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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Tunnelblick</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Sprache ohne Worte</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 11:27:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Preibisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[März 2012: Zeittreiben]]></category>
		<category><![CDATA[Haus der Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Zeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"> </p>
<p class="wp-caption-text">Welchen Guttenberg hätten Sie gern? Den Heimatverbundenen, den Piloten oder den Politiker? Der Besucher hat die Wahl. © Martin Magunia</p>
<p style="text-align: justify;">In unserer Welt bilden Worte den Dreh- und Angelpunkt, dabei existiert neben ihnen eine Sprache, die viel simpler und aussagekräftiger zu sein vermag: Lass dich entführen in die Sprache der Zeichen!</p>
<p <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/sprache-ohne-worte">Sprache ohne Worte</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div id="attachment_17851" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-17851" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/sprache-ohne-worte/attachment/guttenberg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/sprache-ohne-worte"><img class="size-medium wp-image-17851" title="Guttenberg" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2012/02/Guttenberg-300x249.jpg" alt="Welchen Guttenberg hätten Sie gern? Den Heimatverbundenen, den Piloten oder den Politiker? Der Besucher hat die Wahl. © Martin Magunia" width="300" height="249" /></a></a><p class="wp-caption-text">Welchen Guttenberg hätten Sie gern? Den Heimatverbundenen, den Piloten oder den Politiker? Der Besucher hat die Wahl. © Martin Magunia</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>In unserer Welt bilden Worte den Dreh- und Angelpunkt, dabei existiert neben ihnen eine Sprache, die viel simpler und aussagekräftiger zu sein vermag: Lass dich entführen in die Sprache der <em>Zeichen</em>!</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-17850"></span>Noch bis zum 15. April bietet das <a title="Haus der Geschichte" href="http://www.hdg.de/stiftung/" target="_blank">Haus der Geschichte</a> in Bonn Einblicke in die Welt der Zeichen und Symbole. Dabei wird nicht in Frage gestellt, dass Worte aus unserer Zeit nicht mehr wegzudenken sind. Wie sollte eine SMS ohne Worte geschrieben werden? Wie ein Kommentar auf Facebook? Oder ein Artikel für den Medienblick? Wir sprechen ständig miteinander und sind hocherfreut, wenn auch unserer Nachwuchs die ersten Worte über die Lippen bringt. Doch bereits vor den ersten Sätzen, die Kinder ab dem zweiten Lebensjahr zu bilden beginnen, können sie sich verständigen: Nonverbal.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unzählige Möglichkeiten zur Interaktion </strong></p>
<p>Zeichen sind eine wichtige Grundlage, die uns im Haus der Geschichte vorgeführt wird: Wie verändern Kleidungsstücke das Bild, das wir uns von einem Menschen machen? Wo liegt der Bedeutungsunterschied zwischen einem Kuss auf die Lippen und einem auf die Wange? Und welche Bedeutung trägt der Judaskuss? Auf diese und viele andere Fragen finden Besucher der Ausstellung Antworten.</p>
<p>Die unzähligen Möglichkeiten der Interaktion machen aus dem Museumsbesuch ein Erlebnis, für das man eines auf jeden Fall mitbringen sollte: Zeit! Garantiert wird man sich dem einen oder anderen Ausstellungsstück länger widmen wollen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schnappschüsse der Besucher geben der Ausstellung den letzten Schliff</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mein persönliches Highlight der Ausstellung ist eine Fotokabine, auf der man sich alleine oder mit Freunden fotografieren lassen kann und welche die Schnappschüsse an die eigene eMail-Adresse verschickt. So bleiben am Ende sogar noch tolle Erinnerungsbilder.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Klimagipfel in Durban</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 11:29:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janett</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2011: Bunt]]></category>
		<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kyoto-Protokoll]]></category>
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		<category><![CDATA[usa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Ob es um die Finanzkrise geht oder um das Klima, Entscheidungen in supranationalen Organisationen wie der EU oder der UNO sind stets langwierig und von zähen Verhandlungen geprägt. Bereits vor zwei Jahren sollte in Kopenhagen eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll entstehen, doch es blieb bei unverbindlichen Vereinbarungen.</p>
<p>Am Sonntagmorgen ging die 17. Klimakonferenz der Vereinten Nationen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/klimagipfel-in-durban">Klimagipfel in Durban</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a rel="attachment wp-att-8331" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/whitewash-the-greenwashing/attachment/dw-nachhaltigkeit"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/klimagipfel-in-durban"><img class="aligncenter size-medium wp-image-8331" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/07/DW-nachhaltigkeit-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></a></p>
<p><strong>Ob es um die Finanzkrise geht oder um das Klima, Entscheidungen in supranationalen Organisationen wie der EU oder der UNO sind stets langwierig und von zähen Verhandlungen geprägt. Bereits vor zwei Jahren sollte in Kopenhagen eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Protokoll entstehen, doch es blieb bei unverbindlichen Vereinbarungen.<span id="more-17183"></span></strong></p>
<p>Am Sonntagmorgen ging die 17. Klimakonferenz der Vereinten Nationen zu Ende. Zwei Wochen lang berieten Experten und Minister aus über 190 Ländern über den internationalen Klimaschutz im südafrikanischen Durban.</p>
<p><strong>Schwierige Verhandlungen mit wenig Ergebnissen</strong></p>
<p>Dabei heraus gekommen ist die Einigung bis 2015 eine neues Klimaabkommen zu erstellen, das dem <a href="http://www.bmu.de/klimaschutz/internationale_klimapolitik/kyoto_protokoll/doc/5802.php" target="_blank">Kyoto-Protokoll</a> nachfolgen soll, um dann 2020 in Kraft zu treten. Im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll aus dem Jahre 1997 sollen nun alle Länder mit einbezogen werden, sodass sich einerseits auch die Schwellenländer zu Emissionsverringerungen verpflichten sollen und andererseits die Entwicklungsländer auf eine finanzielle Unterstützung aus einem Klimafond hoffen können.</p>
<p>Dass sich diese Verhandlungen über Jahre hinweg ziehen und die Konferenzen oft nur mit Absichtserklärungen enden,  liegt vor allem an den Eigeninteressen der Staaten. Oft herrscht die Meinung: „Wenn du nicht mitmachst, dann mach ich auch nichts!“. So weigern sich die USA beispielsweise Abkommen zu ratifizieren, bei denen China nicht genug in die Emissionsverringerungen einbezogen wird. Andererseits sperrt sich China gegen Regelungen, bei denen die USA nicht verbindlich unterzeichnen. Beide Länder verfolgen durchaus national verschiedene Schritte (so stark bzw. schwach sie auch seien mögen) zum Klimaschutz, allerdings sind international verbindliche Maßnahmen mit weiteren Kosten verbunden und wer will das schon auf sich nehmen, wenn die Konkurrenz es nicht tut?</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_17195" class="wp-caption alignleft" style="width: 178px"><a rel="attachment wp-att-17195" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/klimagipfel-in-durban/attachment/handschellen"><img class="size-medium wp-image-17195  " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/12/Handschellen-300x200.jpg" alt="" width="168" height="112" /></a><p class="wp-caption-text">Thorben Wengert  / pixelio.de</p></div>
<p></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das Gefangenendilemma</strong></p>
<p>In der Spieltheorie bezeichnet man eine solche Situation als Gefangendilemma. Hierbei sitzen zwei Bankräuber getrennt in Untersuchungshaft. Sie stehen nun beide vor der Wahl zu gestehen oder zu schweigen. Wenn beide schweigen, bekommen sie nur je eine zweijährige Gefängnisstrafe für Waffenbesitz. Wenn einer gesteht und der andere schweigt, muss dieser die Höchststrafe von fünf Jahren antreten und der andere kommt als Kronzeuge nur ein Jahr für den Waffenbesitz ins Gefängnis. Gestehen beide bekommen sie für die Zusammenarbeit mit der Polizei vier statt fünf Jahren Haft.</p>
<p>Demnach wäre es kollektiv gesehen das Beste, wenn beide schweigen, da sie dann je nur zwei Jahre ins Gefängnis müssten. Individuell subjektiv erscheint aber das Gestehen beim gleichzeitigen Schweigen des anderen als beste Strategie, da es die persönlich geringste Strafe nach sich zieht. Da sich allerdings beide Häftlinge individuelle rational entscheiden, werden beide gestehen und so insgesamt die höchste Zeit absitzen müssen (das kollektiv negativste Ergebnis erzielen), worin das Dilemma begründet liegt.</p>
<table border="1" cellspacing="0" cellpadding="0">
<tbody>
<tr>
<td width="130" valign="top"></td>
<td width="198" valign="top">
<p style="text-align: center;"><strong>B   schweigt</strong></p>
</td>
<td width="198" valign="top">
<p style="text-align: center;"><strong>B   gesteht</strong></p>
</td>
</tr>
<tr>
<td width="130" valign="top">
<p style="text-align: center;"><strong>A   schweigt</strong></p>
</td>
<td width="198" valign="top">A: 2 Jahre         B: 2   Jahre</td>
<td width="198" valign="top">A: 5 Jahre         B: 1 Jahr</td>
</tr>
<tr>
<td width="130" valign="top">
<p style="text-align: center;"><strong>A   gesteht</strong></p>
</td>
<td width="198" valign="top">A: 1 Jahr           B: 5   Jahre</td>
<td width="198" valign="top">A: 4 Jahre         B: 4   Jahre</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>„Wenn du nicht mitmachst, mach ich auch nichts!“</strong></p>
<p>Beide Akteure fürchten also um ihren Vorteil (ihre Wettbewerbsfähigkeit im Fall der Klimapolitik). Sie trauen einander nicht und gehen deswegen den Weg, der für sie persönlich am besten erscheint: Aus ökonomischer Sicht wäre dies die Ablehnung von Klimaschutzmaßnahmen zum Schutz der eigenen Wirtschaft bei der Annahme, dass andere Länder diese Maßnahmen übernehmen und dafür bezahlen. Daraus ergibt sich wieder das Problem, wenn alle Beteiligten so handeln, hat es global die schlimmsten Konsequenzen, da niemand (oder kaum jemand) mehr das Klima schützt und alle die daraus entstehenden Schäden tragen.</p>
<p>Außerdem ist es für die Verhandlungen sicher nicht zuträglich, wenn besonders die USA und China medial ständig als die Blockierer dargestellt werden, zumal sie bei Weitem nicht die einzigen Verweigerer sind. Die Argumentation, dass kleinere und ärmere Länder sich nicht engagieren, weil die Hauptemittenten es auch nicht tun, führt nur wieder zu dem oben beschriebenen Dilemma.</p>
<p><strong>Konflikte mit den Entwicklungs- und Schwellenländern</strong></p>
<p>Die zukünftige Einbeziehung der Schwellenländer birgt ebenfalls Konfliktpotenzial. Für Länder wie China und Indien, deren Wirtschaft sich stetig verbessert (und somit leider auch stetig mehr Treibhausgase ausstößt) ist der Klimaschutz mit der Angst vor einer Reduzierung der Wirtschaftsleistung verbunden. Die Schwellenländer wollen eine solche Bremswirkung ihrer Wirtschaft nicht akzeptieren, da die Industrienationen in ihrer Geschichte keinen solchen Schranken unterlagen. Zur Zeit der industriellen Revolution hat niemand an Umweltschutz gedacht, weswegen wir heute mit den Folgen für unser Klima zu kämpfen haben. Die Schwellenländer argumentieren demnach, dass die Industrienationen die bisherigen Verursacher waren und die nun wachsenden Länder beschneiden wollen.</p>
<p>Zudem sind es besonders die armen und ärmsten Länder, die stark vom Klimawandel betroffen sind und sich selbst nur wenig dagegen schützen können. Hier soll der zukünftige Klimafond mit jährlich 100 Milliarden Dollar helfen. Woher genau dieses Geld kommen soll, konnte in Durban aber noch nicht beschlossen werden.</p>
<p>Abgesehen davon, ergibt sich noch das Problem, das bei Weitem nicht alle Akteure an einen Zusammenhang zwischen dem Ausstoß von Treibhausgasen und einer Klimaveränderung glauben. Was ihre Bereitschaft zum Klimaschutz natürlich deutlich hemmt.</p>
<p><a rel="attachment wp-att-17186" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/klimagipfel-in-durban/attachment/namibia-desertification-namib_desert"><img class="size-medium wp-image-17186 alignnone" style="border-style: initial; border-color: initial;" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/12/Namibia-Desertification-Namib_Desert-300x200.jpg" alt="" width="208" height="139" /></a> <img class="size-medium wp-image-17185 alignnone" style="text-align: center; background-color: #f3f3f3;" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/12/Urwald_Sababurg_-_Reinhardswald_-_Sabaeiche-300x227.jpg" alt="" width="194" height="146" /> <img class="size-thumbnail wp-image-17131 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/12/4422889530_8dbf0b408f_b-200x150.jpg" alt="" width="180" height="135" /></p>
<p><a rel="attachment wp-att-17186" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/klimagipfel-in-durban/attachment/namibia-desertification-namib_desert"><br />
</a><strong>Hoffnung auf mehr Erfolge bei den nächsten Treffen</strong></p>
<p>Man kann also sehen, dass eine Entscheidungsfindung gar nicht so leicht ist, vor allem wenn knapp 190 Akteure mit jeweils verschiedenen Interessen zusammen kommen.</p>
<p>So bleibt – vor allem für die jetzt schon akut bedrohten Inselstaaten der <a href="http://aosis.info/" target="_blank">AOSIS</a> – nur zu hoffen, dass sich die einzelnen Staaten zukünftig nicht mehr ausschließlich am Handeln der anderen orientieren, damit effektiver Klimaschutz nicht erst stattfindet, wenn unsere Erde nicht mehr der bunte Ort ist, den wir kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="fb-root"></div>
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		<title>Blog around the world</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 21:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Fitzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Oktober 2011: Nachwuchs]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bild: A Beautiful Mess</p>
<p style="text-align: justify">Mitte der 1990er Jahre tauchten die ersten Blogs auf und seitdem gibt es in der Blogger Community ständige Veränderung und jede Menge Fortschritt. Auch in Deutschland rücken Blogs immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.  Doch aus welchem Grund entscheiden sich Blogger überhaupt erst dazu, ein Art persönliches <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world">Blog around the world</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16233" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world"><img class="size-full wp-image-16233" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Elsie_Emma.jpg" alt="" width="448" height="298" /></a></a><p class="wp-caption-text">Bild: A Beautiful Mess</p></div>
<p style="text-align: justify"><strong><strong>Mitte der 1990er Jahre tauchten die ersten </strong><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blog">Blog</a></strong><strong>s auf und seitdem </strong>gibt es in der Blogger Community ständige Veränderung und jede Menge Fortschritt. Auch in Deutschland rücken Blogs immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. </strong><strong> Doch aus welchem Grund entscheiden sich Blogger überhaupt erst dazu, ein Art persönliches Tagebuch online zu stellen und für jeden Leser zugänglich zu machen? Und wer steht hinter den Blogs? </strong></p>
<p><strong><span id="more-16167"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der vielleicht bekannteste deutsche Blogger <a href="http://saschalobo.com/" target="_blank">Sascha Lobo</a> ist mittlerweile auch Autor einiger Bücher und <a href="http://www.spiegel.de/thema/spon_lobo/">spiegel online</a>-Redakteur, Helene Hegemann schuf mit Hilfe der Blogeinträge von <a href="http://airen.wordpress.com/">Airen</a> ihren <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/der-bestohlene-blogger-airen-im-f-a-z-gespraech-das-habe-ich-erlebt-nicht-helene-hegemann-1939795.html">Sensationsroman „Axolotl Roadkill“</a> und der Blog <a href="http://www.hermsfarm.de/blog/">Herm’s Farm</a> genießt zurecht Kultstatus. Doch da gibt es noch mehr Blogs zu entdecken in den Weiten des Netzes.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>A Beautiful Mess</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die 28jährige Elsie Larson hat ihren kunterbunten Blog <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/">A Beautiful Mess</a> bereits vor 10 Jahren gestartet und mit den Jahren ist dieser zu einem kleinen Imperium angewachsen. Besonders im letzten Jahr hat ihre Karriere einen großen Schritt nach vorne getan und mittlerweile ist <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/">A Beautiful Mess</a> ein wichtiger Teil ihres Arbeitsalltages. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma hat sie außerdem eine Vintage-Boutique in Springfield, Missouri, und den Online-Versand <a href="http://shopredvelvet.com/">Red Velvet</a> gegründet, wo sie auch ihre <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/my-dress-collection/">eigene Modekollektion</a> verkauft. Mit über 60.000 page views täglich ist Elises Blog eine stark frequentierte Anlaufstelle für junge Frauen und sie genießt Vorbildstatus und Bewunderung weltweit.</p>
<p style="text-align: justify">Angefangen mit dem Bloggen haben Elsie und Emma (bloggt auf <a href="http://foodcomablog.com/">Food Coma</a>) aber nicht, um ihre Arbeit zu promoten, anfangs stand für sie der Spaß im Vordergrund. Mittlerweile wissen beiden Frauen jedoch zu schätzen, wie die Blogs ihren Alltag bereichern. „Wir lieben es, wie das Bloggen es uns ermöglicht, direkt mit unseren Kunden und Lesern zu kommunizieren,“ berichtet Emma. Trotz allem Optimismus mussten beide jedoch auch negative Seiten kennenlernen. „Es ist schwer, mit dem Druck klarzukommen, dass einige unserer Leser unser privates Leben kennenlernen möchten. Negative und verletzende Kommentare sind ebenso schwierig zu verarbeiten. Es scheint, als ob manche Leser vergessen würden, dass wir auch Gefühle, unordentliche Schlafzimmer und Unsicherheiten haben – das möchten wir aber nicht unbedingt zu Themen auf unseren Blogs machen. Wir möchten professionell bloggen, und dennoch einem kleinen Einblick in unser Familienleben geben.“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Panic &amp; Punkrock</strong></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://lillypanic.blogspot.com/"><img class="size-full wp-image-16198 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/panicpunkrock2.jpg" alt="" width="448" height="298" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Die Münchnerin Lilly, die im Marketing einer Design-Firma arbeitet, entschied sich im November 2008 dafür, ihren Blog zu starten, weil sie kaum Blogs fand, die ihrem eigenen Stil entsprachen. Kurzum, <a href="http://lillypanic.blogspot.com/">Panic &amp; Punkrock</a> war geboren, ein Blog über Mode, Musik und München, über Reisen, Tattoos und Picknicks. Obwohl es Lilly trotz über 1000 regelmäßigen Lesern immer noch schwer fällt, neuen Bekanntschaften locker von ihrem Blog zu berichten, genießt auch sie den Austausch mit ihren Lesern und freut sich über Tipps und neue Freundschaften. Etwas befremdlich findet sie es dennoch, wenn sie im Real Life auf Leser ihres Blogs trifft – diese reagieren „sehr positiv, nämlich meistens wie alte Freunde. Nur dass ich sie nicht kenne und sie mich schon irgendwie.“</p>
<p style="text-align: justify">Auch Lilly hat schon darüber nachgedacht, mit ihrem Blog Geld zu verdienen. „Jedoch habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, das mit meiner Vorstellung des Blogs zu vereinbaren, da ich viele Negativbeispiele kenne, bei denen die Ästhetik und der Grundgedanke des Blogs dann doch sehr unter Gier leiden müssen.“ Und so bewahrt sich Lilly auch ihre Spontaneität und Lockerheit, denn wenn sie mal ein paar Tage nicht zum posten kommt, ist das auch kein großes Thema für sie.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Bows &amp; Pearls</strong></p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-16191" href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world/attachment/bowsandpearls-3"><img class="size-full wp-image-16191 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Bowsandpearls2.bmp" alt="" width="448" height="287" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Die 21jährige Studentin Gertrude aus Malta hätte sich niemals erträumen lassen, dass mehr als 500 Leute Interesse an ihrem Blog <a href="http://g-bowsandpearls.blogspot.com/">Bows and Pearls</a> finden würden. Immer noch freut sie sich über jeden Kommentar und jeden Einzelnen, der sich über das Gadget „<a href="http://www.google.com/friendconnect/">Google Friend Connect</a>“ als regelmäßiger Leser ihres Blogs anmeldet. Gertrude ist eine aktive Bloggerin, das heißt, dass sie ebenfalls jeder Menge Blogs beigetreten ist und ziemlich regelmäßig Kommentare zu den Posts anderer Blogger hinterläßt. Das ist immer eine Garantie, um die Leser auch zur eigenen Seite zu locken.</p>
<p style="text-align: justify">„Ich liebe es total, neue Freunde auf der ganzen Welt zu finden. Besonders spannend finde ich es, andere Kulturen kennen zu lernen. Selbst ganz simple Posts über die Winterklamotten, die ein Blogger trägt, finde ich interessant, bringen mich zum Schmunzeln und lassen mich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unseren Kulturen nachdenken“. Und obwohl Gertrude keine professionellen Kameras wie Lilly oder Elsie besitzt, findet auch sie großen Gefallen am Fotos knipsen. Das einzige, was sie am Bloggen manchmal stört, ist die Tatsache, dass es sehr zeitintensiv ist. „Ich fühle mich oft verpflichtet, mit den Blogs anderer up to date zu bleiben, sonst fühle ich mich leicht außen vor. Andererseits, bloggen ist wirklich eine tolle Art, „Ich“-Zeit zu verbringen. Anfangs fand ich es etwas seltsam, das Bloggen. Aber schon nach kurzer Zeit war ich hoffnungslos süchtig.“</p>
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		<title>Heiß, heißer, Bikram Yoga</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/heis-heiser-bikram-yoga</link>
		<comments>http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/heis-heiser-bikram-yoga#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 15:06:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gossip]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnelblick]]></category>
		<category><![CDATA[Bikram]]></category>
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		<category><![CDATA[Yoga]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#160;</p>
<p class="wp-caption-text">Bild: HealthZone</p>
<p style="text-align: justify;">Was haben Julia Roberts, Ashton Kutcher und Kerstin Siegburg gemeinsam? Sie machen Bikram Yoga. Was der 10 Tage Selbstversuch schnell zeigt: Das ist richtiger Sport – und vielleicht das anstrengendste, was du in deinem Leben getan hast. </p>
<p style="text-align: justify;">Bikram Yoga, das sind Übungen aus dem Hatha Yoga unter <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/heis-heiser-bikram-yoga">Heiß, heißer, Bikram Yoga</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<div id="attachment_16105" class="wp-caption aligncenter" style="width: 385px"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/heis-heiser-bikram-yoga"><img class="size-medium wp-image-16105" title="email36525.JPG" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Hot_Yoga_-_Wikipedia_Profile_Picture-300x224.jpg" alt="" width="375" height="279" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: HealthZone</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was haben Julia Roberts, Ashton Kutcher und Kerstin Siegburg gemeinsam? Sie machen Bikram Yoga. Was der 10 Tage Selbstversuch schnell zeigt: Das ist richtiger Sport – und vielleicht das anstrengendste, was du in deinem Leben getan hast. </strong><em><strong><span id="more-15566"></span></strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Bikram Yoga, das sind Übungen aus dem Hatha Yoga unter tropischen Bedingungen – damit Muskeln und Sehnen optimal gedehnt werden können und der Körper entgiftet wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwei Wochen Hamburg, Lust auf Bewegung und den Tipp einer Kollegin: Plötzlich stehe ich im Eingangsbereich eines Bikram Yoga Studios in Altona. Ich fühle mich gut vorbereitet, habe ich doch die Internetseite ausgiebig studiert und weiß, dass es sich um 26 Übungen handelt, die immer in der selben Reihenfolge absolviert werden. Ich weiß auch, dass der Kurs 90 Minuten bei 40°C und einer Luftfeuchtigkeit von 40% stattfindet. In Wirklichkeit habe ich aber natürlich keine Ahnung, was da auf mich zukommt. Toll soll man sich danach fühlen, energiegeladen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Besitzerin des Studios strahlt mich an und sagt: Hauptsache, du bleibst 90 Minuten im Raum. Wenn du nicht mehr kannst, dann leg dich auf die Matte. Das ist vielleicht das anstrengendste, was du in deinem Leben bisher gemacht hast.</p>
<p style="text-align: justify;">Als ich barfuß und leicht bekleidet mit einer Yogamatte und 1,5 Liter Wasser in den Raum trete, herrscht dort bereits konzentrierte Stille. Ich sehe Frauen und Männer jeden Alters, die auf ihren Matten liegen oder sich dehnen. Ich suche mir einen Platz hinten in einer Ecke und lege mich auf den Rücken. Schon jetzt schwitze ich in den Kniekehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Trainerin kommt in den Raum und es geht los. Wir beginnen mit einer Atemübung und als wir damit fertig sind, bin ich bereits klatschnass geschwitzt. Und die nächsten 85 Minuten und 26 Körperübungen schwitze ich genau so weiter. Das Handtuch, auf den ich stehe, ist nach kurzer Zeit dort, wo meine Füße sind, komplett durchnässt. Mir tropfen die Schweißperlen von den Unterarmen und den Schienbeinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig versuche ich, jede Übung so gut es geht umzusetzen. Die Trainerin redet ununterbrochen, erklärt die Übungen, motiviert uns, wechselt ins Englische, treibt uns an. Während ich mich gefühlt nur im Millimeterbereich verbiege, habe ich wahre Könner um mich herum. Auch wenn man sich eigentlich nur auf sich konzentrieren sollte, kann ich es nicht unterdrücken, bewundernd umher zuschauen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Hälfte der Zeit werden Übungen im Stehen absolviert, im zweiten Teil Übungen im Liegen. Ich schwitze vor mich hin, mache die Übungen, gewöhne mich ein ganz kleines bisschen an die Hitze. Ich habe keine Uhr an und fühle mich wie in einem Raum-Zeit-Vakuum. Gerade, als ich mich frage, ob diese 90 Minuten für immer andauern werden, habe ich das Gefühl, wir kommen tatsächlich langsam zum Ende. Ich sehne mich nach einer normalen Raumtemperatur.</p>
<p style="text-align: justify;">Wieder in der Umkleide angekommen, muss ich mich erst mal hinsetzten. Es geht schon auf den Kreislauf. Alles was ich anhabe, ist komplett nass, ich könnte es auswringen. Aber darauf ist man hier vorbereitet, es gibt extra Plastikbeutel für die Sportwäsche.</p>
<p style="text-align: justify;">Am nächsten Tag habe ich überall Muskelkater, aber auch den Wunsch nach einer weiteren Stunde <a href="http://www.youtube.com/watch?v=maV2InOTsOc">Bikram Yoga</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><!--more--></p>
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		<title>Der bekannteste Bonner Berlins: Die Geschichte von Friedel A. Drautzburg und der &#8220;StäV&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 08:13:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chaerthe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
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		<category><![CDATA[Günter Gras SHB]]></category>
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		<category><![CDATA[Heinrich Böll]]></category>
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		<category><![CDATA[Kölsch]]></category>
		<category><![CDATA[Reichstag]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialdemokratischer Hochschulbund]]></category>
		<category><![CDATA[Ständige Vertretung]]></category>
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		<category><![CDATA[Willy Brandt]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Foto: Julian Ruiz Ribota</p>
<p>&#160;</p>
<p style="text-align: justify;">Geplant war es als gemütliches Abendessen. Es sollte jedoch weit mehr als das werden. Auf der Suche nach Artikelthemen für den Exkursionskurs „Hauptstadtmedien“, nahmen wir am Spreeufer auf der Terasse der Ständigen Vertretung platz. Kurze Zeit später saßen wir mit einem der Gründer der &#8220;StäV&#8221;, Friedel A. Drautzburg, zusammen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/der-bekannteste-bonner-berlins-die-geschichte-von-friedel-a-drautzburg-und-der-stav">Der bekannteste Bonner Berlins: Die Geschichte von Friedel A. Drautzburg und der &#8220;StäV&#8221;</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 307px"><a rel="attachment wp-att-15638" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15638"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/der-bekannteste-bonner-berlins-die-geschichte-von-friedel-a-drautzburg-und-der-stav"><img class="size-medium wp-image-15638 " title="Friedel A. Drautzburg" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/09/drautzburg-300x200.jpg" alt="Friedel A. Drautzburg in der StäV" width="297" height="198" /></a></a><p class="wp-caption-text">Foto: Julian Ruiz Ribota</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Geplant war es als gemütliches Abendessen. Es sollte jedoch weit mehr als das werden. Auf der Suche nach Artikelthemen für den Exkursionskurs „Hauptstadtmedien“, nahmen wir am Spreeufer auf der Terasse der <a href="http://www.staev.de/" target="_blank">Ständigen Vertretung</a> platz. Kurze Zeit später saßen wir mit einem der Gründer der &#8220;StäV&#8221;, Friedel A. Drautzburg, zusammen und erhielten eine private Führung. Eine beeindruckende Persönlichkeit und ein einzigartiges Lokal in Berlin Mitte.</strong><span id="more-15886"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Stefanie Hänsel, Birgit Korte, Constantin Härthe und Julian Ruiz-Ribota</em></p>
<div id="attachment_15128" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><a rel="attachment wp-att-15128" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15128"><img class="size-medium wp-image-15128  " title="Stäv Theke" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/P1010600-300x200.jpg" alt="" width="199" height="132" /></a><p class="wp-caption-text">Die gesellige Theke in der StäV</p></div>
<p style="text-align: justify;">Flaniert man den Schiffbauerdamm in Berlin entlang, dann fällt ein Restaurant besonders auf: Die Ständige Vertretung. Hier wird statt dem üblichen Berliner Kindl, kühles Kölsch serviert – und das wird auch ordentlich mit großen Sonnenschirmen beworben. Ein Blick in die Speisekarte verrät, dass nicht nur die Getränke rheinisches „Savoire Vivre“ verbreiten: Vom Sauerbraten bis zu Himmel und Ääd wird hier alles geboten, was den Rheinländer glücklich macht.</p>
<p><strong>„Was ihr in der StäV macht, ist ein kleines Haus der Geschichte!“</strong> (ehem. Direktor des Hauses der Geschichte, Prof. Hermann Schäfer in einem Brief an Friedel Drautzburg)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_15141" class="wp-caption alignleft" style="width: 259px"><a rel="attachment wp-att-15141" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15141"><img class="size-medium wp-image-15141" title="WAnd Stäv" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/P1010614-300x200.jpg" alt="" width="249" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Historische Bilder und Dokumente an den Wänden der StäV</p></div>
<div id="attachment_15138" class="wp-caption alignright" style="width: 382px"><a rel="attachment wp-att-15138" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15138"><img class="size-medium wp-image-15138 " title="Toilette Stäv" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/dreier_klo-300x130.jpg" alt="" width="372" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Auch der Toilettengang bietet die Möglichkeit zu einer kleinen Geschichtsstunde</p></div>
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<p style="text-align: justify;">Was uns an einem lauen Sommerabend im Juni in die StäV zog, war der Hunger sowie das  Wissen, um die Sammlung historischer Dokumente aus Bonner  Regierungszeiten an allen Wänden. Außerdem hatten wir die leise Ahnung, dass die Gründer dieses Lokals nicht nur echte Bonner Urgesteine, sondern auch &#8211; wie ihre Ständige Vertretung &#8211; eng mit der deutschen Geschichte verwoben sind. Hier sollte selbst  der Toilettengang dazu einladen, sich in alte Zeitungsartikel zum  Bonn-Berlin-Umzug einzulesen. Und genau dies sollte Thema eines Artikels für den Medienblick werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Aus Neugier fragten wir unseren <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6bes" target="_blank">„Köbes“</a>, ob der Chef heute noch reinschauen würde. Wir versprachen uns nicht viel davon, aber „man kann ja mal fragen“. Friedel A. Drautzburg schaute rein, kam zu uns und nahm sich Zeit, um uns „seine Geschichte“ zu erzählen.</p>
<p><strong>Friedel A. Drautzburg: Zeitzeuge, Geschichtsbuch und lebende Legende</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Friedhelm A. Drautzburg, genannt Friedel, ist 73 Jahre alt, trägt einen grauen Schnurrbart, gestreiftes Hemd und eine schwarze Stoffhose. Als er sich zu uns an den Tisch setzt, wirkt er zunächst wie ein ganz gewöhnlicher älterer Mann. Er ist freundlich und aufgeschlossen, aber dennoch ein Mann, der seine Meinung gerne mitteilt. Er bestellt einmal „das Übliche“: einen doppelten Espresso. Nach ein paar Minuten ist uns klar, Friedel A. Drautzburg ist tatsächlich alles andere als ein ganz gewöhnlicher Kneipier: Friedel Drautzburg ist ein Zeitzeuge, ein wandelndes Geschichtsbuch und eine lebende Legende.</p>
<div id="attachment_15142" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a rel="attachment wp-att-15142" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15142"><img class="size-medium wp-image-15142 " title="Drautzburg" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/P1010613-300x200.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Die beste Möglichkeit in die Geschichte des Regierungswechsels einzutauchen - mit den Erzählungen von Friedel Drautzburg</p></div>
<p><strong>Die Creme de la Creme der Bonner Republik</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Gründer der Ständigen Vertretung war schon während seines Jura Studiums an der Universität Bonn politisch engagiert. Als Bundesgeschäftsführer des Sozialdemokratischen Hochschulbundes (SHB) machte er zahlreiche intellektuelle Bekanntschaften, wie beispielsweise mit Heinrich Böll oder Günter Grass. Mit Letzterem tourte er im Wahlkampf für Willy Brandt sogar durch ganz Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">1970 übernimmt Drautzburg seine erste Kneipe in Bonn, die „Schumann-Klause“. Es sollten noch Weitere folgen: Insgesamt 16 sind es, die er zu Bonner Hauptstadtzeiten betreibt. In Ihnen verkehrte „die Creme de la Creme“ der Bonner Republik: Politiker, Journalisten und Lobbyisten. Friedel kannte alle und alle kannten Friedel – das ist bis heute so.</p>
<p><strong>„Umzugswahn legt Rheinland Lahm!“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">320 zu 338 – 18 Abgeordneten Stimmen entschieden 1991 den Umzug der Hauptstadt von Bonn nach Berlin. Viele Steine mussten beiseite geräumt werden, bevor 8 Jahre später, am 19. April 1999, die erste Bundestagssitzung im umgebauten Reichstagsgebäude stattfinden konnte. Zumal sich Bonn seit 1949 als Hauptstadt bewehrt hatte und im Herbst 1992 erst der 280 Millionen teure Plenarsaal („Behnisch-Bau“) am Rheinufer fertig gestellt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Zuerst sah alles danach aus, dass die Entscheidung, die im Berlin/Bonn-Gesetz festgelegt wurde, nicht umgesetzt wird. Es gab zahlreiche Proteste seitens der Bonner Bürger. Ihre Bedenken waren durchaus berechtigt. Schließlich hatte die Entscheidung 1949 für die damals noch 100.000 Einwohner Stadt gerade für den Tourismus und die Kultur zahlreiche Vorteile gebracht. Daher waren Protestsprüche wie „Umzugswahn legt Rheinland Lahm!“ keine unberechtigten Vorwürfe.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=QCR4Mx5MPGE">Drautzburg bei der Führung durch seine Ständige Vertretung</a></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p><strong>„50.000 Mensch, denen man ein Stückchen Heimat bieten musste“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dautzburgs kämpfte als Mitgründer der Initiative „Ja zu Bonn!“ damals an forderster Front gegen den Umzug. Die blau-weißen Aufkleber prangten damals an jedem zweiten Auto der Stadt. Seine Entscheidung selbst nach Berlin zu gehen dauerte. Ein Gast schlug ihm damals – halb im Scherz – vor, mitzuziehen: „Was sollen wir denn ohne Euch machen?“. Nachdem sich Drautzburg ausrechnete wie viele weitere Tische – teils mit lieb gewonnenen Freunden – noch nach Berlin ziehen und leer bleiben würden, war er und sein guter Freund, Harald Grunnert, irgendwann selbst von der Idee überzeugt.</p>
<p style="text-align: justify;">Hinter der Idee stand ein einfaches Prinzip. Der Umzug setzte voraus, dass ca. 50.000 Betroffene, darunter Beamte, Abgeordnete und Journalisten, zwangsumgesiedelt werden mussten. „50.000 Mensch, denen man ein Stückchen Heimat bieten musste“, so Drautzburg.</p>
<div id="attachment_15981" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a rel="attachment wp-att-15981" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/der-bekannteste-bonner-berlins-die-geschichte-von-friedel-a-drautzburg-und-der-stav/attachment/imag1068"><img class="size-medium wp-image-15981 " title="IMAG1068" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/09/IMAG1068-179x300.jpg" alt="" width="200" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Auch in der Speisekarte findet sich der rheinische Humor</p></div>
<p style="text-align: center;">&nbsp;</p>
<p><strong>Berliner Gastgeschenke: „Bonner verpisst euch!“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach langer Planungszeit war es dann so weit. 1997 eröffnete die erste Ständige Vertretung – kurz StäV – am Schiffbauerdamm in Berlin Mitte, unmittelbar in der Nähe von den Regierungsgebäuden und den internationalen Medienvertretern. Das heutige politische Kult-Lokal wurde jedoch nicht mit offenen Armen empfangen. Die Berliner verstanden den Gastronomiebetrieb an der Spree eher als offene Provokation. Es flogen somit erstmal Steine in die Scheiben und Sprüche, wie „Bonner verpisst euch“, wurden in den frischen Putz geritzt.</p>
<p><strong>Mit Kopfhörern gegen das Karnevallsverbot</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Selbst die Stadt machte es der rheinländischen Frohnatur, Friedel Drautzburg, nicht leicht. So erhielt das StäV in seiner Anfangszeit ein Verbot Karneval zu feiern. Clever wie der Rheinländer nun mal ist, wurden kurzer Hand Infrarotsender an den Wänden installiert und die Gäste mit Kopfhörern ausgestattet. Geboren war der erste geräuschlose Karneval der Welt.</p>
<p style="text-align: justify;">Noch heute spiegelt sich der Schalk in Friedel Drautzburgs Augen, wenn er davon erzählt: „Draußen standen die Berliner, drückten sich an den Fenstern die Nasen platt und sagten: &#8216;Da drin sind Verrückte!&#8217;“. Es dauerte nicht lange, dass auch die Presse davon Wind bekam und der erste Übertragungswagen anrollte. Am Ende fand sich die erste Karnevalsparty Berlins in Presseberichten von Italien bis Schweden wieder.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit der rheinischen Ironie haben es manche Berliner und Berlin-Touristen aber auch heute noch nicht so: So wurde die Terrasse der StäV an der Spree in „Rheinterrassen“ umgetauft: Immer wieder Ursache für Irritationen und peinliche Belehrungsversuche seitens der Gäste. Dass Drautzburg, der mindestens zwei mal im Monat noch auf Besuch in Bonn ist, noch über mehr „bönnsche“ Ironie verfügt, macht er auf die Frage hin deutlich, wie er denn die schwere Anfangszeit damals ausgehalten hat:</p>
<p><strong>„Ich betrachte ja einen Tritt in den Hintern, als Hilfe, um einen großen Schritt nach vorn zu machen.“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dass sich die StäV, trotz ungemütlichem Start, auch einen festen Platz im Herzen der neuen Hauptstadt erkämpft hat, machte spätestens das fünfjährige Jubiläum klar. Gerhard Schröder nannte sie bei diesem Anlass „Versöhnungsort der alten Hauptstadt Bonn mit der neuen Hauptstadt Berlin. Der Rheinländer in der Hauptstadt baut Brücken zwischen Ost und West bei Flammkuchen, Himmel und Ääd und manchen Kölsch&#8230;“. Weitere Gratulanten unter den 1.300 Gästen im Tränenpalast waren Norbert Blüm, Bärbel Dieckmann und Klaus Wowereit. Alle feierten in Berlin Mitte zu den Klängen von „Bläck Föss“ und „De Höhner“.<strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Lokal scheint – wie Dautzburgs frühere Lokale in Bonn – immer voll mit Persönlichkeiten des politischen Hauptstadtlebens. Während unserer Führung durch das Lokal, stellt uns Drautzburg beispielsweise im Vorübergehen Josef Winkler, MdB Bündnis’90/Die Grünen, mit den Worten vor: „Der engagiert sich wirklich sehr in der Integrationspolitik“.</p>
<div id="attachment_15125" class="wp-caption alignright" style="width: 185px"><a rel="attachment wp-att-15125" href="http://medienblick-bonn.de/?attachment_id=15125"><img class="size-medium wp-image-15125 " title="Kölsch Aufsteller" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/P1010598-225x300.jpg" alt="" width="175" height="234" /></a><p class="wp-caption-text">Hier regiert Kölsch und kölsche Gastlichkeit!</p></div>
<p><strong>Das Kölsch in die Hauptstadt gebracht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Erfolg des einmaligen Konzeptes geht unterdessen immer weiter. Mittlerweile gibt es das Museum der Bonner Republik auch auf Sylt, in Hamburg, Hannover, Bremen und Köln. Eine weitere StäV wird es sogar im neuen „Willy-Brandt-Flughafen-“ Berlin-International geben. Eine besondere Anerkennung, da sich das Bonner Kölsch-Lokal damit gegen unzählige weitere Bewerber aus Berlin durchsetzte.</p>
<p style="text-align: justify;">Immerhin haben Friedel A. Drautzburg und Harald Grunert ja auch das Kölsch in die Hauptstadt gebracht. Waren sie früher die einzigen, die es an der Spree anboten, schenken nunmehr 260 Gastronomie-Betriebe in Berlin Kölsch aus. Die Berliner StäV ist aber deutschlandweit das Lokal mit dem höchsten Kölsch-Umsatz – außerhalb von Köln.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lebendige Verbindung  zweier Kapitel Deutscher Geschichte</strong></p>
<div class="mceTemp" style="text-align: center;">
<dl id="attachment_15986" class="wp-caption alignleft" style="width: 140px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-15986" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/der-bekannteste-bonner-berlins-die-geschichte-von-friedel-a-drautzburg-und-der-stav/attachment/imag10692"><img class="size-medium wp-image-15986  " title="IMAG1069(2)" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/09/IMAG10692-179x300.jpg" alt="" width="130" height="218" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Ein Autogramm zum Schluss</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Die „Ständige Vertretung“ ist also ohne Zweifel mehr als nur ein Lokal mit rheinischen Delikatessen, genauso wie ihr Wirt mehr ist als der Betreiber eines Lokals mit rheinischen Delikatessen. Beide leben von, mit und durch die Geschichte &#8211; und sind nicht zuletzt selbst ein Teil davon geworden. Sie betreiben keine „Westalgie“ – als Gegenstück zur in Berlin omnipräsenten „Ostalgie“.</p>
<p style="text-align: justify;">Vielmehr verbinden Friedel A. Drautzburg und die StäV zwei Kapitel Deutscher Geschichte. Sie beweisen, dass tatsächlich zusammenwächst, was zusammen gehört – und dass sich die Bonner „Schnüss“ und die Berliner Kaltschnäuzigkeit besser miteinander verstehen, als anfangs gedacht. Für seinen doppelten Espresso brauchte Friedel Drautzburg zwei Stunden – zwei Stunden in denen wir eine spannende Reise durch die Zeit mitmachen durften. Unverhofft kommt oft. Danke Friedel!</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Politik mal anders</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Sep 2011 04:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Janett</dc:creator>
				<category><![CDATA[September 2011: Hauptstadtmedien]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In Berlin werden die wichtigsten Entscheidungen für unser Land getroffen. 620 Abgeordnete zerbrechen sich im Plenum den Kopf über Wirtschaft, Entwicklung und Bildung. In den Medien lesen, hören und sehen wir dann die Ergebnisse dieser langwierigen und anstrengenden Arbeit. Aber eins sollte man dabei nicht vergessen: auch der bestbezahlte Politiker ist nur ein <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/politik-mal-anders">Politik mal anders</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a rel="attachment wp-att-15168" href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/politik-mal-anders/attachment/fehler"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/politik-mal-anders"><img class="aligncenter size-medium wp-image-15168" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/Fehler-300x218.jpg" alt="" width="300" height="218" /></a></a>In Berlin werden die wichtigsten Entscheidungen für unser Land getroffen. 620 Abgeordnete zerbrechen sich im Plenum den Kopf über Wirtschaft, Entwicklung und Bildung. In den Medien lesen, hören und sehen wir dann die Ergebnisse dieser langwierigen und anstrengenden Arbeit. Aber eins sollte man dabei nicht vergessen: auch der bestbezahlte Politiker ist nur ein Mensch – und Menschen machen Fehler.</strong><span id="more-15162"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Das sind nur einige berühmte Beispiele für Versprecher der Politiker. Jeder verspricht sich mal, verdreht Wörter oder Buchstaben, doch bei prominenten Persönlichkeiten steht meist eine Kamera dabei, so dass die ganze Welt daran teilhaben kann und das Missgeschick auch Jahrzehnte überdauert.</p>
<p><iframe width="560" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/j9F3QLOIIjQ" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Orte sehen alle gleich aus und Namen sind Schall und Rauch</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Dass man nicht mehr weiß, wo genau gerade die Rede gehalten wird, ist  bei einem so vollen Terminplan, wie ihn Politiker haben, nicht verwunderlich. Das passiert auch den Popstars heutzutage noch gelegentlich. In einer solchen Situation ist man umso dankbarer für jede noch so kleine Hinweistafel oder ein soufflierendes Publikum. Ähnliches kann passieren, wenn Politiker von einer Politiktalkshow zur nächsten hetzen. Wenn die Moderatorinnen sich auch noch ähnlich sehen, kann es leicht zu Verwechselungen kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Namen von Politikern zu verwechseln kann bei über 600 Abgeordneten schon mal passieren, aber den Vornamen der Bundeskanzlerin sollte man kennen („Andrea Merkel“). Doch auch sie selbst scheint sich bei der Namensgebung nicht immer sicher zu sein („Roland Kotz“).</p>
<p style="text-align: justify;">Die Geschlechter zu vertauschen gehört zu den zwar sehr lustigen, aber eher harmlosen Missgeschicken. So wird aus einer Frau Professor Doktor schnell mal eine Herr Professor Doktor Gesine  Schwan. Andrea Ypsilanti verkündet, dass ihre Eltern sich offensichtlich eher einen Sohn gewünscht haben und Edmund Stoiber fühlt mit allen Hausfrauen, da er aus Erfahrung weiß, wie es sich anfühlt Mutter von drei kleinen Kindern zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Versprecher enthüllen geheime Gedanken</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei anderen Versprechern scheint der Wunsch  Vater des Gedankens zu sein. So bezeichnete sich Angela Merkel 2009 bei der Sendung „Anne Will“ zwei mal als Staatsoberhaupt und sorgte damit für Lacher auf der nachfolgenden Pressekonferenz. Vielleicht hatte sie hier schon Karrierepläne geschmiedet oder sie hat ganz einfach vergessen, dass der Bundespräsident die höchste Stellung im Land hat. Das geht den meisten Deutschen nicht anders.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwischen dem, was ein Politiker denkt und dem, was er der Presse mitteilt, können mitunter Welten liegen. Denn Probleme und Schwierigkeiten sollte man beschönigen und persönliche Ansichten besser heraushalten. So wollte Wolfgang Clement die Bürger am liebsten alle entlassen, was die Arbeit eines Ministers für Wirtschaft und Arbeit deutlich erleichtern würde. Helmut Kohl gab der Presse versehentlich seine Prognose für die Koalition, die untergehen wird, bevor er sich korrigierte zu „pfleglich miteinander umgeht“. Geheime Pläne enthüllte auch Wolfgang Schäuble in einer Pressekonferenz. Als damaliger Innenminister sah er Computer und das Internet als schöne neue Möglichkeiten für den Austausch und Informationskontrolle – ähm Informationskanäle.</p>
<p><iframe width="420" height="345" src="http://www.youtube.com/embed/wLelM0CdrPE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: justify;">Legendär ist auch dieses Kauderwelsch von Edmund Stoiber, das jeden Kommunikationswissenschaftler zum Verzweifeln bringt. Stoiber versuchte zu erklären, welche Vorteile eine Transrapidstrecke zwischen dem Münchener Hauptbahnhof und dem Flughafen bringt. Dass das Ziel von Kommunikation aber Verständigung ist, hat er dabei nicht berücksichtigt. Dafür hat er uns aber einen Einblick in wirre Gedanken gegeben und gezeigt, dass auch Politiker nur Menschen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Am Ende bleibt nur noch zu sagen: Hilfreich ist die Kenntnis der deutschen Strafe – oder besser noch: der deutschen Sprache.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Mediale Mütter und ihre Laster</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 04:00:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nathalie Karl</dc:creator>
				<category><![CDATA[September 2011: Hauptstadtmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnelblick]]></category>
		<category><![CDATA[Familien]]></category>
		<category><![CDATA[Mütter]]></category>
		<category><![CDATA[Prenzlauer Berg Mutti]]></category>
		<category><![CDATA[Stereotype]]></category>
		<category><![CDATA[Väter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Briefmarke (1956) der Serie Helfer der Menschheit (Quelle:NobbiP/ Wiki)</p>
<p style="text-align: left;">&#160;</p>
<p style="text-align: justify;">„Supermutti“, oder die mit dem Latte Macchiato? Eine schnelle und rezipientenfreundliche Botschaft benötigt die Vereinfachung hochkomplexer gesellschaftlicher Vorgänge. Die Bezeichnung Prenzlauer Berg- Mutter ist einer dieser Neologismen. Als Typus einer neuen Mütterlichkei t werfen die Medien fadenscheiniges Licht auf ein viel diskutiert <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/mediale-mutter-und-ihre-laster">Mediale Mütter und ihre Laster</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14631" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-14631" href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/mediale-mutter-und-ihre-laster/attachment/briefmarke-1956-der-serie-helfer-der-menschheit"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/mediale-mutter-und-ihre-laster"><img class="size-medium wp-image-14631 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/Briefmarke-1956-der-Serie-Helfer-der-Menschheit-300x257.jpg" alt="" width="300" height="257" /></a></a><p class="wp-caption-text">Briefmarke (1956) der Serie Helfer der Menschheit (Quelle:NobbiP/ Wiki)</p></div>
<p style="text-align: left;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Supermutti“, oder die mit dem Latte Macchiato? Eine schnelle und rezipientenfreundliche Botschaft benötigt die Vereinfachung hochkomplexer gesellschaftlicher Vorgänge. Die Bezeichnung Prenzlauer Berg- Mutter ist einer dieser Neologismen. Als Typus einer neuen Mütterlichkei</strong><strong> </strong><strong>t werfen die Medien fadenscheiniges Licht auf ein viel diskutiert</strong><strong> </strong><strong> </strong><strong>es, moralisch zerrissenes Frauenbild. <span id="more-14630"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bereits in den Überschriften der Medien offenbaren sich dem Leser Charakteristika der viel zitierten Prenzlauer Berg-Mütter. Ein traditionell-konservatives Frauenbild<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/prenzlauer-berg-muetter-huebsches-hassobjekt-1.1112080-2" target="_blank">*</a>, das der Berliner Passant vorwiegend auf Spielplätzen oder eben in „Latte-Macchiato“-Bars antrifft. Zum medialen Schlagwortverzeichnis gesellen sich die Beschreibungen „Kampfmutter statt Karriere“<a href="http://www.fr-online.de/politik/meinung/kampfmutter-statt-karriere/-/1472602/4615602/-/index.html" target="_blank">*</a> „Lebensgefühl Schwangerschaft“<a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/zwischen-party-und-pampers/1787068.html">*</a>, „Stil vor Talent“, „schicke Akademikerinnen“<a href="http://www.ard.de/zukunft/kinder-sind-zukunft/kinder-sind-glueck/kindersegen-prenzlauer-berg/-/id=520616/nid=520616/did=558094/4mzav3/index.html" target="_blank">*</a>, um nur einige zu nennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auffällig ist die fast durchgängige Abwesenheit der stereotypen Väter. Laufen Kolumnenschreiber und Buchautoren die Finger heiß bei den detaillierten Beschreibungen der Prenzlauer Berg-Mütter, gelten diffamierende Wortneuschöpfungen in der Regel für beide Elternteile. Schon 2004 flieht die Autorin Anette C. Anton aus dem Prenzlauer Berg und veröffentlicht ihre tragische Geschichte<a href="http://www.emma.de/hefte/emma-ausgaben-2004/maerzapril-2004/die-geschichte-einer-flucht/">*</a> in der EMMA, drei Jahre später hetzt Heiko Werning im tazblog<a href="http://blogs.taz.de/reptilienfonds/2007/06/01/die-geschundenen-kinder-vom-prenzlauer-berg/">*</a> gegen „Elternpraktikanten mit Kreativnachwuchs“. Die Kritik am haushaltsfernen männlichen Familienversorger blieb bisher aus.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Wacht auf, ihr jungen Frauen!“<a href="http://www.fr-online.de/politik/meinung/kampfmutter-statt-karriere/-/1472602/4615602/-/index.html">*</a></strong><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bei all der Häme und den wohlgemeinten Ratschlägen stellt sich die Frage, von welcher moralischen Warte aus die Kritiker über die Frauen(-bilder) urteilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Welcher Wertekodex versteckt sich hinter der medialen Debatte um die Mütter vom Prenzlauer Berg? Ausrufezeichen findet der Leser selten, ein verstaubtes „Das macht man aber nicht! “ genauso wenig. Müller nennt dieses mediale Phänomen in unserer Gesellschaft eine „Orientierungskrise“. Wir können die Werte für die wir leben nicht mehr benennen.</p>
<p>Wenn die Prenzlauer Berg Mütter alles falsch machen, wie macht man es dann richtig als mediale BRD-Mutter im 21. Jahrhundert?</p>
<p>Ein grober Versuch eines mütterlichen Idealbildes ex negativo:</p>
<p>-        Ihr Lebensmotto: Kind plus Karriere (Reihenfolge!)</p>
<p>-        Sie arbeitet nicht in Kreativbranche,</p>
<p>-        ist mäßig attraktiv und modebewusst.</p>
<p>-        Ihre Schwangerschaft ist kein strategisches Planungsvorhaben</p>
<p>-        Bio-, Yoga und Musikunterricht kommen in der Kindererziehung nur sparsam zum Einsatz</p>
<p>-        Ihr moderner (Ehe)Mann ist/bleibt Familienernährer</p>
<p style="text-align: justify;">Die Medien tauften diesen Rollenbild die „Supermutti“<a href="http://www.faz.net/artikel/C31206/perfekte-eltern-als-vorbild-genug-gerackert-super-mutti-30141354.html">*</a>, für die jetzige Ministerin für Arbeit und Soziales Von der Leyen in Cicero schon 2006 eine Lanze brach<a href="http://cicero.de/berliner-republik/der-neue-kampf-der-geschlechter/37405">*</a>. Im Gegensatz zum Prenzlauer Berg- Typus erkämpft diese sich durch den Zusatz „Karriere“<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/feindbild-prenzlauer-berg-mutter/3714070.html">*</a> einen Status als voll integriertes, hochgeschätztes und aufgrund ihrer Doppelbelastung oft bemitleidetes Mitglied unserer Gesellschaft<a href="http://www.sueddeutsche.de/karriere/karriere-mit-kind-wie-berufstaetigen-muettern-das-leben-erschwert-wird-1.1109410">*</a>. Sie wirkt in ihrem Auftreten unauffällig, wenn nicht bieder und erzieht ihre Kinder im gesellschaftlichen Maßstab „durchschnittlich“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Muff von tausend Jahren&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ob dieses Mutterfigur mit dem Präfix Super- der Emanzipation der Frau entgegenkommt, ist fraglich. Aus der Position eines etablierten, traditionellen Frauenbildes wettert man gegen ein anderes. Zu klären wäre auch, welche Wirkung sich die Autoren von ihren medialen Züchtigungsversuchen erhoffen. Und eine weitere, noch viel wesentlichere Frage:</p>
<p style="text-align: justify;">Wie viele reale Frauen passen in diese stereotypen Schablonen? Vielleicht zu wenige, um diese einseitigen Hetzkampagnen in den Medien zu rechtfertigen, und die Supermutti hochleben zu lassen.</p>
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		<title>Bonner Rekorde &#8211; ein paar Daten und Fakten außer Konkurrenz</title>
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		<pubDate>Sun, 28 Aug 2011 00:11:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sopi</dc:creator>
				<category><![CDATA[August 2011: BonnBonn]]></category>
		<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[daten]]></category>
		<category><![CDATA[Fakten]]></category>
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		<category><![CDATA[Wetter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bonner Rekorde - zum individuellen Durchklicken</p>
<p style="text-align: justify;">Hier kannst du selbst klicken, zoomen und scrollen und kurze Artikel über Bonner Rekorde 2011 lesen. Hier geht es um &#8220;die Stadt&#8221;, &#8221; die Wetterlage&#8221; und &#8220;die Menschen&#8221;. </p>
Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_13950" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://prezi.com/-lko3o6uil9o/copy-of-bonner-rekorde/"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/bonn-tunnelblick/bonner-rekorde-ein-paar-daten-und-fakten-auser-konkurrenz"><img class="size-medium wp-image-13950    " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/07/Mindemap-Bonn-300x226.jpg" alt="Bonner Rekorde - zum individuellen Durchklicken" width="300" height="226" /></a></a><p class="wp-caption-text">Bonner Rekorde - zum individuellen Durchklicken</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hier kannst du selbst klicken, zoomen und scrollen und kurze Artikel über Bonner Rekorde 2011 lesen. Hier geht es um &#8220;die Stadt&#8221;, &#8221; die Wetterlage&#8221; und &#8220;die Menschen&#8221;. </strong></p>
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