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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Oktober 2009: Netzkultur</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Wie frei sind Medien heute?</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 08:29:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johannes Burke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Eines der Dinge, die im Westen noch relativ gut funktionieren, sind die Medien. Wenn es einmal mehr der Politik an Inhalten mangelt, oder aber die Exekutive in maßloser oder korrupter Manier ihre Befugnisse missbraucht, konnte man auf die Medien als vierte Gewalt zählen, um diese Verfehlungen zumindest aufzudecken und anzuprangern.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine lobenswerter <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/wie-frei-sind-medien-heute">Wie frei sind Medien heute?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Eines der Dinge, die im Westen noch relativ gut funktionieren, sind die Medien. Wenn es einmal mehr der Politik an Inhalten mangelt, oder aber die Exekutive in maßloser oder korrupter Manier ihre Befugnisse missbraucht, konnte </strong><strong>man auf die Medien als vierte Gewalt zählen, um diese Verfehlungen zumindest aufzudecken und anzuprangern.<span id="more-1942"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine lobenswerter Zustand, der nur allzu oft als selbstverständlich hingenommen wird. Denn die freie Betätigung von Medien war zu allen Zeiten ein Drahtseilakt. Über Jahrhunderte hinweg widerstand sie aller Ignoranz und Dogmatik und wuchs zu der heutigen, bunten Medienwelt heran. Mehr denn je wird sie heute bedrängt und bekämpft, etwa von religiösen Fundamentalisten, welche die reine Lehre propagieren und Kritik am spirituellen Status Quo nicht dulden, oder auch totalitären Strömungen. Und jedes Mal, wenn hierbei die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten, ist mitunter eines der ersten Opfer die Meinungsfreiheit.</p>
<p style="text-align: justify;">In unserer gegenwärtigen Welt kann man auch beim besten Willen nicht übersehen, wie sehr sich derzeit eben diese Freiheit im Rückzug befindet. Nicht ein Ereignis alleine, sondern vielmehr das Zusammenspiel aller, droht ihr die Luft zum Atmen zu nehmen. Religiös motivierter Terror hat in den USA, und somit im gesamten Westen, einen totalitären Reflex ausgelöst und ein Klima des Zwangs und der Paranoia erzeugt. Das hat unmittelbare, negative Rückwirkungen auf mediales Engagement, etwa der Verlust von kritischer Distanz der US-Medien wie etwa FOX News und deren schleichende Gleichschaltung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Ende der Meinungsfreiheit naht</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gleichzeitig erlischt die Strahlkraft des westlichen Liberalismus. Moralisch suspekt seit den vielen Menschenrechtsverfehlungen der Bush-Regierung und durch das dynamischere und totalitäre China im Wettstreit der Systeme scheinbar übertrumpft, wirkt das westliche System merkwürdig hilflos und überfordert.</p>
<p style="text-align: justify;">Der endgültige Bankrott des abgewirtschafteten Westens scheint nun durch die gegenwärtige Finanzkrise und dem damit verbundenen Aderlass vorstellbar. Zumindest in den Augen derjenigen, die es zu überzeugen gilt, den Völkern des Nahen Ostens, Afrikas, Amerikas oder Asiens, ist dies kein abwegiger Gedanke. Eine schleichende Neuorientierung all dieser „Bauern im Schach der Welt“ deutet sich an. Ein wild lavierender, tief verunsicherter und in einer Daseinskrise steckender Westen,  wird nicht verhindern können, dass Mächte wie Russland oder China systematisch ihren Einfluss auf weite Teile dieser Welt ausdehnen, mit all den bekannten Folgen für die mediale Betätigung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eine rauere Epoche kündigt sich an</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Zeitalter des Pluralismus und der Toleranz neigt sich seinem Ende. Eine rauere, engstirnigere Epoche kündigt sich an. Eine Ära, in der es „richtige“ und „falsche“ Wahrheiten geben wird und eine „falsche“ Wahrheit zu verbreiten höchst unerfreulich Konsequenzen haben kann. Dies ist vielleicht die letzte Botschaft, die uns Anna Politkowskaja übermittelte.</p>
<p style="text-align: justify;">Schlussendlich: Wo wird diese Welle der frisierten Wahrheiten und massierten Mehrheiten brechen? Und wie viele werden nicht widerstehen können, bei diesem schmutzigen Spiel mitzumachen? Dies sind Fragen, die allein die kommende Dekade beantworten kann.</p>
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		<title>Mein Leben auf 18 m²</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Sep 2009 09:54:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christina Janas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnheim]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einem Semester wohne ich im Studentenwohnheim Römerlager in Bonn-Castell. Dass ich dort meine neue Heimat gefunden habe, war eher ein Zufall. Im ersten Semester bin ich jeden Tag 1 ½ Stunden mit Bus und Bahn zur Uni gefahren, aber nach einem Semester hatte ich das Pendeln satt. Es war einfach Zeit für mich von zu Hause auszuziehen, um in Bonn nicht nur zu studieren, sondern auch zu wohnen, Freunde zu treffen, zu feiern und zu relaxen – einfach zu <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/mein-leben-auf-18-m%c2%b2">Mein Leben auf 18 m²</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Da die finanzielle Lage von Studenten bekanntermaßen meist nicht so rosig aussieht (ich bin da leider auch keine Ausnahme), blieb mir die Wahl zwischen einer WG oder dem Studentenwohnheim. Mir sind meine eigenen vier Wände lieber. Dort bin ich wenigstens ganz allein für das Chaos in Küche, Bad und Schlafzimmer verantwortlich. Also war meine Entscheidung gefallen – Ein Zimmer im Studentenwohnheim sollte mein neues Zuhause werden.<span id="more-1929"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit einem Semester wohne ich nun im Studentenwohnheim Römerlager in Bonn-Castell. Dass ich dort meine neue Heimat gefunden habe, war eher ein Zufall. Im ersten Semester bin ich jeden Tag 1 ½ Stunden mit Bus und Bahn zur Uni gefahren. Aber nach einem Semester hatte ich das Pendeln einfach satt. Es war Zeit für mich von zu Hause auszuziehen, um in Bonn nicht nur zu studieren, sondern auch zu wohnen, Freunde zu treffen, zu feiern und zu relaxen – eben einfach zu leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie ich nun mal so bin, hatte ich natürlich die Bewerbungsfrist für Zimmer im Studentenwohnheim verpasst. Aber das Glück schien auf meiner Seite zu sein, denn zufällig waren in verschiedenen Wohnheimen noch Zimmer frei. Mit dem festen Vorhaben heute noch eine neue Bleibe in der Tasche zu haben, machte ich mich direkt auf den Weg nach Bonn.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Große Ansprüche ganz klein</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Beim Studentenwerk angekommen ging die Sucherei los. Ein Zimmer mit eigener Küche und eigenem Bad sollte es sein. Natürlich nicht zu teuer und möglichst nah an der Uni, schließlich hatte ich jetzt wirklich genug von öffentlichen Verkehrsmitteln. Viel übrig blieb da leider nicht mehr. Nur das Römerlager klang in meinen, vielleicht doch zu anspruchsvollen Ohren, ganz gut: 18 qm inklusive Bad und kleiner Küchenzeile, möbliert, direkt am Rhein, zehn Minuten mit dem Rad von der Uni entfernt, für 234€ im Monat. Das konnte ich armer Student mir sogar gerade noch leisten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der einzige Haken an der Sache: Ich musste den Vertrag direkt unterschreiben, ohne auch nur einen winzigen Blick auf das Gebäude, geschweige denn in das Zimmer geworfen zu haben. Mit einem etwas mulmigen Gefühl unterschrieb ich also meinen ersten Mietvertrag.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt konnte ich aber nicht mehr länger warten! Ich musste mein neues, zukünftiges Heim einfach sehen. Zum Glück war die Hausverwalterin gerade da und zeigte mir sogar eines der freien Zimmer. Ich war total erleichtert. Alles war sauber, gepflegt, hell und freundlich, wenn auch nicht sonderlich modern eingerichtet. Aber mit dem ein oder anderen schicken Teil von Ikea stellte ich es mir richtig gemütlich vor.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ich musste den Mietvertrag direkt unterschreiben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Als es vier Wochen später ans Einrichten und Dekorieren ging, wurde mir klar, wie klein 18 qm wirklich sind. Fünf Schritte und schon steht man vor dem Fenster, dem Ende der Wohnung. Und auch sonst braucht es nur eine kleine Drehung und man hat den restlichen Teil der Wohnung ohne Probleme im Blick. Mit tatkräftiger Unterstützung habe ich es aber doch irgendwie geschafft meinen ganzen Kram unterzubringen. Und die Eingangstür geht sogar noch auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Jetzt nenne ich diese 18 qm schon seit sechs Monaten mein Eigen und ich habe sie richtig lieb gewonnen. Ich freue mich auf das kommende Semester, wer weiß, welche Ereignisse im Römerlager noch auf mich warten. Auch wenn ich alleine wohne, bin ich dank meiner über 500 Nachbarn nie einsam und an der Bar im Keller oder bei den ganzen anderen Veranstaltungen trifft man immer wieder ein neues Gesicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Manchmal lohnt es sich einfach die Katze im Sack zu kaufen, denn wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und gewonnen habe ich das Gefühl zu Hause zu sein in meinen eigenen, wenn auch kleinen, vier Wänden. Für mich braucht dieses Zuhause-Gefühl einfach nicht mehr als 18 qm.</p>
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		<title>Die Twitter-Expertin</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:37:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Agis-Garcin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Abschlussarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Interview mit Frauke Zalkau</p>
<p style="text-align: justify;">“Journalismus in Zeiten von Web 2.0: Twitternde Redaktionen” - so lautet der Titel der Magisterarbeit von Frauke Zalkau. In unserem Interview erzählt die Bonner Studentin unter anderem, welches tragische Ereignis sie auf ihr Abschlussthema brachte und was sie an Twitter besonders fasziniert.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/die-twitter-expertin"><img class="alignright size-medium wp-image-1882" title="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Schild_-Kostenloser_Hoertest--300x225.jpg" alt="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" width="300" height="225" /></a>Interview mit Frauke Zalkau</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>“Journalismus in Zeiten von Web 2.0: Twitternde Redaktionen” </em>- so lautet der Titel der Magisterarbeit von Frauke Zalkau. In unserem Interview erzählt die Bonner Studentin unter anderem, welches tragische Ereignis sie auf ihr Abschlussthema brachte und was sie an Twitter besonders fasziniert.</p>
<p style="text-align: justify;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="27" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="playerMode=embedded" /><param name="src" value="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/medienblick-bonn.de_-_Interview_-_Frauke_Zalkau.mp3" /><param name="wmode" value="window" /><param name="quality" value="best" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="27" src="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/medienblick-bonn.de_-_Interview_-_Frauke_Zalkau.mp3" quality="best" bgcolor="#ffffff" wmode="window" flashvars="playerMode=embedded"></embed></object></p>
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		<title>Und, wo bist Du so?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:34:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marianne Seelmann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke; Umfrage]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Man weiß ja selbst wie das ist: auf tausend Netzwerken angemeldet und keins nutzt man so richtig. Wie war mein Passwort für XING gleich noch?! Und da kommen wir auch schon zur Gretchenfrage: Warum bin ich eigentlich auf XING!?</p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben uns mal umgehört welche Netzwerke die Leute wirklich nutzen und was sie <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/und-wo-bist-du-so">Und, wo bist Du so?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/und-wo-bist-du-so"><img class="alignright size-medium wp-image-1882" title="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Schild_-Kostenloser_Hoertest--300x225.jpg" alt="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" width="300" height="225" /></a>Man weiß ja selbst wie das ist: auf tausend Netzwerken angemeldet und keins nutzt man so richtig. Wie war mein Passwort für XING gleich noch?! Und da kommen wir auch schon zur Gretchenfrage: Warum bin ich eigentlich auf XING!?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir haben uns mal umgehört welche Netzwerke die Leute wirklich nutzen und was sie dort am liebsten treiben:</strong></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="27" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="playerMode=embedded" /><param name="src" value="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/Podcast.mp3" /><param name="wmode" value="window" /><param name="quality" value="best" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="27" src="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/Podcast.mp3" quality="best" bgcolor="#ffffff" wmode="window" flashvars="playerMode=embedded"></embed></object></p>
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		<title>Piraten? Die aus Somalia?!?</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:33:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Patrick Agis-Garcin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Umfrage: &#8220;Was hältst du von der Piratenpartei?&#8221;</p>
<p>Seit den erstaunlichen Ergebnissen bei der Europawahl ist die Piratenpartei in aller Munde. Sollte man zumindest meinen. Dass dem nicht zwangsläufig so sein muss, beweist unsere Straßenumfrage. Denn mit der Frage &#8220;Was hältst du von der Piratenpartei?&#8221; wusste so mancher Passant nicht unbedingt etwas anzufangen. Abseits durchaus fundierter Meinungen, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/piraten-die-aus-somalia">Piraten? Die aus Somalia?!?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/piraten-die-aus-somalia"><img class="alignright size-medium wp-image-1882" title="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Schild_-Kostenloser_Hoertest--300x225.jpg" alt="Schild_-Kostenloser_Hoertest-" width="300" height="225" /></a>Umfrage: &#8220;Was hältst du von der Piratenpartei?&#8221;</strong></p>
<p>Seit den erstaunlichen Ergebnissen bei der Europawahl ist die Piratenpartei in aller Munde. Sollte man zumindest meinen. Dass dem nicht zwangsläufig so sein muss, beweist unsere Straßenumfrage. Denn mit der Frage &#8220;Was hältst du von der Piratenpartei?&#8221; wusste so mancher Passant nicht unbedingt etwas anzufangen. Abseits durchaus fundierter Meinungen, wurden die Polit-Piraten da mal eben mit echten Freibeutern verwechselt. Andere wiederum nutzten die Gelegenheit kurzerhand für ein Anti-Piraterie/Pro-Künstler-Manifest.</p>
<p>Weder der Name noch die Inhalte der Piratenpartei scheinen also bislang wirklich beim gemeinen Bürger angekommen zu sein. Aber hört selbst!</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="27" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="playerMode=embedded" /><param name="src" value="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/medienblick-bonn.de_-_Podcast_-_Umfrage_Piratenpartei.mp3" /><param name="wmode" value="window" /><param name="quality" value="best" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="27" src="http://www.google.com/reader/ui/3247397568-audio-player.swf?audioUrl=http://medienblick-bonn.podspot.de/files/medienblick-bonn.de_-_Podcast_-_Umfrage_Piratenpartei.mp3" quality="best" wmode="window" flashvars="playerMode=embedded" bgcolor="#ffffff"></embed></object></p>
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		<title>Wohnen nach Wunsch?</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/wohnen-nach-wunsch</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:32:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Cordula Luckassen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[VOX]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnen]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Ein typischer Tag in den Semesterferien: Geplant war eine Schwimmbadtour mit meiner besten Freundin in Köln. Dort sind wir allerdings nie angekommen. Stattdessen zielloses Bummeln in der Essener Innenstadt. Erschlagen vom schwülen Wetter und müde von lauter Freizeit und Sonne, öffnete ich am Abend nichtsahnend die Tür zu meiner Essener Wohnung. Ich freute <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/wohnen-nach-wunsch">Wohnen nach Wunsch?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong>Ein typischer Tag in den Semesterferien: Geplant war eine Schwimmbadtour mit meiner besten Freundin in Köln. Dort sind wir allerdings nie angekommen. Stattdessen zielloses Bummeln in der Essener Innenstadt. Erschlagen vom schwülen Wetter und müde von lauter Freizeit und Sonne, öffnete ich am Abend nichtsahnend die Tür zu meiner Essener Wohnung. Ich freute mich darauf, zu duschen, endlich meinen mit Pizza bekleckerten weißen Rock auszuziehen und auf dem Sofa rumzuliegen. Doch nicht meine Mitbewohnerin stand vor mir, sondern ein 12-köpfiges Fernsehteam.<span id="more-1399"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich starrte unbedarft mitten in die Linse einer riesigen Fernsehkamera. Nachdem mein Gesicht ein dezentes Knallrot angenommen hatte und ein Fluchtversuch Treppe abwärts gescheitert war, war ich nun unbeabsichtigt Mittelpunkt der Deko-Soap “Wohnen nach Wunsch” (VOX). Beworben hatte sich dort meine Mitbewohnerin mit meiner Tagesbegleitung als Lockvogel und mir als &#8220;Überraschungs-Opfer&#8221;. Nun stand die Moderatorin Enie van de Meiklokjes mit einem breiten Grinsen im Gesicht in meiner Wohnung.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Eine neue Küche für 7.000 Euro</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Noch bevor ich mich von diesem Schock erholen konnte, bekam ich Enies weißen Schal um die Augen gebunden und wurde von der dauergrinsenden Ex-Viva-Moderatorin in die Küche geführt. Dort angekommen erwartete mich eine nagelneue Küche. Ein neuer Laminatboden, neue Küchengeräte, Regale, Geschirr, alles war neu und blitzte Ton in Ton im Scheinwerferlicht der Fernsehkameras. Möbel, laut Moderatorenteam eigens für uns angefertigt, eine Wand Rot und Rosa gestrichen &#8211; alles zusammen kostete rund 7.000 Euro, die wir natürlich nicht bezahlen mussten.</p>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich sprachlos, blöderweise aber permanent nach meiner Meinung gefragt und auf Anzeichen von Begeisterung wartend, lauerte die Kamera auf mich, wobei ich meine Freude und Überraschung über den neuen Kochbereich nur sehr eintönig bekunden konnte. Alles, was ich vor der Kamera herausbrachte waren im Nachhinein eher peinlich eintönige Ausrufe wie &#8220;oh, cool!&#8221; und &#8220;wie geil!&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Lockvogel-Freundin hatte ganze Arbeit geleistet und mich den ganzen Tag lang beschäftigt. Ich war wirklich völlig ahnungslos gewesen und deshalb umso überraschter von dem medialen Überfallkommando. Obwohl auch die alte Küche noch gut in Schuss war, freute ich mich natürlich über die neue Kochoase. Am nächsten Tag musste ich dann noch einmal für die Kameras parat stehen. Das “Ablenkungsmanöver” musste noch nachgestellt werden. Um &#8220;Filmfehlern&#8221; vorzubeugen, mussten dieselben Klamotten her &#8211; wohlgemerkt inklusive Pizzasauce -, was meiner ohnehin schon mangelhaften Rampensau-Mentalität wirklich nicht förderlich war.</p>
<p style="text-align: justify;">Dann ging es ab in die Essener Innenstadt – Shoppen, was Frauen dem Klischee nach eben so tun, wenn sie Zeit haben! Was in der TV-Sendung so aussieht, als wäre es am gleichen Tag gedreht worden, bedeutete Begrüßungsumarmungen auf Anweisung, schlendern über den Essener Campus, an dem ich gar nicht studierte und kleine Äste vor die Linse halten, damit die scheinbar heimliche Observierung überzeugend wirkt&#8230; Enie war natürlich nicht dabei, die musste ja schon wieder eine neue Wohnung umdekorieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Überraschung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Einige Wochen später schaute ich mir mit Freunden die besagte Folge “Wohnen nach Wunsch” an. Die Hauptdarsteller waren natürlich wir. Ein wenig erstaunt betrachtete ich die Aufnahmen, die während meiner Abwesenheit in unserer Wohnung gedreht wurden. Die Küche sah auf einmal viel heruntergekommener aus als sie eigentlich gewesen war. Küchenschränke hingen plötzlich schräg an der Wand, Schranktüren klapperten und drohten bei der kleinsten Erschütterung aus der Verankerung zu fallen, kein fließendes Wasser und überall Dreck. Beachtlich, dachte ich, was das Fernsehen so alles macht, um die eigene Arbeit noch gelungener darzustellen. Sicher war eine neue Küche nicht das Schlechteste, aber die alten Möbel zu demolieren und anschließend auf unseren Speicher zu schmeißen, hielt ich für ein wenig übertrieben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und was bleibt von so einem Fernsehabenteuer übrig? Sicher habe ich mich riesig über eine kostenlose Küche gefreut, wer würde das nicht? Abgesehen davon bleibt für mich die Erkenntnis, dass gerade solche Deko-Soaps nur funktionieren können, wenn man es mit der Realität nicht so ernst nimmt. Dieser Umstand verwundert mich wenig, so wurde mit der &#8220;speziell für unsere WG maßangefertigten Küche&#8221; übrigens einige Wochen später auf VOX eine andere Familie überrascht.</p>
<p style="text-align: justify;">Mittlerweile bin ich aus der Wohnung ausgezogen, ohne Küche selbstverständlich. In meiner neuen Wohnung stand ich also ohne tolle Kochoase da. Die alte Küche konnte man ja nicht mehr gebrauchen. Doch bei der immer noch andauernden Flut an derartigen Deko-Soaps ließe sich sicher noch ein TV-Sender finden, der mir eine neue Küche oder besser gleich ein ganz neues Haus im individuellen IKEA-Stil spendiert! Wenn ich ehrlich bin, reicht mir meine einmalige Erfahrung mit einer Aufmöbel-Sendung aber völlig aus.</p>
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		<title>Der schlafende Riese</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:32:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marius Gutowski</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Flatrate]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="TEXT-ALIGN: justify">Wenn im hiesigen Web 2.0 eine Branche besonders gelitten hat, dann ist es zweifelsohne das Musikbusiness. Nach vielen goldenen Jahrzehnten steckt es nun in der Krise. Was für den Konsumenten durch das beliebte Filesharing ein Segen ist, ist für Plattenfirmen und Künstler ein Fluch.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Zu spät hat man erkannt, wie wichtig das Internet <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/der-schlafende-riese">Der schlafende Riese</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="TEXT-ALIGN: justify"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/der-schlafende-riese"><img class="alignright size-medium wp-image-1773" title="P1030715" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/P1030715-279x300.jpg" alt="P1030715" width="285" height="246" /></a>Wenn im hiesigen Web 2.0 eine Branche besonders gelitten hat, dann ist es zweifelsohne das Musikbusiness. Nach vielen goldenen Jahrzehnten steckt es nun in der Krise. Was für den Konsumenten durch das beliebte Filesharing ein Segen ist, ist für Plattenfirmen und Künstler ein Fluch.</strong><span id="more-1379"></span></p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Zu spät hat man erkannt, wie wichtig das Internet für den Musikmarkt ist. Dass das Runterladen bei einer Tauschbörse rein rechtlich gesehen mit dem Klau einer CD im Laden gleichgesetzt wird, ist bei vielen Usern nicht angekommen. Zwar sind die Strafen überaus drastisch, doch gelingt es bei Weitem nicht alle Sünder zu fassen. Strafen dienen  für den geneigten Downloader kaum zur Abschreckung.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify"><strong>Die Musik Flatrate</strong></p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Was also tun? Portale wie iTunes zeigen, dass noch nicht alles verloren ist. So konnte Apples Online Store erst vor wenigen Wochen den achtmilliardsten Download als Meilenstein verzeichnen. Und trotzdem dürfte die Dunkelziffer illegaler Downloads weit darüber liegen. Hinzu kommt der Nachteil, dass man über Songs aus dem iTunes Store nur limitiert verfügen darf. Das Erstellen einer unbegrenzten Anzahl von gebrannten Datenträgern ist also nicht möglich.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Redet man von neuen Vertriebsmöglichkeiten um die Inflation des Kulturgutes (Pop-)Musik zu stoppen, fällt seit längerer Zeit der Begriff <em>Musik Flatrate. </em>Was damit gemeint ist, dürfte im Groben klar sein: Der User bezahlt im Monat einen gewissen Betrag und hat dafür unbeschränkten Zugang zu allen verfügbaren Songs.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Dass dieses Modell auch Fragen aufwirft, liegt auf der Hand. Wer bestimmt den festen Betrag und wie hoch darf dieser sein? Wie werden die Gebühren dann an die Künstler weiterverteilt und wie kriegt man all die Labels unter einen Hut? Dass niemand seinen Musikgeschmack nach dem Label ausrichtet, dürfte jedem klar sein.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify"><strong>Erste Gehversuche der Anbieter</strong></p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Erste Ansätze gibt es bereits. Der einst so verteufelte Anbieter Napster bietet für gut zehn Euro im Monat unbeschränkten Zugang auf acht Millionen Songs an. Ein weiteres interessantes Modell ist das von MusicMonster.FM. Dort zahlt man sogar noch ein bisschen weniger. Man darf sich aus Onlineradios Songs im 1:1 Stream aufzeichnen und auf die Festplatte exportieren.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Auch der lange Zeit schlafende Riese Universal wartet jetzt mit einer DSL  Musik Flatrate auf. Sie wird derzeit mit einem Internetanbieter in England getestet. Hier zahlt man auf die Internet Flatrate des Anbieters Virgin Media noch einige Pfund drauf. Dann darf man sich bei allen Künstlern von Universal frei bedienen.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Der Erfolg ist fraglich. Doch Universal beteuert, weitere Majorlabels ins Boot holen zu wollen. Ein Problem dürfte dies dann vor allem für die kleinen Independetlabels werden. Sie bekommen kein Stück vom großen Kuchen ab, weil die Majors ihr Ding alleine durchziehen.</p>
<p style="TEXT-ALIGN: justify">Alles in allem ist die Idee einer Musik Flatrate sicherlich äußerst zu befürworten. Der Konsument könnte bei einem bezahlbaren Preis als großer Gewinner dastehen. Fakt ist aber auch, dass die ganze Geschichte eben erst interessant wird, wenn sich alle Labels an einen Tisch setzen. Sie müssen einen Katalog anbieten, der auch den noch so außergewöhnlichsten Musikgeschmack abdecken kann.</p>
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		<title>Nur mal kurz versammeln und 10.000 Hamburger bestellen</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Sep 2009 16:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stephanie Haupt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Oktober 2009: Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Flashmob]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wie aus dem Nichts tauchen sie an öffentlichen Plätzen auf &#8211; Menschenansammlungen, die etwas Skurriles und für Unbeteiligte höchst Irritierendes veranstalten. Hunderte fallen bei einer Fastfood-Kette ein, um alle gleichzeitig einen Hamburger zu bestellen, applaudieren ohne Grund mehrere Sekunden lang, oder legen sich spontan gemeinsam auf den Boden. Genauso schnell, wie sie gekommen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/nur-mal-kurz-versammeln-und-10-000-hamburger-bestellen">Nur mal kurz versammeln und 10.000 Hamburger bestellen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/oktober-2009/nur-mal-kurz-versammeln-und-10-000-hamburger-bestellen"><img class="alignright size-medium wp-image-1888" title="Burger_Perfect" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/09/Burger_Perfect-225x300.jpg" alt="Burger_Perfect" width="225" height="300" /></a>Wie aus dem Nichts tauchen sie an öffentlichen Plätzen auf &#8211; Menschenansammlungen, die etwas Skurriles und für Unbeteiligte höchst Irritierendes veranstalten. Hunderte fallen bei einer Fastfood-Kette ein, um alle gleichzeitig einen Hamburger zu bestellen, applaudieren ohne Grund mehrere Sekunden lang, oder legen sich spontan gemeinsam auf den Boden. Genauso schnell, wie sie gekommen sind, lösen sich die Massen auch wieder auf, als wäre nichts geschehen. Und das alles vor unwissenden Passanten. Organisiert wird das Ganze via E-Mails, Social Networks á la StudiVZ oder per Mobiltelefon. Flash-Mob nennt sich dieses Gesellschaftsspiel, das inzwischen zu einem weltweiten Phänomen geworden ist. Doch seit wann gibt es den Trend zum öffentlichen Flashmobbing überhaupt?<span id="more-1428"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Flashmobs sind in Deutschland derzeit in aller Munde. Doch so neu ist die Idee gar nicht. Erste Überlegungen zu diesem gesellschaftlichen Phänomen wurden bereits 2002 durch den amerikanischen Sozialwissenschaftler Howard Rheingold angestellt, der bereits in seinem Buch <em>Smart Mobs: The Next Social Revolution</em> auf das Potenzial sozialer Massen verwies.<strong><em> </em></strong>Bill Wasik, Chefredakteur des New Yorker <em>Harper&#8217;s Magazine</em>, nahm diese Idee auf und rief im Sommer 2003 zum ersten Flashmob auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Aufruf verbreitete sich per E-Mail wie ein Lauffeuer. So kamen mehr als hundert Menschen in ein Kaufhaus in Downtown Manhattan, um sich angeblich gemeinsam einen „Liebesteppich“ zu kaufen.<strong> </strong>In New York folgten daraufhin schnell weitere Aktionen. Eine Gruppe  versammelte sich in eine Hotel-Lobby, um dort unvermittelt 15 Sekunden tosend zu applaudieren. Andere stürmten ein Schuhgeschäft, um sich als Touristen auszugeben. Wieder ein anderer Flashmob geschah im Central Park und ahmte Vogelgezwitscher nach.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Flashmobs werden weltweit zum Renner</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ausgehend von den USA verbreitete sich der neue Trend schnell nach Europa, Australien und Asien.<em> </em>Der erste Flashmob in Europa ereignete sich im Juli 2003 in Rom, als 300 Leute einen Musik- und Buchladen “stürmten”, um nach nicht vorhandenen Produkten zu fragen. Nachdem die ersten Aktionen ein großes Medieninteresse erzeugten, ebbte die Welle der Flashmobs vorerst wieder ab. Doch nur wenig später entdeckten politische Organisationen das Format für sich. So tauchte das Phänomen erneut in den Medien auf und inspirierte diverse Nachahmer. Die Zahl der reinen Spaß-Flashmobs stieg erneut.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf das steigende Interesse verweist auch  die Kurve von Google Trends, die seit Beginn 2008 deutliche Zuwächse in Bezug auf die Suchanfragen für den Begriff “Flashmob” aufweist. Seitdem haben sich zahlreiche unterschiedliche Flashmob-Arten entwickelt. So gibt es beispielsweise den <em>Frozen Flashmob</em>, bei dem die Flashmobber zu einem festgelegten Zeitpunkt bzw. auf ein bestimmtes Signal wie versteinert stehen bleiben, bis sich der Flashmob wieder auflöst, oder aber den <em>Naked Flashmob</em>, bei dem sich die Teilnehmer nackt oder spärlich bekleidet in der Öffentlichkeit unters Volk mischen. Besonderes Aufsehen erregte ein sogenannter <em>Food Flashmob</em> im März 2008 am Berliner Ostbahnhof, wo mehrere Hundert Menschen eine Fastfood-Kette stürmten und mit ihrer Bestellung von mehr als 10.000 Burgern sogar ein Weltrekord aufstellten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine weitere Spielart ist der <em>Silent Flashmob</em>, der häufig in der Form von <em>Silent Discos</em> veranstaltet wird. So versammelten sich beispielsweise im Frühjahr 2006 etwa 4000 Teilnehmer in Londoner U-Bahn-Stationen, um ausgelassen zu der Musik zu tanzen, die sie über ihren MP3-Player hörten. Ein ähnliches Ereignis in Washington D.C. erreichte große Aufmerksamkeit, weil erstmals eine Flash-Mobberin aufgrund ihres lautlosen Tanzens vor dem Jefferson Memorial von der Polizei abgeführt wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders großer Beliebtheit erfreut sich der<strong> </strong><em>Pillow Fight Flashmob</em>. Anlässlich des jährlich stattfindenden internationalen Pillow Fight Day versammelten sich im März 2008 erstmals in über 25 Städten, von Amsterdam über Dubai, London, Los Angeles und Shanghai bis nach Sydney, Tausende von Menschen um eine gigantische Kissenschlacht abzuhalten. Mit über 5000 Teilnehmern allein in New York markiert diese Aktion den bis dato größten Flashmob.</p>
<p style="text-align: justify;">Während Flashmobs ursprünglich als rein private Spaßveranstaltung gedacht waren, haben mittlerweile auch Firmen und Unternehmen die Idee als Marketingzweck für sich entdeckt. Aufgrund der einfachen Durchführbarkeit und dem geringen Budgetaufwand werden viele Flashmobs in Zukunft sicherlich werblich motiviert sein.<strong><em> </em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Man darf gespannt sein, welche Aktionen den Flashmobbern auf der ganzen Welt noch einfallen werden!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Stephanie Haupt</strong></p>
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