width="430" height="274" /></a><p class="wp-caption-text">Grafik Bildungsausgaben (Quelle: http://www.oecd.org/dataoecd/44/38/43645629.pdf)</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das Engagement für Bildung erfahren Schüler und Studenten an vielen Stellen. Zum einen aus finanzieller Hinsicht: „Man merkt das viel Geld in die Ausstattung gesteckt wird“, berichtet Hannah. Ihr Campus in Helsingborg ist gerade mal zehn Jahre jung, die technische Ausstattung auf dem neusten Stand und auch die Bibliothek sehr gut ausgestattet. Diesen Eindruck bestätigt <a href="http://www.oecd.org/document/8/0,3343,de_34968570_34968855_39283656_1_1_1_1,00.html" target="_blank">eine Untersuchung der OECD</a>: Die Schweden geben für die Bildung knapp über sechs Prozent ihrer gesamten Wirtschaftsleistung aus, die Deutschen nur 4,8 Prozent. Doch auch an anderer Stelle zeigt sich das Engagement für Bildung, das Hannah für das gute Lernklima verantwortlich macht: „Überall gibt es Angebote, den Studierenden zu helfen. An meinem Campus gibt es nicht nur einen engagierten Studentenservice, sondern auch eine Krankenschwester, psychologische Berater und sogar einen Priester.“ Dass sozusagen mehr ‚menschliche Ressourcen’ zur Verfügung stehen als in Deutschland, zeigt sich nicht zuletzt an den Lehrenden. „Nicht selten werden zwei Lehrer für ein Fach eingestellt“. Lehrer und Professoren werden wiederum pro Schüler und Student bezahlt, was dafür sorgt, dass sie ein attraktives Angebot machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Deutschland verliert den Vergleich </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Für Hannah ist klar: Bezogen auf das Schulsystem hat Deutschland das Duell um das bessere Bildungssystem klar verloren. Mit dem Konzept der koedukativen Schulen – gemeinsames Lernen bis hin zum Schulabschluss – hat sie ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Beim Studium fällt der Vergleich auch für Schweden aus, wobei sie findet, dass sich beide Länder doch ähneln. Auffällig ist, dass sich die Länder gerade in den Punkten unterscheiden, die am deutschen Hochschulsystem in aktuellen Debatten kritisiert werden: Studiengebühren (in Schweden gibt es keine), Anwesenheitspflicht (in Schweden gibt es keine) und die allgemeine Verschulung der Uni (auch das ist in Schweden nicht der Fall). „Als ich in Deutschland studiert habe, war ich immer die blöde Schweden-Tussi, weil ich das Bildungssystem Schwedens so gelobt habe. Aber wenn man das Lernklima dort einmal kennengelernt hat, merkt man, das der größte Unterschied im Selbstverständnis liegt.“ So könne sich Deutschland auch gar nicht viel von Schweden abgucken, denn das Verständnis von Lehre und Wissenschaft sei eine Kulturfrage. In Schweden drehe sich alles um die Frage „Was wollen wir vermitteln“, es gehe nicht darum Wissen in die Lernenden zu pumpen, man sei moderner und flexibler. Diese Einstellung kann man sich nicht einfach abgucken, sie muss im Kopf beginnen.</p>
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		<title>How To Get In – Studieren an Eliteunis</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 11:40:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marit Stracke</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Hochschulen wie Harvard, Cambridge, Oxford und Yale sind aus den Top fünf des World University Rankings nicht mehr wegzudenken. Seit Jahren führen sie die Ranglisten der weltbesten Unis an. Sie alle fallen dabei unter die Kategorie, die man gemeinhin als Eliteuniversität bezeichnet. Was das bedeutet? Hier werden die Besten der Besten gesucht. Und <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/how-to-get-in-%e2%80%93-studieren-an-eliteunis">How To Get In – Studieren an Eliteunis</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/harvard.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/how-to-get-in-%e2%80%93-studieren-an-eliteunis"><img class="aligncenter size-medium wp-image-7779" title="harvard" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/harvard-300x262.jpg" alt="" width="240" height="210" /></a></a>Hochschulen wie Harvard, Cambridge, Oxford und Yale sind aus den Top fünf des <a href="http://www.timeshighereducation.co.uk/hybrid.asp?typeCode=438">World University Rankings</a> nicht mehr wegzudenken. </strong><strong>Seit Jahren führen sie die Ranglisten der weltbesten Unis an. </strong><strong>Sie alle fallen dabei unter die Kategorie, die man gemeinhin als Eliteuniversität bezeichnet. Was das bedeutet? Hier werden die Besten der Besten gesucht. Und das in jeder Hinsicht.<span id="more-6986"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><br />
</strong>Auch für deutsche Studenten ist die Idee attraktiv, einen Abschluss von einer weltweit renommierten Uni in der Tasche zu haben. Viele verfallen beim Namen der internationalen Spitzenreiter jedoch erst einmal in Ehrfurcht. Aber werden die Mythen und Geschichten um die Eliteschmieden der Realität überhaupt gerecht?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Studieren in der Ivy League: Gute Noten allein reichen nicht<br />
</strong><strong> </strong><br />
Sie ist die wohl berühmteste Uni der Welt: die <a href="http://www.harvard.edu/" target="_blank">Harvard University</a>. Eine Vielzahl von Filmen, zahlreiche Internetforen und noch mehr Ratgeber drehen sich darum, wie man es schafft, hier aufgenommen zu werden. Bedingung Nummer eins: Bewerber müssen einen langen Atem haben. In der Regel beginnt die Vorbereitung für das Auswahlverfahren ein bis zwei Jahre im Voraus.  Dabei wird es immer schwieriger: erreichten  Harvard 1998  noch rund 17.000 Bewerbungen, waren es 2008 schon fast 27.000.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-6994" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/how-to-get-in-%e2%80%93-studieren-an-eliteunis/attachment/harvard_university"><img class="size-medium wp-image-6994 alignright" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/Harvard_University-300x217.jpg" alt="" width="300" height="217" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Gute Noten allein reichen daher nicht, um zugelassen zu werden. Auch das Nachweisen sozialen Engagements, Empfehlungsschreiben ehemaliger Dozenten und das Bestehen zahlreicher Test sind Teil des Aufnahmeverfahrens. Dazu kommen noch die Essays, in denen der Bewerber erklärt, warum ausgerechnet er der perfekte Kandidat für den Studienplatz ist. Bis zu sieben Stück kommen da zum Beispiel während des Aufnahmeverfahrens der <a href="http://www.hbs.edu/" target="_blank">Harvard Business School</a> zusammen. Hier kann man allerdings auch wichtige Punkte sammeln, denn im Essay wird deutlich, was den einen Aspiranten vom anderen unterscheidet. Ein Persönlichkeitsprofil auszubilden ist dabei ebenso wichtig, wie triftige Gründe für die Wahl der Uni zu nennen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Genial ja, gleichförmig nein</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Harvard geht es darum, in der Masse von hoch ambitionierten und qualifizierten Bewerbern aufzufallen. Wie das funktioniert, kann man sich in den USA im Vorfeld von einem eigens engagierten Coach beibringen lassen. Wer sich den nicht leisten kann, greift auf einen der vielen Ratgeber zurück, wie beispielsweise den von <a href="http://www.hachettebookgroup.com/books_9780446540674.htm">Michele Hernandez</a>. Einer der meistgegeben Ratschläge dabei: bleib authentisch. Viele trauen sich nicht, über ausgefallene Hobbys oder Interessen zu schreiben. Vielleicht sind es aber gerade diese, die den Bewerber interessant machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Für ausländische Bewerber ist das Verfahren oft besonders mühsam. Zeugnisse müssen übersetzt und Auszeichnungen erklärt werden. Manchmal ist die Nationalität aber auch von Vorteil, schließlich bemüht man sich in Harvard um Diversität. Dieses Streben nach der bunten Mischung führt aber mitunter zu einem Hindernis ganz anderer Art. Haben sich zum Beispiel bereits genügend Deutsche Studenten qualifiziert, wird der Engländer vorgezogen. Selbst wenn der rein fachlich nicht unbedingt besser ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Hat man einen Studienplatz ergattert, stellt sich bald die nächste Hürde: die Finanzen. Auch wenn sich die amerikanischen Eliteunis, zusammengefasst unter dem Begriff Ivy League, um finanzielle Förderung von weniger vermögenden Studenten bemühen, muss doch ein großer Teil die etwa 70.000 Dollar Gesamtkosten pro Jahr selbst aufbringen. Wer also mit dem Gedanken spielt, seinen Master an einer Eliteuni zu absolvieren, sollte sich frühzeitig für Stipendien bewerben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Very British</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In der internationalen Konkurrenz müssen sich die britischen Unis nicht hinter den Kollegen aus den USA verstecken. Das Aufnahmeverfahren ist allerdings oft weniger erschreckend. Zwar ist auch hier ein überdurchschnittliches Zeugnis unabdingbar, sonst zählt aber vor allem Qualität statt Quantität. Fachliches Interesse, Publikationen und Auszeichnungen sind entscheidender als Wohltätigkeitsprojekte. Ob bereits die Eltern an der Uni studiert haben, interessiert im Gegensatz zu den amerikanischen Unis in England übrigens die wenigsten.</p>
<div id="attachment_6997" class="wp-caption alignleft" style="width: 304px"><a rel="attachment wp-att-6997" href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/how-to-get-in-%e2%80%93-studieren-an-eliteunis/attachment/bibliotecaduquedehumpheybodlaianoxf"><img class="size-medium wp-image-6997" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/06/BibliotecaDuquedeHumpheyBodlaianOxf-294x300.jpg" alt="Die Bodeleian Library, Hauptbibliothek der University of Oxford" width="294" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die Bodleian Library, Hauptbibliothek der University of Oxford</p></div>
<p style="text-align: justify;">Das bedeutet allerdings nicht, dass die Konkurrenz weniger groß wäre. 2009 haben sich laut Angaben der <a href="http://www.ox.ac.uk/" target="_blank">Oxford University</a> 17.000 Studenten für ein Erststudium beworben. Weitere 17.500 Bewerber um einen weiterführenden Studiengang kommen hinzu. 61 Prozent davon kommen aus dem Ausland, viele auch aus Deutschland. Fast alle (ca. 99 Prozent) der angenommenen Undergraduate Studenten haben übrigens A-Levels Noten von AAA oder besser – das entspricht etwa einem deutschen Abiturschnitt von 1,0 bis 1,5.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tradition meets Fortschritt &#8211; Bewerbungsgespräch via Skype</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Felix, Kommunikations- und Medienwissenschaftsstudent aus Düsseldorf, hat für das Jahr 2010 einen Postgraduate Studienplatz am <a href="http://www.oii.ox.ac.uk/" target="_blank">Oxford Internet Institute</a> bekommen. Seinen aufwändig gestalteten Bewerbungsunterlagen folgte schon nach wenigen Tagen die Einladung zum Interview. Statt Fragen nach seinem wissenschaftlichen Interesse wollten die Prüfer in Oxford allerdings mehr über seine Zukunftspläne und sein vorangegangenes Studium wissen. „Ich war mit keiner einzigen meiner Antworten wirklich zufrieden.“ Trotzdem kann zwei Wochen später die Zusage.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch Stefan, Physikstudent aus Aachen, beginnt im Herbst sein Masterstudium in Oxford. Für ihn war ebenfalls das Interview ausschlaggebend, das die Uni laut eigenen Angaben nach der Vorauswahl mit 75 Prozent der Bewerber führt. Der Vorteil: selbst wenn nicht alle Noten makellos sind, hat man die Chance, persönlich zu überzeugen. Das Aufnahmeinterview führte Stefan übrigens via Skype. Ihrem steifen, verstaubten Image werden die britischen Eliteunis damit kaum gerecht.</p>
<p style="text-align: justify;">Very british wird es allerdings, wenn es um die Sprachkenntnisse geht. Im TOEFL Test muss man mindestens 110 von 120 Punkten erreichen – an den meisten Unis bewegt sich dieser Wert um die 80 Punkte.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer es  an die Uni geschafft hat, muss sich auf ein straffes Programm gefasst machen. Zahlreiche Essays, Diskussionsrunden und wöchentliche Gespräche mit dem Tutor fordern die vollständige Aufmerksamkeit der Studenten. Nebenbei arbeiten ist da für die wenigstens drin und auch nicht gern gesehen. Die hohen Studiengebühren müssen also im Vorfeld gespart oder durch Stipendien gedeckt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Prüfungen und Feiern gibt es in Oxford übrigens nach wie vor eine Kleiderordnung: der Subfusc umfasst Anzug und Fliege unter dem Talar. Trotz seines modernen Aufnahmeverfahrens wird Tradition bei den Briten eben doch großgeschrieben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Versuchen kostet nichts</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn das Studium an einer internationalen Eliteuni für viele Studenten einen finanziellen Spagat bedeutet, lohnt sich ein solcher Schritt. Schließlich haben 95 Prozent der Harvard Business School innerhalb von drei Monaten nach Abschluss einen Job. Auf der Suche nach dem perfekten Studienplatz kommt es aber vor allem darauf an, dass Uni und Studiengang zu den eigenen Wünschen und Fähigkeiten passen. Wer das Studium nur des guten Namen willens aufnimmt, wird in den seltensten Fällen glücklich.</p>
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		<title>Bachelor ist nicht gleich Bachelor</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor international]]></category>
		<category><![CDATA[ECTS]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit dem Beitritt zum Bologna-Prozess haben sich bisher 46 europäische Staaten daran gemacht, die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen und Abschlüssen zu verbessern. Als Schlüsselinstrumente dienen hier das ECTS-Leistungspunktesystem, die Gliederung in ein insgesamt 10-semestriges Bachelor- und Masterstudium und die Strukturierung in einzelne Module. De facto sind aber Klagen zu hören: zum Beispiel sind die einzelnen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-ist-nicht-gleich-bachelor">Bachelor ist nicht gleich Bachelor</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Beitritt zum Bologna-Prozess haben sich bisher 46 europäische Staaten daran gemacht, die internationale Vergleichbarkeit von Studiengängen und Abschlüssen zu verbessern. Als Schlüsselinstrumente dienen hier das ECTS-Leistungspunktesystem, die Gliederung in ein insgesamt 10-semestriges Bachelor- und Masterstudium und die Strukturierung in einzelne Module. De facto sind aber Klagen zu hören: zum Beispiel sind die einzelnen Module oft so universitätsspezifisch, dass es sogar beim Hochschulwechsel innerhalb eines Bundeslands Schwierigkeiten gibt . Die wirklich interessante Frage muss also lauten: Wie sieht das neue europäische Studiensystem im interkontinentalen Vergleich aus?<span id="more-4413"></span></strong></p>
<p>Vom Grundprinzip her wurden Bachelor und Master vom angelsächsischen System übernommen, welches in England, den USA, Kanada und Australien Tradition hat. Sowohl innerhalb dieser Länder als auch zwischen angelsächsischem und europäischem Prinzip bestehen aber immer noch große Unterschiede.</p>
<p>So umfasst der US-amerikanische Bachelor vier Jahre, der deutsche Abschluss nach drei Jahren wird dort weitgehend nicht anerkannt. Ein neu auftauchender Grund hierfuer ist, dass die schulische Bildung in Deutschland auf zwölf Jahre verkürzt wurde. Das 13. Schuljahr sollte nämlich zum BA-Studium hinzugezählt werden und somit vier Jahre ergeben &#8211; dieser Plan wurde aber anscheinend übersehen, als die Oberstufe verkürzt wurde.</p>
<p><strong>Studieren im Rest der Welt</strong></p>
<p>Um in den USA einen Master zu absolvieren, muss oft bereits ein europäischer Masterabschluss vorgewiesen werden. Ähnliche Probleme ergeben sich auch in anderen Teilen der Erde. In Brasilien etwa, dem größten Land Südamerikas, wurde das Bildungssystem schon früher dem amerikanischen angepasst. Die Studienzeit bis zum Bachelor-Abschlusss beträgt hier ebenfalls mehr als drei Jahre. Gleiches gilt etwa für China und Suedafrika. Undurchschaubar sind teilweise aber auch die Unterschiede innerhalb der EU.</p>
<p>In Grossbritannien wird die Bologna-Erklärung nicht als verbindlich angesehen, weswegen parallel zum neuen Bachelor-System noch ein anderes existiert. Ähnlich auch in Schweden: hier ist es sogar je nach Universität verschieden, ob nach ECTS-System oder schwedischen Zensurskalen benotet wird. Wer also in die weite Welt ziehen und das Studium anderswo absolvieren möchte, sollte sich vorher genauestens informieren, welche Punkte der Bologna-Reform dort bereits umgesetzt wurden &#8211; wenn überhaupt.</p>
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		<title>Hiergeblieben!</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Anwesenheitspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Fehltage]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit der BA-/MA-Reform hat ein Stück Zwang Einzug in die Hörsäle gehalten: der Zwang zur körperlichen Präsenz. In den meisten Fächern besagt die neu eingeführte Regel, dass alle Studierenden jederzeit ihre Anwesenheit nachzuweisen haben. Ausnahmen gelten nur zwei Mal pro Semester, wer öfter unentschuldigt fehlt, wird nicht zur Prüfung zugelassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das offensichtlichste <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/hiergebliebe">Hiergeblieben!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/hiergebliebe"><img class="alignleft size-medium wp-image-4826" title="Anwesenheitsliste" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/03/Anwesenheitsliste-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Mit der BA-/MA-Reform hat ein Stück Zwang Einzug in die Hörsäle gehalten: der Zwang zur körperlichen Präsenz. In den meisten Fächern besagt die neu eingeführte Regel, dass alle Studierenden jederzeit ihre Anwesenheit nachzuweisen haben. Ausnahmen gelten nur zwei Mal pro Semester, wer öfter unentschuldigt fehlt, wird nicht zur Prüfung zugelassen.<span id="more-4521"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das offensichtlichste Problem haben dabei solche Menschen, die oft und ausgiebig krank sind. Aber auch Studierende, die Pflegefälle zu betreuen haben oder Eltern sind, kommen wohl kaum mit den zwei unentschuldigten Fehlstunden aus. Da hilft nur ein grosses Organisationstalent &#8211; oder ein hilfreicher Arzt, der bei der Krankschreibung ein Auge zudrückt.<em> </em>Aber nicht nur dort liegt der Fehler. Die Anwesenheitspflicht stellt auch eine Beleidigung der Selbstveranwortung erwachsener Menschen dar: Studierende können selbst entscheiden, ob ihnen das Sitzen im Hörsaal etwas bringt, oder ob sie besser zuhause lernen. Das gilt gerade, wenn Flexibilität für den Job oder für die oben genannten Aufgaben notwendig ist. Wer den verpassten Stoff nicht nachholt, hat dies selbst zu verantworten und braucht keine externen Kontrollen. Die nichtbestandene Prüfung ist Strafe genug.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Widerspruch zum Bildungsideal</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sollte kein Dozent vor nur drei Anwesenden sprechen müssen. Aber die Aufnahme eines Studiums ist eine freie Entscheidung und ein gewisses Interesse am Fach und am eigenen Lernfortschritt sollte zu erwarten sein. Für das humboldtsche Bildungsideal ist ein autonomes Individuum grundlegend. Ein solches muss keiner Anwesenheitspflicht unterworfen werden, die strenger ist als die in der Schule. An der Uni Duisburg-Essen wurde dieser Zwang bereits von der Rechtsabteilung als gesetzeswidrig befunden &#8211; ein richtiger Schritt, dem andere Universitäten folgen sollten.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Wortlaut der sogenannten </em>Anwesenheitspflicht<em> in der <a href="http://hss.ulb.uni-bonn.de/amtliche-informationen/amtl.bekanntmachungen/2009/46.pdf" target="_blank">Prüfungsordnung für Bachelor-Studiengänge </a>an der Universität Bonn:</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Studienleistungen als Voraussetzung zur Teilnahme an Prüfungen:</em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Voraussetzung für die Teilnahme an Modulprüfungen ist die regelmäßige Teilnahme an den Lehrveranstaltungen des Moduls. Die Teilnahme ist nicht regelmäßig, wenn ein Studierender eine Lehrveranstaltung von 2 SWS mehr als zwei Mal, bei einem Umfang von zwei Lehrveranstaltungen mit je 2 SWS mehr als vier Lehrveranstaltungen und in einer Blockveranstaltung mehr als 20% der Unterrichtszeit versäumt. Wenn schwerwiegende Umstände für das Versäumnis geltend gemacht werden, kann von dieser Regel abgewichen werden. Im Konfliktfall entscheidet der Prüfungsbeirat. Weitere Studienleistungen, die Voraussetzung für die Teilnahme an den Prüfungen sind, werden im Modulplan angeführt und den Studierenden spätestens zu Beginn der Veranstaltung bekannt gegeben.<br />
</em></p>
<p><strong> </strong></p>
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		<title>Ich habe keine Hobbys. Ich studiere auf Bachelor.</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Hobby]]></category>
		<category><![CDATA[StudiVz Gruppen]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitdruck]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es ist soweit. Ab diesem Jahr soll durch die Einführung eines zweistufigen Abschlusssystems ein einheitlicher, europäischer Hochschulraum geschaffen werden, dem sich mittlerweile 47 Nationen angeschlossen haben. Die Bachelor-Studenten müssen schneller lernen, effektiver arbeiten und starten früher ins Berufsleben als ihre Diplom-Kollegen. Welchen Vorteil bringt die Verkürzung der Regelstudienzeit? </p>
<p>Von Nadine Preibisch</p>
<p style="text-align: justify;">Am 16. <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor">Ich habe keine Hobbys. Ich studiere auf Bachelor.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/ich-habe-keine-hobbys-ich-studiere-auf-bachelor"><img class="alignright size-medium wp-image-4824" title="Nadine_Bachelor" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/03/Nadine_Bachelor-249x300.jpg" alt="" width="199" height="240" /></a>Es ist soweit. Ab diesem Jahr soll durch die Einführung eines zweistufigen Abschlusssystems ein einheitlicher, europäischer Hochschulraum geschaffen werden, dem sich mittlerweile 47 Nationen angeschlossen haben. Die Bachelor-Studenten müssen schneller lernen, effektiver arbeiten und starten früher ins Berufsleben als ihre Diplom-Kollegen. Welchen Vorteil bringt die Verkürzung der Regelstudienzeit?<span id="more-4573"></span><span style="font-weight: normal;"><em> </em></span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;"><em>Von Nadine Preibisch</em></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Am 16. März startet die erste Anmeldephase für das Sommersemesters 2010 an der Universität Bonn. Die BA-Studenten erfahren im „Bonner Aktuellen Studien-Informations-System“ (kurz: <a href="https://basis.uni-bonn.de/qisserver/rds?state=user&amp;type=0" target="_blank">BASIS</a>) welche Veranstaltungen sie belegen können - und dann wird gerechnet. Ihr Studium wurde auf sechs Semester verkürzt, was 6.000 zu erbringenden Arbeitsstunden entsprechen soll. Gerade den Erstsemesterstudis unterläuft bei ihrer Rechnung manchmal ein Fehler. Rechtzeitig erkannt, kann er in der zweiten Anmeldephase korrigiert werden, aber in einigen Fällen verlängert er das Studium. Daher herrscht jedes Semester wieder – auch bei älteren Studierenden – ein gewisses Grauen vor den Anmeldungen in BASIS. Niemand möchte länger studieren müssen. In der Kürze liegt die Würze. Das wissen alle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vorteile oder Nachteile des Bachelor-Studiums<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zum Erwerb des Diploms musste ein Student früher 8-10 Semester studieren und war danach als „realitätsfremder Fachidiot“ verschrien. Heute ist die Studienzeit verkürzt, die Berufsqualifizierung ist verbessert worden, Studierende sind mobiler und können dank des vereinheitlichten Abschlusses leichter im Ausland studieren. Wir sollten uns freuen. Dennoch sind die beliebtesten StudiVz-Gruppen ums Thema „Bachelor“ Folgende:</p>
<p style="text-align: justify;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/5b499461fd0ec62a" target="_blank">„Diplom macht sexy! was bitte ist ein Bätscheler?!“</a> <em>(Gruppe nur sichtbar  nach StudiVz-Log-In)</em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><span style="font-style: normal;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/c94c5972b77aed30" target="_blank">„Hobbies? Halt&#8217;s Maul ich studier auf Bachelor!“</a> </span>(same same)</em></p>
<p style="text-align: justify;">– <a href="http://www.studivz.net/Groups/Overview/e83abb151b2b1a94" target="_blank">„Bachelor – Ich schreibe gerne 37 Klausuren pro Semester an 5 Tagen“</a> <em>(same same)<span style="font-style: normal;"> </span></em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Studieren war gestern.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gründe hierfür sind zum einen, dass der Bachelor ein engmaschiges System bestehend aus Modulen und Prüfungen ist, die fest im Stundenplan verankert sind. Hinzu kommt zum anderen eine Anwesenheitspflicht, die gerade Studierenden mit Kindern oder einem Nebenjob zu schaffen macht. Das Konzept des kurzen Studiums verwandelt sich von einem Vorteil in einen Nachteil. Wer das „B.A.“ am Ende seines Namens tragen will, muss trotz Zeitmangel Leistung erbringen. Aber Studierende sind keine Maschinen. Jeder fünfte Student verlässt die Hochschule ohne Abschluss. Ein Drittel der Studienabbrecher nennt Überforderung als Grund. Insgesamt haben laut Studierendenbefragung der Universität Bonn aus dem Wintersemester 2008/2009 rund <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10004&amp;detailid=707272" target="_blank">35 Prozent der Befragten schon einmal ernsthaft über einen Studienabbruch nachgedacht. </a></p>
<p style="text-align: justify;">Die bleibenden Studierenden werden in einem verschulten System ausgebildet. Im Gespräch mit einem Diplom-Biologen erfuhr ich, dass er sein Studium auf Diplom sehr schätzt. Er kennt Bachelor-Studis seines Fachs und beobachtet, wie sie von einer Pflichtveranstaltung zur nächsten hetzen, den Stoff irgendwann gut auswendig hervorbeten können, eigenständiges Denken jedoch auf der Strecke bleibt. Der Abschluss nennt sich „berufsqualifizierend“, tauge für den Arbeitsmarkt jedoch weniger als die Ausbildung zum biotechnischen Assistenten, da diese mehr praktische Erfahrung haben. Besonders negativ findet er, dass für alles die Zeit fehle. Bei der Bachelorarbeit könnten sich die Studierenden kaum mit einem komplexen Problem auseinander setzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Heute ist Zeitsparen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein BA-Student hat kaum freie Wahlmöglichkeiten. Er lernt auswendig, was von ihm verlangt wird und zusätzliche Module belegt er nicht, denn sie bringen keine Leistungspunkte. Die Module, die er belegt, sucht er sich auch nicht selbst aus. Sie werden ihm via BASIS zugewiesen. Er kann nur Prioritäten setzen und hoffen. Unser Freiraum zum Denken geht verloren, da die Strukturen der unterschiedlichen Module weitgehend vorgegeben sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich sprach mit 17 BA-Studenten, von denen lediglich zwei zufrieden mit dem Bachelor-Studium waren. Von den restlichen Studenten klagte etwa die Hälfte über zu hohen Druck während des Studiums. Der viele Stoff, die kurze Zeit und die vielen Prüfungen bereiten viele Probleme und das Interesse fürs Studium ginge dadurch verloren.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Zeitalter des Halbwissens.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Bachelor in sechs Semestern – Ein kürzeres Studium hat weniger Inhalte zur Folge, was zu Oberflächlichkeit führt. Es war nur eine Frage der Zeit, bis unser „modernes Leben“ die Universität erreicht. Wir leben in einer schnellen Welt, bewegen uns schneller fort, kommen schneller an Informationen heran und können uns schneller mit neuen Leuten austauschen. Gut Ding will Weile haben? Das war gestern. Das Bachelor-Studium führt uns auf ein modernes Gleis in Richtung Halbwissen. Der Zug ist losgefahren und gewinnt immer mehr an Fahrt. Verbesserungen werden vorgenommen. Das bedeutet: Neue Schrauben, andere Räder, glänzende Schienen – Irgendwann sind alle vom neuen Funkeln betört. Es wird sich trotz momentaner Diskussionen niemand wieder in die Kutsche setzen, die sich Diplom nannte. Die Zeit ist vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		<title>Der Bachelor &#8211; Ein Zwischenfazit.</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 18:32:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne Seelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Bachelor]]></category>
		<category><![CDATA[Bologna]]></category>
		<category><![CDATA[GEW]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit dem bundesweit ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftsjournalismus startete vor rund vier Jahren die Business and Information Technology School (BiTS) in das Sommersemester 2006. Viel hat man sich von den neuen Studiengängen Bachelor und Master versprochen, die im Rahmen des Bologna-Prozesses entwickelt wurden. Doch wie sieht es heute an den deutschen Universitäten und Hochschulen aus? Sind die <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/der-bachelor-ein-zwischenfazit">Der Bachelor &#8211; Ein Zwischenfazit.</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem bundesweit ersten Bachelor-Studiengang Wirtschaftsjournalismus startete vor rund vier Jahren die <em>Business and Information Technology School</em> (BiTS) in das Sommersemester 2006. Viel hat man sich von den neuen Studiengängen Bachelor und Master versprochen, die im Rahmen des Bologna-Prozesses entwickelt wurden. Doch wie sieht es heute an den deutschen Universitäten und Hochschulen aus? Sind die einst von der Politik so vielversprechend bebilderten Szenarien auch Wirklichkeit geworden? Ein Zwischenfazit scheint angebracht.<span id="more-4605"></span></strong></p>
<p><em>von Ellen Ivits</em></p>
<p>1999 startete der Bologna-Prozess, und der war nicht bloß eine Reform, sondern gleich ein ganzes Reformpaket. Im Kern besteht dieses Paket in der Gestaltung zweier unterschiedlicher Studienstufen (Bachelor und Master), daneben in der neuen besseren Bemessung der Lernleistungen von Studierenden  in Form von Leistungspunkten sowie die Steigerung der nationalen und internationalen Mobilität im Hochschulbereich und effizienteren Anbindung an den Arbeitsmarkt.</p>
<p><strong>Bachelor und Master</strong></p>
<p>Das neue Hochschulsystem sollte nach dem US-amerikanischen oder britischen Modell gestaltet werden. Dieses System ist dergestalt strukturiert, dass der erste berufsqualifizierende Abschluss nach drei bis vier Jahren mit dem Bachelor (<em>Undergraduate Degree</em>) und der zweite Abschluss mit einer Regelstudienzeit von ein bis zwei Jahren<em> </em>mit dem Master (<em>Graduate Degree</em>) erworben wird.</p>
<p>Die deutschen Hochschulen bieten mittlerweile <a href="http://studieren.de/studiengangsliste.0.html" target="_blank">10.405 Bachelor- und Masterstudiengänge </a>an. Somit führen nunmehr 79 % aller Studiengänge an deutschen Hochschulen zu den Abschlüssen Bachelor oder Master. Nach den jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes immatrikulierten sich zum Wintersemester 2008/2009 fast drei Viertel aller Erstsemester in einem Bachelor- oder Masterstudiengang (73,8 %). Knapp 43 % der Studierenden an deutschen Hochschulen sind bereits in einem der neuen Studiengänge eingeschrieben.</p>
<p>Die Diskussion, ob man die rechtswissenschaftlichen und medizinischen Staatsexamensstudiengänge auch nach dem Bachelor/Master-System gestalten soll, dauert weiterhin an. Insgesamt 2. 726 Studiengänge sind noch nicht umgestellt. Davon sind 1.922 (71 %) staatliche und kirchliche Abschlüsse. Die Umstellung dieser Prüfungsgruppe obliegt allerdings nicht den Hochschulen. Es müssen also noch 804 traditionelle Studiengänge umgestellt werden. In der Lehrerbildung haben sich mit Ausnahme des Saarlandes und Sachsen-Anhalts alle Länder für eine Einführung einer gestuften Studienstruktur ausgesprochen.</p>
<p>In Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen werden Bachelor- und Masterstudiengänge allerdings nur in begrenzter Anzahl angeboten, sei es als Pilotversuche, sei es begrenzt auf einen Schultyp (insbesondere berufsbildende Schulen) oder eine Hochschule (Universität Erfurt in Thüringen). Die Länder Rheinland- Pfalz, Hamburg und Nordrhein-Westfalen sind auf dem Weg zur flächendeckenden Umstellung. Vollständig umgestellt haben bereits Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen und Schleswig-Holstein.</p>
<p>Der Prozess der Umstrukturierung des Hochschulsystems ist also weit vorgeschritten. Aber erfüllen die neuen Studiengänge die Zielsetzungen nach höherer Transparenz und Durchlässigkeit? Die <a href="http://www.gew.de/Startseite.html" target="_blank">Bildungsgewerkschaft GEW </a>kritisiert die Umsetzung der Bologna-Reform in Deutschland. Mehr als zehn Jahre nach dem Auftakt des Bologna-Prozesses werde das Potential der Reform nicht genutzt, es seien sogar Rückschritte zu verzeichnen, so GEW-Vorstandsmitglied Andreas Keller. Kritisiert wird vor allem, dass durch Zulassungsbeschränkungen der Übergang vom Bachelor-Abschluss zu einem Master-Studium oft nicht möglich sei. Die GEW fordert in erster Linie das Recht aller Bachelor-Absolventen, bei entsprechendem Wunsch auch ein Master-Studium aufnehmen zu können.</p>
<p><strong>Lernleistungsbemessung</strong></p>
<p>Die Studienstrukturen sollten mit einem neuen Bewertungssystem übersichtlicher und planbarer werden. Hierfür wurden Leistungspunkte analog dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/European_Credit_Transfer_System" target="_blank"><em>European Credit Transfer System </em>(ECTS) </a>eingeführt. Für jedes abgeschlossene Modul erhält man demnach eine bestimmte Punktanzahl. Im Hinblick auf flexible Lehr- und Prüfungsformen und deren zeitliche Verteilung sollten die gestuften Studiengänge dadurch eine Wertsicherungsfunktion erhalten, da der Wert für eine einmal erbrachte Leistung nicht verloren geht. Damit werde die Flexibilität im Erwerb und in der Nutzung bereits erworbener Qualifikationen erhöht und individuelle Studienstrategien ermöglicht.</p>
<p>Doch von vielen wird dieses System heftig kritisiert. Denn das Punktesystem erzeugt viel Druck auf die Studierenden.  Sie sind von Anfang ihres Studiums an in Sorge, nicht für das weiterführende Masterstudium zugelassen zu werden. Die Zulassungsbeschränkungen und Auswahlverfahren für die weiterführenden Master-Studiengänge an den Hochschulen haben nach Aussage von Tino Bargel, Hochschulforscher im Auftrag des Bundesbildungsministeriums, bei vielen Studenten zu einem Klima der Verunsicherung geführt.</p>
<p>Die Studenten fürchteten Ungerechtigkeiten und soziale Selektion. Der Druck, im Bachelorstudium möglichst gut abzuschneiden und damit eine Chance auf einen Masterplatz zu sichern, verursache gesundheitliche Folgen wie Nervenkrankheiten. Laut Studien leiden 20 bis 25 Prozent der Hochschüler unter psychischen Schwierigkeiten, die sie in ihrer Arbeit beeinträchtigen. Dazu gehören depressive Verstimmungen genauso wie Selbstwertprobleme.</p>
<p>Die Stundenpläne sehen für ein Jahr 1.800 Arbeitsstunden vor. Das sind 40 Stunden pro Woche in 45 Wochen das Jahres. Im Semester sind so 30 ECTS-Leistungspunkte zu erbringen für jeden Leistungspunkt sind 30 Arbeitsstunden aufzuwenden, die sich auf Präsenzzeiten, Prüfungszeiten, Selbststudium und Praktika aufteilen. Doch erfahrungsgemäß kommt man mit den 40 Wochenstunden nicht hin, da Vor- und Nachbereitungszeiten nicht einbedacht werden. Gegenüber früheren Diplom- oder Magisterstudiengängen hat sich die Prüfungsbelastung vervielfacht und in vielen Bachelor-Studiengängen ergeben sich Verdoppelungen der Arbeitsbelastung.</p>
<p>Dichte Stundenpläne mit Anwesenheitspflicht sowie die Fülle von Praktika und Klausuren lassen vielerorts keine Zeit fürs Jobben, um die Studiengebühren zu bezahlen. Bei der Berechnung des Arbeitspensums wird davon ausgegangen, dass Studierende weder erwerbstätig sind noch gesellschaftlich, sozial oder politisch aktiv sind.</p>
<p>Zudem wird kritisiert, dass durch die straffe Planung der Stundenpläne jede Kreativität verloren geht, da es den Bachelor-Studierenden es einfach an Zeit mangelt, um sich mit Forschungsbereichen zu beschäftigen, die außerhalb des vorgeschriebenen Kanons liegen. Individuelle Studienstrategien werden durch den modularen Aufbau ebenso unmöglich wie Kreativität. Denn es wird von Studienordnungen vorgeschrieben, wann welches Modul zu belegen ist. Und wenn man den Abschluss innerhalb der Regelstudierzeit erreichen möchte, bleibt einem nichts anderes übrig, als peinlich genau diesem Plan zu folgen. „‘Der Bachelor macht dumm‘, konstatierte der Politikwissenschaftler Peter Grottian […]. Fachidiotie und Karrieredenken träten an die Stelle des freien Geistes“ (<a href="http://www.sueddeutsche.de/" target="_blank">http://www.sueddeutsche.de/</a>).</p>
<p>BA-Studiengänge sind außerdem untereinander weit verschiedener und weit weniger kompatibel als es Magister-Studiengänge je waren. Flexibilität und Transparenz bleiben da wohl auf der Strecke. Außerdem sind die Studienbedingungen nicht verbessert worden. GWE spricht von neuen Studiengängen, die in vielen Fällen schlicht nicht zu schaffen seien. Hier seien um 30 Prozent höhere Studienabbrecherquoten zu verzeichnen als bei Diplom- und Magisterstudiengängen.</p>
<p><strong>Mobilität</strong></p>
<p>Die Entwicklungen der Internationalisierung zu fördern war eins der wichtigsten Ziele des Bologna-Prozesses, wie z. B. durch internationale Kontakte der Lehrbeauftragten, Mobilität der Studierenden, Einführung international kompatibler Studienstrukturen, Internationalisierung der Lehre und des Lernens (z. B. englischsprachige Lehrveranstaltungen). Wie gestaltet sich also nun die Internationalisierung der neuen Studiengänge?</p>
<p>Auch da haben die Experten nur wenig Gutes zu berichten. Politisches Ziel war es, dass 50% der Studierenden studienbezogen ins Ausland gehen und 20% der deutschen Studierenden wenigstens ein Semester ihres Studiums im Ausland absolvieren. Die Bildungsgewerkschaft GEW diagnostiziert, dass auch im Bereich der Mobilität von Studenten im europäischen Hochschulraum Deutschland keine positive Bilanz vorlegen könne. „Bachelor-Studierende gingen demnach seltener ins Ausland als zu Zeiten von Diplom und Magister. Und dies sei mehr denn je vom Geldbeutel der Eltern abhängig“ (www.sueddeutsche .de).</p>
<p>Laut Hochschul-Informations-System (HIS) machen nur 15 % ein Auslandssemester. Im Diplomstudium sind es 24, im Magisterstudium sogar 34. Das System mit den Leistungspunkten sollte Auslandssemester einfacher machen<strong>,</strong> doch in der Realität<strong> </strong>erkennen viele Unis die Punkte anderer Hochschulen nicht an, mit dem Argument, die Leistungsanforderungen seien zu unterschiedlich. Zudem sind die Lehrpläne so eng geplant, dass keine Auslandsaufenthalte möglich sind.</p>
<p>Auch im Ausland wird der Bachelor mit Argwohn beäugt. 56% der befragten US-Hochschulen wollen die Aufnahme von Bewerbern mit „Bologna degrees“ zumindest ernsthaft prüfen. Allgemeingültige Aussagen bezüglich der Kompatibilität von US-Bachelor und Bologna-Bachelor sind nicht möglich. Die Zulassung ist und bleibt eine Einzelfallprüfung.</p>
<p>Nicht einmal die Hälfte (46 %) der Bachelor-Studiengänge unterhält internationale Kooperationsbeziehungen. Nur 13 % beteiligen sich an ausländischen Forschungsprojekten. Kann man bei solchen Zahlen von einer Internationalisierung des Hochschulwesens sprechen?</p>
<p><strong>Anbindung an den Arbeitsmarkt</strong></p>
<p>Bessere Berufschancen durch mehr Praxisbezug wurden den Bachelor-Studenten versprochen. Auf dem Arbeitsmarkt allerdings hat nur ein Masterabschluss denselben Stellenwert wie früher ein Diplom. In einer Umfrage der Universität Freiburg sagte nur rund die Hälfte von 627 Unternehmen, dass Bachelor-Absolventen bei ihnen gleiche Chancen hätten wie bisherige Akademiker. Wenn alle Absolventen nach ihrem Bachelorstudium ein Masterplatz zur Verfügung stünde, wäre das unproblematisch. Die Hochschulen lassen aber oft nur ein Drittel der Absolventen zum Masterstudium zu.</p>
<p>Bachelor-Absolventen erfreuen sich auf dem Arbeitsmarkt keiner großen Beliebtheit. Sie brauchen mehr Unterstützung beim Berufseinstieg. Dies kostet die Unternehmen jedoch Zeit und Geld. 2007 hatten  94 Prozent der Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) keine speziellen Einstiegsmöglichkeiten für Bachelor-Absolventen geschafft. Die GEW befürchtet, dass demnach viele Absolventen mit einem unbrauchbaren Abschluss auf den Arbeitsmarkt geschickt werden. Vor allem kleine Unternehmen akzeptieren den Bachelor-Abschluss noch nicht.</p>
<p>Die Bologna-Reform -  ein missglücktes Experiment der deutschen Bildungspolitik also? Angesichts solcher Fakten, muss man da zustimmen. Die Zeitungen titelten mit Überschriften wie: <em>Der Bachelor-Bluff (taz), Die Mogelpackung (Süddeutsche Zeitung), Erst nur schlucken, gedacht wird später (FAZ). </em>Im StudiVZ hat die Gruppe » Bachelor &#8211; Ich schreibe gerne 37 Klausuren in fünf Tagen« schon 14 664 Mitglieder (Stand 4.03.1010).</p>
<p>Aber die Studenten selbst haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben. 80 Prozent der Studierenden unterstützen die Ziele des Bologna-Prozesses, der vor zehn Jahren eingeleitet wurde. Jedoch lasse eben die Umsetzung zu wünschen übrig. Auch die Bildungsgewerkschaft GEW hofft noch: „Nicht Bologna ist gescheitert, sondern Bonn – der deutsche Weg der Umsetzung der Bologna-Reform durch Kultusministerkonferenz (KMK), Bundesbildungsministerium, Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und Akkreditierungsrat“.</p>
<p>Bleibt also zu hoffen, dass wir alle nicht die ewig Hoffenden bleiben.</p>
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