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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Februar 2010: Kunst, Musik &amp; Sinne</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Berlinale-Filmkritik: Friedensschlag &#8211; Jahr der Entscheidung</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 11:25:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.</p>
<p>Von Carolin Gattermann</p>
<p style="text-align: justify;">Kiffen, stehlen, schlagen, pöbeln &#8211; so sieht die Welt der fünf Jugendlichen aus, deren Geschichte in dem Dokumentarfilm gezeigt wird. Die jungen Männer stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Gefängnis oder Maßnahmenprogramm, die letzte Chance?</p>
<p style="text-align: justify;">Und so boxen sich die Problemfälle <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-friedensschlag-jahr-der-entscheidung">Berlinale-Filmkritik: Friedensschlag &#8211; Jahr der Entscheidung</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-friedensschlag-jahr-der-entscheidung"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4396" title="friedensschlag, quelle_boomtownmedia.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/friedensschlag-quelle_boomtownmedia.de_-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
<p><strong>Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.</strong><span id="more-4382"></span></p>
<p><em>Von Carolin Gattermann</em></p>
<p style="text-align: justify;">Kiffen, stehlen, schlagen, pöbeln &#8211; so sieht die Welt der fünf Jugendlichen aus, deren Geschichte in dem <a href="http://www.friedensschlag.de/" target="_blank">Dokumentarfilm</a> gezeigt wird. Die jungen Männer stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Gefängnis oder Maßnahmenprogramm, die letzte Chance?</p>
<p style="text-align: justify;">Und so boxen sich die Problemfälle im wahrsten Sinne des Wortes durch ein hartes Jahr voller Erfolge, Rückschläge und Einsichten. Immer an ihrer Seite sind die beiden Coaches der Work and Box Company. Mit viel Einfühlungsvermögen, aber zuweilen auch einem rauhen Ton, begleiten sie ihre Schützlinge durch das straffe Programm. Werden sie den wichtigsten Kampf, den gegen sich selbst, gewinnen?</p>
<p style="text-align: justify;">Bereits Ende der Neunziger Jahre befasst sich der Regisseur und Kameramann Gerado Milzstein intensiv mit dem Thema Jugendgewalt. Zur Realisierung seines Herzensprojektes kommt es 2005 in Zusammenarbeit mit den Initiatoren der Work and Box Company. Wem beim Lesen der Zusammenfassung die Bilder vom Bändigen fluchender aggresiver Teenies in diversen Doku-Soaps in den Sinn kommen, der sei beruhigt. Geflucht und provoziert wird zwar auch <a href="http://www.friedensschlag.de/" target="_blank">hier</a>, jedoch sorgt der emotionale, sehr direkte und überraschend humorvolle Umgang aller Protagonisten miteinander für große Empathie beim Zuschauer.</p>
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		<title>Kunst, Glamour, Party</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:17:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
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		<category><![CDATA[IfK]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Studierende des Instituts für Kommunikationswissenschaft (IfK) der Uni Bonn nutzten die vorlesungsfreie Zeit für eine aufregende, hochinteressante und durchaus auch aus Studiumsperspektive gewinnbringende Exkursion nach Berlin. In Begleitung filmwissenschaftlich kompetenter Dozenten und Dozentinnen durften sich rund 20 Studis auf den internationalen Filmfestspielen austoben. Es warteten aber auch noch einige inoffizielle Highlights&#8230;</p>
<p style="text-align: justify;">In <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/kunst-glamour-party">Kunst, Glamour, Party</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/kunst-glamour-party"><img class="size-medium wp-image-4373 aligncenter" title="Berlinale-Bär, Quelle_www.tour-blog.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/Berlinale-Bär-Quelle_www.tour-blog.de_-234x300.jpg" alt="" width="187" height="240" /></a><strong>Studierende des Instituts für Kommunikationswissenschaft (IfK) der Uni Bonn nutzten die vorlesungsfreie Zeit für eine aufregende, hochinteressante und durchaus auch aus Studiumsperspektive gewinnbringende Exkursion nach Berlin. In Begleitung filmwissenschaftlich kompetenter Dozenten und Dozentinnen durften sich rund 20 Studis auf den internationalen Filmfestspielen austoben. Es warteten aber auch noch einige inoffizielle Highlights&#8230;<span id="more-4372"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">In erster Linie bedeutet ein Besuch auf der Berlinale, zu der dieses Jahr <a href="http://www.rbb-online.de/nachrichten/kultur/2010_02/besucherrekord_bei.html" target="_blank">über 300.000 Besucher</a> kamen, sich in einer der vielen Spielstätten in Berlin die neuesten und besten Kinofilme anzusehen. Insgesamt werden jedes Jahr um die 400 Filme gezeigt, viele davon sind Weltpremieren.  Natürlich ist der Filmwettbewerb, bei dem die besten Filme mit dem Goldenen oder Silbernen Bären ausgezeichnet werden, der Mittelpunkt des 10-tägigen Festivals. Die Wettbewerbsfilme dürfen dabei nicht älter als ein Jahr und noch nicht außerhalb ihres Ursprungslandes aufgeführt worden sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Teilweise primitive Dialoge&#8221;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_4378" class="wp-caption alignright" style="width: 167px"><img class="size-full wp-image-4378 " title="Berlinale-Goldener Bär" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/Berlinale-Goldener-Bär.jpg" alt="" width="157" height="210" /><p class="wp-caption-text">Bild: magazine-deutschland.de</p></div>
<p style="text-align: justify;">Auch die Bonner Studis waren fleißige Cineasten und zeigten sich von vielen der Gewinnerfilme beeindruckt. Mahelia fand vor allem bildliche Realisation von <em>How I ended this summer </em>überwältigend (<a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leitthema-im-februar-kunst-musik-sinne/berlinale-filmkritik-how-i-ended-this-summer" target="_blank">zur Filmkritik &gt;&gt;</a>). <em>Shahada</em> beeindruckte sie auch, &#8220;trotz teilweise primitiver Dialoge&#8221;.  Bei <em>Neukölln Unlimited</em> ist die Studentin ebenfalls mit der Juryentscheidung einverstanden: &#8220;Dieser Film ist eine einzige wunderbare Choreografie, die uns die Worte raubt und uns doch nicht schweigen lässt.&#8221; Linda gefiel besonders der Streifen <em>Alle meine Väter</em> von Jan Raiber <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/berlinale-filmkritik-alle-meine-vater" target="_blank">(zur Filmkritik &gt;&gt;)</a>. Aber auch <em>Jud Süß </em>sei ein guter Film, wobei sie die Geschichte hier zwar nicht als unbedingt originell empfand, aber Bleibtreu als Goebbels sei auf jeden Fall ein Kinobesuch wert.</p>
<p style="text-align: justify;">Nicht so gut fanden die Medienwissenschaftler den französische Film <em>L’autre Dumas </em>(&#8220;die Story ist nett aber zu absehbar&#8221;), die Kurzfilmsektion <em>Shorts 1</em> (&#8220;sehr künstlerisch angehaucht und zu abstrakt&#8221;) oder die drei Stunden Videoinstallationen mit &#8220;verstörenden stroboskopartigen Montagen am Stück&#8221;.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8220;Der Enthusiasmus dieser Filmemacher war sehr inspirierend&#8221;</strong></p>
<div id="attachment_4376" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-4376 " title="Berlinale CG" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/Berlinale-CG1-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Bild: Carolin Gattermann</p></div>
<p style="text-align: justify;">Doch gemütlich Film gucken allein ist auch irgendwie langweilig. Erst die filmschaffenden Stars und Akteure hinter den Kulissen machen das Kribbeln der Berlinale aus. Bei verschieden Veranstaltungen, zum Beispiel in der <a href="http://www.berlinale.de/de/presse/pressemitteilungen/retrospektive/retro-presse-detail_5768.html" target="_blank">Retrospektive</a> oder auf dem <a href="http://www.berlinale-talentcampus.de/" target="_blank">Talent Campus</a>, konnten sich die Bonner Besucher von den Gedanken und Inspirationen namhafter Regisseure oder Schauspielerinnen beeindrucken lassen. Sophie faszinierte besonders das Gespräch mit Hanna Schygulla, die nicht nur rückblickend über ihre Rollen sprach, sondern auch einen feministischen Einblick in ihr Leben bot. Die Diskussion mit Regisseur Tom Tykwer nannten viele als Highlight der Veranstaltung.</p>
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		<title>Berlinale-Filmkritik: Alle meine Väter</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:16:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[alle meine Väter]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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		<category><![CDATA[Jan Raiber]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.</p>
<p>Von Linda Fuhrich</p>
<p style="text-align: justify;">Der Dokumentarfilm schockt mit seiner Authentizität, mit ergreifender Ehrlichkeit und mit dem Mut, den der junge Regisseur Jan Raiber aufbringt. Als Abschlussfilm für die Hochschule dreht Raiber eine Dokumentation über sich selbst, seine Familie und die Suche nach seinem leiblichen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-alle-meine-vater">Berlinale-Filmkritik: Alle meine Väter</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-alle-meine-vater"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4391" title="alle meine väter quelle_festivalblog.com" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/alle-meine-väter-quelle_festivalblog.com_-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
<p><strong>Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.<span id="more-4390"></span></strong></p>
<p><em>Von Linda Fuhrich</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der Dokumentarfilm schockt mit seiner Authentizität, mit ergreifender Ehrlichkeit und mit dem Mut, den der junge Regisseur Jan Raiber aufbringt. Als Abschlussfilm für die Hochschule dreht Raiber eine Dokumentation über sich selbst, seine Familie und die Suche nach seinem leiblichen Vater. Diese Suche führt ihn zunächst zu Uwe, der ebenfalls jahrelang glaubte, dass Jan sein Sohn ist. Doch die Mutter hütet noch ein weiteres Geheimnis und so geht die Suche nach dem wahren Vater weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Nähe zu den Protagonisten und der laienhafte Charakter geben dem Zuschauer das Gefühl ganz unmittelbar an einem Familiengeheimnis teilzuhaben. Raiber drehte mit nur einer Kamera und einer ungewöhnlichen emotionalen Nähe. Keine Szene wurde wiederholt, alles ist so, wie es sich tatsächlich abgespielt hat.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Alle meine Väter</em> ist ein Film, der unter die Haut geht und zeigt, wie schwer es ist mit den Menschen zu sprechen, die einem am nächsten stehen.</p>
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		<title>Berlinale-Filmkritik: How I ended this summer</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Feb 2010 10:10:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Berlinale]]></category>
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		<category><![CDATA[How I ended this summer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.Von Mahelia Hannemann</p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;How I ended this summer&#8221; ist ein sehr beeindruckender Film, der wieder einmal beweist, dass eine gute Story keine großen Worte braucht. Zwei Männer arbeiten auf einer Wetterstation in der Arktis und lernen miteinander auszukommen. Der eine ist <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-how-i-ended-this-summer">Berlinale-Filmkritik: How I ended this summer</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/berlinale-filmkritik-how-i-ended-this-summer"><img class="aligncenter size-medium wp-image-4387" title="how i ended this summer, CRight by koktebel film company" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/how-i-ended-this-summer-CRight-by-koktebel-film-company-300x168.jpg" alt="" width="300" height="168" /></a>Studierende der Medienwissenschaft berichten im Medienblick von ihren Eindrücken auf der Berlinale.</strong><span id="more-4384"></span><em>Von Mahelia Hannemann</em></p>
<p style="text-align: justify;">&#8220;How I ended this summer&#8221; ist ein sehr beeindruckender Film, der wieder einmal beweist, dass eine gute Story keine großen Worte braucht. Zwei Männer arbeiten auf einer Wetterstation in der Arktis und lernen miteinander auszukommen. Der eine ist ein eher mürrischer Einsiedler und der andere ein frischer, eigenbrötlerischer Uniabsolvent. Eines Tages erhält der junge Mann über Funk die Nachricht, dass die Frau und das Kind des Einsiedlers bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies ist der Anfang seines inneren Konflikts, denn er traut sich nicht die Nachricht weiter zu geben, aus Angst um sein eigenes Leben. Tatsächlich fürchtet er sich vor seinem unberechenbaren Kollegen, während ihm über Funk immer wieder Druck gemacht wird. Die menschenleere Landschaft, die zunächst atemberaubend schön erscheint, wird sein Gefängnis. Auch die Kälte wird sein Feind als er schließlich vor ihm flüchten muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Jammer, dass die englischen Untertitel teilweise von den beeindruckenden Motiven aus sehr erdigen Farben und sauberen, geometrischen Formen ablenken. Dafür wird in dem russischen Film ohnehin nicht viel gesprochen, weshalb aber auch manche Motivationen nicht ganz zu erschließen sind und den Zuschauer etwas ratlos zurücklassen. Auch wenn der grobe Plot an einen Thriller erinnern mag, so geht es hier vielmehr um eine ausführliche psychologische Studie zweier Männer zwischen Mut und Feigheit in einer Atmosphäre absoluter Eintönigkeit. Letztendlich hätte eine Kürzung des Films auf 90min durchaus keinen Schaden angerichtet und ein paar Flauten im Spannungsbogen verhindert. Trotzdem ist es ein präzise durchdachtes Werk, der einen längeren Blick wert ist.</p>
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		<title>Die Kunst des Schönschreibens</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/februar-2010/die-kunst-des-schonschreibens</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Feb 2010 07:03:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Kalligrafie]]></category>
		<category><![CDATA[Schönschrift]]></category>
		<category><![CDATA[Schreibkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftzeichen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Schneller schreiben, schneller verschicken, schneller verstanden werden. Digitale Buchstaben haben Vorteile. Gerade wir Redakteure des Medienblick wissen sie zu schätzen, denn ohne sie könnte unser Online-Magazin nicht existieren. Aber nichtsdestotrotz lohnt ein Blick hinter die Digitalität in eine analoge Welt voll Schönheit und Präzision: In die Welt der Kalligrafie.
</p>
<p style="text-align: justify;">Von Nadine Preibisch</p>
<p <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/februar-2010/die-kunst-des-schonschreibens">Die Kunst des Schönschreibens</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/februar-2010/die-kunst-des-schonschreibens"><img class="alignleft size-medium wp-image-4361" title="kalligrafie" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/kalligrafie-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Schneller schreiben, schneller verschicken, schneller verstanden werden. Digitale Buchstaben haben Vorteile. Gerade wir Redakteure des Medienblick wissen sie zu schätzen, denn ohne sie könnte unser Online-Magazin nicht existieren. Aber nichtsdestotrotz lohnt ein Blick hinter die Digitalität in eine analoge Welt voll Schönheit und Präzision: In die Welt der Kalligrafie.<span id="more-4359"></span><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Nadine Preibisch</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wer stundenlang im Internet surft, seine E-Mails checkt, Newsletter löscht, Studivz-Nachrichten schreibt, Neuigkeiten twittert und Spiegelonline durchstöbert, wird blind für dasjenige, was hinter dem Inhalt steckt.  Man mag behaupten: Wir sehen die Buchstaben vor lauter Wörtern nicht. Zugegeben: Warum sollte man sich auch mit dem Text an sich, den Formen von Buchstaben auseinander setzen? Die Schriftarten im Internet sind ohnehin zu großen Teilen auf Verdana oder Times beschränkt. Varianz ist kaum auffindbar in den Weiten des WWW.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unser Auge ist blind geworden für Schrift</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schade. Denn der Buchstabe als kleinster Teil eines Textes, kann sehr wohl unserem Auge gefallen. Dafür bedarf es aber Zeit. Buchstabenanschläge in der Minute beeindrucken niemanden in der Kalligrafie. Ich will euch nicht den Wind aus den Segeln nehmen, doch ist Geduld das A und O. Ein Kalligraf kann nicht erst den Text niederschreiben und nachher formatieren oder wenn nötig, die Schriftgröße skalieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gut Ding will Weile haben<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Kalligraf muss seinen Vorgang im Vorfeld gründlich planen: Er überlegt sich, wie viele Worte er auf eine Zeile schreiben wird und wie viele Zeilen daraus entstehen sollen. Dann wird mit Bleistift und Lineal ein dünnes Hilfslinienraster aufgezeichnet, damit die Buchstaben geradlinig verlaufen. Niemand möchte ein Endergebnis erhalten, das aussieht, als sei es von einem Grundschüler gezeichnet, sondern es soll eine anspruchsvolle Niederschrift entstehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu Recht trägt die Kalligrafie den Beinahmen „Kunst“. Planung, Ausführung und Nachbearbeitung sind wesentliche Arbeitsschritte, die uns durch Computersoftware im alltäglichen Schriftverkehr so nicht mehr beschäftigen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kalligrafie als Liebe am chinesischen Schriftzeichen?<span style="font-weight: normal;"> </span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignright size-medium wp-image-4360" title="medienblick_Kalligrafie" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/medienblick_Kalligrafie-300x188.jpg" alt="" width="300" height="188" />Aber wieso praktiziert man noch Kalligrafie? Sie raubt doch Zeit und ist mühsam. Liegt es an der Beliebtheit Chinas, der Faszination des Fremden? Nicht nur, aber auch. Tatsächlich gibt es zahlreiche Kurse, die ihren Teilnehmern das Zeichnen chinesischer Schriftzeichen lehren. Doch auch das Deutsche bietet eine Unmenge von Schriftgruppen, Schriftarten und letztlich Schriftschnitten. Die Medienblickkalligrafie (rechts) wurde mit Tusche und Feder in einer Gotischen Schriftart gezeichnet, so wie auch die Mönche in Klöstern früher geschrieben haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Liebe zur Fremdheit ist aber nur die eine Seite der Medaille. Der zweite Grund, warum es sich lohnt, eine Handschrift zu erlernen, ist das Staunen. Man macht dem Empfänger einer mit Kalligrafie verzierten Karte eine große Freude und drückt seine Wertschätzung aus. Wer sich so viel Arbeit macht, der hat mich gern. Besonders gut ist die Kunst des Schönschreibens für Geburtstagskarten oder Einladungen geeignet oder einfach für zwischendurch, um den besten Freund zu begeistern. Probier es aus! Aber bring Zeit mit.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>In Treatment: Selbstreflexion auf allen Ebenen</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/in-treatment-selbstreflexion-auf-allen-ebenen</link>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 17:12:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[TV&co.]]></category>
		<category><![CDATA[3sat]]></category>
		<category><![CDATA[der Therapeut]]></category>
		<category><![CDATA[Hagai Levi]]></category>
		<category><![CDATA[In Treatment]]></category>
		<category><![CDATA[Psychoanlayse]]></category>
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		<category><![CDATA[TV-Serie]]></category>

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		<description><![CDATA[
<p class="wp-caption-text">Trailer zu &#34;In Treatment&#34; (Klick zum Video)</p>
<p>Seit dem 15. Februar präsentiert uns der Kultursender 3sat die erfolgreiche und fiktive Psychotherapie-Serie „In Treatment“ (mit einem gewohnt deutsch-dummen Zusatz – der Therapeut). Eine Serie, die mit minimalem Aufwand eine ganze Menge Wahres zeigt.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Von Max Link</p>
<p style="text-align: justify;">Psychoanalyse und Film, die nahe Verwandtschaft dieser beiden <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/in-treatment-selbstreflexion-auf-allen-ebenen">In Treatment: Selbstreflexion auf allen Ebenen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4251" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.youtube.com/watch?v=vz0QnEyiJno"><br />
<a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/in-treatment-selbstreflexion-auf-allen-ebenen"><img class="size-medium wp-image-4251 " title="max link_in treatment" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/max-link_in-treatment-300x152.jpg" alt="" width="300" height="152" /></a></a><p class="wp-caption-text">Trailer zu &quot;In Treatment&quot; (Klick zum Video)</p></div>
<p><strong>Seit dem 15. Februar präsentiert uns der Kultursender 3sat die erfolgreiche und fiktive Psychotherapie-Serie „In Treatment“ (mit einem gewohnt deutsch-dummen Zusatz – der Therapeut). Eine Serie, die mit minimalem Aufwand eine ganze Menge Wahres zeigt.</strong></p>
<p><strong><span id="more-4250"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Max Link</em></p>
<p style="text-align: justify;">Psychoanalyse und Film, die nahe Verwandtschaft dieser beiden Phänomene ist nun nichts Neues. Wenn jetzt Lacans Psychoanalyse herangezogen wird, um einen David Lynch-Film zu interpretieren, oder wenn Woody Allen in einem seiner (vielen, vielen) Filme <a href="http://www.youtube.com/watch?v=8ZZtPLZcmEs" target="_blank">zum „shrink“ geht</a> – dann kommt einem das bekannt vor. Der Springer Verlag gab im Jahr 2008 sogar ein Buch heraus, in dem anerkannte Psychoanalytiker 30 Filmcharaktere auf ihre psychischen Störungen hin untersuchen. So konsequent allerdings wie in der israelischen Serie „BeTipul“ (engl.: In Treatment) wurden Film/Fernsehen und Psychologie bisher nicht verbunden. Die Serie entstammt der Feder des israelischen Autors und Regisseurs Hagai Levi, und wurde von dem amerikanischen Fernsehsender <a href="http://www.hbo.com/in-treatment/index.html" target="_blank">HBO für „In Treatment“ </a>beinahe exakt übernommen, vielleicht ein wenig amerikanisiert und neu besetzt, wie man das eben so macht.</p>
<div id="attachment_4253" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><img class="size-thumbnail wp-image-4253" title="gabriel byrne als dr. paul weston" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/gabriel-byrne-als-dr.-paul-weston1-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Seelenklempner Dr. Paul Weston. Bildquelle: hbo.com</p></div>
<p><strong>Ein kleines Drama im Drama</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Setting der Serie ist denkbar einfach und wie folgt: Gabriel Byrne (bekannt aus „The Usual Suspects“) spielt den Psychotherapeuten Dr. Paul Weston. Diesen sieht man stets in seiner Praxis, die Teil seines Hauses ist, was wiederum hin und wieder für Gastauftritte seiner Familienmitglieder sorgt. Diese werden allerdings umgehend von Paul entfernt, sobald einer seiner fünf Patienten, darunter auch ein Pärchen, an die Türe der Praxis klopft (eine Klingel besitzt er anscheinend nicht, wie heimisch). Dann setzt der Hauptteil ein: Das Gespräch mit dem Patienten. Jede Folge endet, wie ein kleines Drama im Drama, mit der Verabschiedung, die mal herzlich, mal weniger herzlich, mal abrupt verläuft. Ganz so wie im echten Leben.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Interessante an der Serie ist nun ihr Understatement. Erzählzeit und erzählte Zeit (22 beziehungsweise 30 Minuten) sind beinahe identisch, die Serie spielt hierbei auch mit der Fernseh-Zeit-Rezeption der Seher, also spielt mit den Ungenauigkeiten. Sound wird sehr dezent eingesetzt, und meist nur in Form eines Summens, Musik kommt kaum vor. Dann gibt es eine feste Anzahl an Charakteren, pro Wochentag ein Patient, beziehungsweise Patientenpaar, die der Serie durch die Staffeln hindurch treu bleiben. Auch hierbei nutzt die Serie wieder geschickt ihr Medium: Das Fernsehen. Es suggeriert uns eine alltägliche Kontinuität. Ein Wochentag, eine Folge, am Wochenende kommt der Spielfilm. (Leider ungünstig ist die Programmwirtschaft im 3sat, die dadurch, dass sie jeweils Doppelfolgen zeigt, dieses Spiel der Ebenen zerstört.)</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Psychoanalytische Klassiker</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schon in der ersten Episode, also am fiktiven Montag, kommt es zum psychoanalytischen Klassiker: Patient, weiblich, attraktiv, verliebt sich in den Therapeuten und begehrt ihn sexuell. Doch der Therapeut Paul, seinerseits männlich, reif, ruhig, charmant und leicht melancholisch,  bleibt souverän. Vorerst. Dienstags schaut dann ein vom Irakkrieg traumatisierter, aber dennoch sehr maskuliner Soldat vorbei, mittwochs ein 16-jähriges Mädchen mit Selbstmordgedanken, donnerstags ein über ein noch ungeborenes Kind zerstrittenes, ungleiches Paar.</p>
<div id="attachment_4254" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><img class="size-thumbnail wp-image-4254" title="In Treatment_Gina" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/In-Treatment_Gina-200x150.jpg" alt="" width="200" height="150" /><p class="wp-caption-text">Eine alte Bekannte: Gina (Dianne Wiest) therapiert den Therapeuten. Bildquelle: hbo.com</p></div>
<p style="text-align: justify;">Um die völlige Selbstreflexion perfekt zu machen, fehlt nun noch der äußerst geschickt inszenierte Freitag. Dies ist nämlich der Tag, an dem Dr. Paul Weston selbst zur Therapie geht. Diese Doppelperspektive ist wie ein Blick, der hinter die Kulissen geht. Von Montag bis Donnerstag stellt der Psychotherapeut seinen Patienten fragen, was er sich dabei denkt, bekommt man als Zuschauer nicht mit. Man muss sich seine Gedanken schon selbst denken. Freitag ist der Tag, an dem er sich Luft macht, sich mitteilt, ja, seine aufgestauten Aggressionen raus lässt. Auf dem Therapeutenstuhl (ein Freudscher Versetzer: bei der ersten Sitzung nimmt Paul beinahe auf dem falschen Stuhl Platz) sitzt nun Gina, eine altbekannte Kollegin Pauls. Paul erzählt Gina von seinen Problemen, seinen allzu menschlichen Ängsten, und sieht ihr dabei direkt ins Gesicht; sieht dabei direkt: in die Kamera. Als Zuschauer hat man nun endlich die Möglichkeit seine Analysen mit denen des „richtigen“ Therapeuten abzugleichen. Psychoanalyse als heiteres Ursachenraten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kunst des Erzählens</strong></p>
<p style="text-align: justify;">„In Treament“ trifft einen dem Film in diesem Sinne eher unbekannten Schnittpunkt zwischen Abbilden und Einbilden. Als Zuschauer bekommt man zwar ein Bild – zwei Menschen sitzen sich gegenüber und reden – vorgeführt, aber die zweite Bildebene, die der gerade erzählten Geschichte des Patienten entspricht, muss der Zusehende selbst in seinem Kopf ablaufen lassen. Er schlüpft in diesem Moment in die Rolle des Therapeuten, des Fragenstellers, oder anders gesagt, des Lesers. Wo wir eine Rückblende, und damit ein Abwechseln der Bilder, gewohnt sind, bleibt die Kamera hier im wahrsten Sinne des Wortes ganz nah bei dem Erzählenden. Denn darum geht es schließlich bei „In Treatment“: ums über sich selbst erzählen, und darum, wie man das eigentlich macht, Erzählen.</p>
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		<title>Mexikanische Boulevardzeitungen: Grausame Berichterstattung</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 12:59:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Berichterstattung in Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[cristina sánchez]]></category>
		<category><![CDATA[Mexiko]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>

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<p class="wp-caption-text">„Horror am Strand!“ Das grausame Bild einer angeschwemmten Leiche erstreckt sich über die gesamte Titelseite der Boulevardzeitung La Prensa vom 6. Januar 2010. </p>
<p style="text-align: justify;">Das Bild einer halb verwesten Leiche auf dem Titelblatt einer Zeitung und dazu die Überschrift „Horror am Strand!“, das schockiert. Noch schockierender ist, dass neben dem schaurigen Bild, Name <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/mexikanische-boulevardzeitungen-grausame-berichterstattung">Mexikanische Boulevardzeitungen: Grausame Berichterstattung</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_4111" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><br />
<a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/mexikanische-boulevardzeitungen-grausame-berichterstattung"><img class="size-medium wp-image-4111" title="krummenauer mexiko 1" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/krummenauer-mexiko-11-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">„Horror am Strand!“ Das grausame Bild einer angeschwemmten Leiche erstreckt sich über die gesamte Titelseite der Boulevardzeitung La Prensa vom 6. Januar 2010. </p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Bild einer halb verwesten Leiche auf dem Titelblatt einer Zeitung und dazu die Überschrift „Horror am Strand!“, das schockiert. Noch schockierender ist, dass neben dem schaurigen Bild, Name und Alter der Leiche abgedruckt sind. Und was am meisten schockiert, ist die Tatsache, dass diese Art von unzensierter Berichterstattung in Mexiko etwas völlig Normales ist.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><span id="more-4109"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em>Von Linda Krummenauer</em></p>
<p style="text-align: justify;">Ob Unfälle oder Straftaten, Tag für Tag finden sich grausame Berichte mit persönlichen Daten von Opfern und Tätern in den Zeitungen. Namen, Alter und häufig auch die Adressen der Beteiligten werden stets genannt. Die Wahrung der Privatsphäre ist weder zum Schutz der Opfer und ihrer Angehörigen, noch den Tätern gegenüber gegeben. Diese Seite des mexikanischen Journalismus findet in den hiesigen Medien keine Beachtung, kennen wir doch nur eine mit dem Ruf der Korruption behaftete, staatlich kontrollierte Presse in Mexiko. Neuigkeiten über den tobenden Drogenkrieg und zahlreiche Journalistenmorde kommen auf die Nachrichtenagenda. Völlig zu recht, aber wie steht es mit der Pietät?</p>
<p style="text-align: justify;">Rodrigo C. aus dem Bundesstaat Veracruz an der Golfküste von Mexiko erzählt, sein Cousin sei der Vergewaltigung und des Mordes an einer Vierzehnjährigen angeklagt. Rodrigo C., wie auch seine ganze Familie, wird oft von Leuten auf der Straße auf den Vorfall hin angesprochen. Ständig bekommt er Anrufe, muss Anschuldigungen und Beschimpfungen über sich ergehen lassen, dass sein Cousin ein Mörder sei. Dessen Name wurde in Zeitungen veröffentlicht, dabei ist seine Schuld bisher nicht bewiesen und der Prozess noch nicht eröffnet.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Keine Privatsphäre für Opfer und Täter</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach deutschem Persönlichkeitsrecht bedeutet die Nennung von Namen und Anschrift der Beteiligten eine Verletzung der Privatsphäre. Selbst nach dem Tod eines Menschen bleiben Ehre und Würde des Menschen rechtlich geschützt. Dies gilt sowohl für die seriöse Presse als auch für die Boulevardblätter. Schwerwiegende Verletzungen der Privatsphäre in Deutschland können mit monetärem Schadensersatz geahndet werden. Details und Bilder wie in der mexikanischen Boulevardpresse sind für uns in Deutschland weder nachvollziehbar noch denkbar.</p>
<div id="attachment_4112" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-4112 " title="krummenauer mexiko 3" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/krummenauer-mexiko-3-300x277.jpg" alt="" width="300" height="277" /><p class="wp-caption-text">Die Bekanntgabe von Name und Adresse des Täters in Zeitungen ist nichts Ungewöhnliches. Quelle: El Diario de Nuevo Laredo vom 29.01.2010</p></div>
<p style="text-align: justify;">Woran liegt es, dass in Mexiko bei der Berichterstattung in den Boulevardblättern kein Schutz für Opfer und Täter bei Unfällen und Straftaten besteht? Wieso werden solche Informationen publiziert? Cristina Sánchez, eine junge, kritische mexikanische Journalistin, liefert einen Erklärungsversuch.</p>
<p style="text-align: justify;">„In Lateinamerika, ist die sensationslüsterne Berichterstattung sehr beliebt. Dem Stil der Boulevardzeitungen ähnlich, spricht man hier von &#8220;amarillista&#8221;. Das bezieht sich auf Berichterstattung und Fotos über Unfälle, Tod oder auch Gewaltverbrechen. Doch dieser Stil wird auch in Mexiko von den traditionellen Zeitungen gemieden. In Tampico, wo ich herkomme, sind Boulevardzeitungen, neben der ältesten und traditionsreichsten Zeitung ‚El Sol de Tampico‘, die meist verkauften Zeitungen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Als junge Nachwuchsjournalistin, die gerade die Schule beendet hat, berichtet Cristina Sánchez, dass während des Studiums der Journalistik diese Art von „amarillista“ Berichterstattung nicht spezifisch behandelt, aber auch nicht gefördert würde.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Ein makabres Interesse an Grausamkeiten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">„Meiner Meinung nach, ist das alles tief kulturell verankert. Es besteht ein kulturell bedingtes Interesse und ein Gefallen an diesen grausamen Geschichten.“, sagt die junge Journalistin. Die Bevölkerung in Mexiko sieht diese Art der Präsentation nicht als etwas Ungewöhnliches an. Die Menschen sind neugierig und der Voyeurismus hat sich eingebürgert. Cristina Sánchez erklärt, dass die Wahrnehmung des Themas Tod in Mexiko aus einer ganz bestimmten Perspektive zu diesem Gefallen an den Stories beiträgt: „Wir beschäftigen uns viel intensiver mit dem Tod, weil in unserer Kultur der Tod einfach als ein Aspekt des Lebens betrachtet wird. Das kann man auch an unseren fröhlichen Feierlichkeiten zum ‚Día de los Muertos‘, dem Tag der Toten im November, im ganzen Land sehen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Cristina fährt fort, dass es zwar immer traurig sei, wenn ein geliebter Mensch verstürbe, aber es sei nicht das Ende. Ein tragischer Tod durch Unfall oder Verbrechen jedoch, ist etwas anderes, der macht Schlagzeilen. „Am besten kann man es vielleicht erklären, wenn man das spanische Wort ‚morbo‘ benutzt. Es bedeutet so viel wie ‚ein makabres Interesse an Grausamkeiten‘. Häufig ist in kleineren Städten und Dörfern die Sensationslust sehr groß und somit die Neugierde vom Unglück anderer zu hören. Wieso das allerdings so ist, kann ich nicht genau sagen. Es ist ähnlich wie das ausgeprägte Interesse an billigen, kitschigen Seifenopern in ganz Lateinamerika“, so Sánchez weiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Manch einer will sich damit brüsten, den Namen und die Adresse des Opfers oder Täters  zu kennen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sie pflichtet bei, dass es natürlich nicht rechtens ist, persönliche Daten von Opfern und Tätern so unzensiert preiszugeben, und dass es eine Verletzung der Privatsphäre darstellt. In der Verfassung von 1917, Artikel 16, ist festgelegt, dass Personen auf keine Weise beleidigt werden dürfen, weder persönlich, noch ihre Familien, noch ihr Besitz. Dieses Gesetz von 1917 ist allerdings überarbeitungswürdig. Die Nationale Kommission der Menschenrechte Mexikos (CNDH), eine unabhängige Verfassungsinstitution mit der Aufgabe, den Stand der nationalen Menschenrechte zu beobachten, ist immer wieder bestrebt, dieses Gesetz explizit zu erweitern. Der Schutz des Privatlebens und der Schutz der Persönlichkeit eines jeden Bürgers sollen hinzugefügt werden, ebenso das Recht, diese persönlichen Daten vor anderen nicht preisgeben zu müssen. Bisher konnte der erweiterte Artikel 16 noch nicht durchgesetzt werden. Laut „Reporter ohne Grenzen“ sind die Standards bezüglich des Datenschutzes in ganz Lateinamerika unterschiedlich und mit europäischen Vorgaben nicht zu vergleichen. Viele Länder in Süd- und Mittelamerika haben bisher keine Gesetzgebung für den Datenschutz. Lediglich in internationalen Abkommen sind erste Ansätze des Schutzes von persönlichen Daten zu erkennen. Eine Nivellierung dieser Standards wird für die Zukunft angestrebt.</p>
<div id="attachment_4114" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><img class="size-medium wp-image-4114" title="krummenauer mexiko 2" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2010/02/krummenauer-mexiko-21-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /><p class="wp-caption-text">Dem paraguayanischen Fußballprofi, Salvador Cabañas, der für den mexikanischen Club América spielt, wurde in den Kopf geschossen. Unten links im Bild ist er in seiner Blutlache abgebildet. In deutschen Medien war die Berichterstattung wesentlich dezenter. Quelle: La Prensa vom 15.01.2010</p></div>
<p style="text-align: justify;">Cristina Sánchez wirkt nachdenklich und sagt: „Ich nehme an, es hat auch mit der Tatsache zu tun, dass viele Leute nie wirklich eine Chance auf Bildung hatten. Sie sind sich nicht darüber im Klaren, dass sie ihre Personalien nicht preisgeben müssen. 60 bis 70 Prozent der mexikanischen Bevölkerung sind sehr arm und für sie ist die staatliche Bildung nicht einmal eine Option, wenn sie die Wahl zwischen Schule und Geldverdienen haben. Daher kommt das relativ große Analphabetentum, die Ungebildetheit und auch der Mangel an Kenntnissen über eigene Rechte.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Nachfrage nach Grausamkeiten</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Manch Außenstehender will sich zudem auch noch an Ort und Stelle damit brüsten, den Namen des Opfers oder des Täters zu kennen, um Aufmerksamkeit in den Medien zu erlangen. Es ist bedauerlich, dass in Mexiko eine unabhängige Kontrollinstanz fehlt, die Boulevardzeitungen einen Mangel an Selbstzensur aufweisen und sich aus reinem Geschäftssinn über ethische Grenzen hinwegsetzten.</p>
<p style="text-align: justify;">„Ich persönlich distanziere mich von diesem Stil des Schreibens“, sagt Cristina Sánchez, „und würde es begrüßen, wenn bei uns in Mexiko die Berichterstattung objektiver und weniger sensationell erfolgen würde. Schade, dass die Nachfrage in einem solchen Umfang besteht. Solange die Nachfrage nach makabren Grausamkeiten da ist, wird sie auch gedeckt werden.“</p>
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		<title>Eurabia &#8211;  Schweizer Minarette und das Phänomen der sozialen Erwünschtheit</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Feb 2010 17:12:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2010: Kunst, Musik & Sinne]]></category>
		<category><![CDATA[Tunnelblick]]></category>
		<category><![CDATA[Eurabia]]></category>
		<category><![CDATA[Islamophobie]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Nun also doch einmal Klartext. Nur all zu oft werden Botschaften des Pluralismus, des Liberalismus und der Toleranz ausgesandt von Vertretern quer durch die Gesellschaft des Westens. Was diese dabei klammheimlich wirklich denken, indes, bleibt geheim. Dabei sind wir Europäer doch vielleicht weitaus weniger weltoffen, als man gemeinhin meinen mag. Das jüngste Beispiel aus der <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/eurabia-schweizer-minarette-und-das-phanomen-der-sozialen-erwunschtheit">Eurabia &#8211;  Schweizer Minarette und das Phänomen der sozialen Erwünschtheit</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- 		@page { margin: 2cm } 		P { margin-bottom: 0.21cm } 		A:link { so-language: zxx } --></p>
<p><strong>Nun also doch einmal Klartext. Nur all zu oft werden Botschaften des Pluralismus, des Liberalismus und der Toleranz ausgesandt von Vertretern quer durch die Gesellschaft des Westens. Was diese dabei klammheimlich wirklich denken, indes, bleibt geheim. Dabei sind wir Europäer doch vielleicht weitaus weniger weltoffen, als man gemeinhin meinen mag. Das jüngste Beispiel aus der Schweiz zeigt dies in aller Schärfe.</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><strong><span id="more-3258"></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><em>Von Wonko „Seismic“ Sputnik</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Ein kleines Alpenland, welches für seine liberale Entspanntheit und gelöcherten Käse bekannt ist, zieht die Notbremse und verbietet nach einem Plebiszit den Neubau islamischer Minarette. Die Welt, insbesondere Demoskopen und Meinungsforscher, sind einmal mehr komplett überrascht, Umfragen hatten eigentlich ein ganz anderes Ergebnis suggeriert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Wie kommt das zustande? Sind die Schweizer schizophren? Man könnte es meinen. Allerdings könnte auch eine andere Erklärung greifen, nämlich das Phänomen der sozialen Erwünschtheit. Dieses funktioniert folgendermaßen: Man traut sich nicht seine wahre Meinung anzugeben. Man vertritt in Meinungsumfragen usw. nur politisch korrekte, unkontroverse Meinungen. In der Anonymität der Wahlkabine dann aber bricht die nackte Wahrheit heraus, während die gestrigen Lippenbekenntnisse sich als Heuchelei entlarven.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;"><strong>Die Angst vor &#8220;Eurabia&#8221; </strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Viele Schweizer werden wohl Angst vor dem Islam haben. Damit sind sie in Europa nicht allein. Die panische Furcht vor „Eurabia“, der scheinbaren schleichenden Vereinnahmung des Kontinents durch Muslime, ist praktisch in jedem Land mit muslimischer Minderheit anzutreffen. Nur geben das die meisten nicht zu. Wir veranstalten ein tägliches Kasperl Theater in der Religionsfrage und lügen uns an und alle anderen auch. Wir übertünchen unsere Ängste mit einem scheinbar tapferen „weiter so“.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Tief sitzen unsere Traumata, genährt durch die zahlreichen Bombenanschläge und Terrorakte islamischer Fanatiker sowie durch Mohammed-Karikaturen und brennenden Botschaften. Und wir wehren uns krampfhaft davor, sie zu sehen. Wir sind wie das Kind im Walde, welches den bösen Wolf dadurch zu entkommen sucht, indem es die Augen ganz fest verschließt und sich die Ohren zuhält.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Doch erst wenn wir uns als Gesellschaft dieser Islamophobie bewusst werden und beginnen, einen ehrlichen Dialog anzustoßen, der weitergeht als eine oberflächliche Seelenmassage und unbequeme Wahrheiten nicht ausspart, erst dann können wir dieses komplexe Problem lösen, diesen gordischen Knoten ernsthaft entwirren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">Andernfalls tanzen wir im Kreise nur.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 150%;">
<p style="margin-bottom: 0cm;">
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