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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Dezember 2009: Alt_Neu</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>James Camerons AVATAR und der 3D-Film</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Dec 2009 07:43:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Seit 1997 hat James Cameron keinen Film mehr produziert. TITANIC war damals der teuerste Film der Kinogeschichte, und sicherlich auch einer der erfolgreichsten. Camerons jüngstes Projekt ist der 3D-Animationsfilm AVATAR, für welches weder Kosten noch Zeit noch Mühen gescheut wurden. Doch was ist dran am Hype um AVATAR? Wertet die Dreidimensionalität das Medium auf oder <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/leben/james-camerons-avatar-und-der-3d-film">James Camerons AVATAR und der 3D-Film</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seit 1997 hat James Cameron keinen Film mehr produziert. TITANIC war damals der teuerste Film der Kinogeschichte, und sicherlich auch einer der erfolgreichsten. Camerons jüngstes Projekt ist der 3D-Animationsfilm AVATAR, für welches weder Kosten noch Zeit noch Mühen gescheut wurden. Doch was ist dran am Hype um AVATAR? Wertet die Dreidimensionalität das Medium auf oder ist das Ganze nur Effekthascherei und ein überkommerzieller Versuch, die Menschen weg von ihren Laptops und wieder in die Kinosäle zu locken? </strong></p>
<p><strong><span id="more-3153"></span></strong></p>
<p><em>Von Max Link <a href="http://www.avatar-derfilm.de/"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/leben/james-camerons-avatar-und-der-3d-film"><img class="alignright size-medium wp-image-3154" title="Avatar" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Avatar-300x169.jpg" alt="Avatar" width="300" height="169" /></a></a><br />
</em></p>
<p>3D Kino oder Fernsehen ist ja keine Neuheit. Wer einmal zurückdenkt, wird in diesem Zusammenhang vielleicht auf längst vergessene (Kindheits-)Erinnerungen stoßen. Ich erinnere mich da zum Beispiel an die 3D-Brillen, die ab und an einer Fernsehzeitschrift beigelegt waren, immer dann, wenn sonntagabends die mehr oder minder spektakuläre 3D-Dokumentation über Dinosaurier oder dergleichen angekündigt war.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Technikeinsatz &#8211; von der Produktionsfirma genötigt</strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Ein ähnliches Phänomen, wie man es zur Zeit um AVATAR beobachten kann, spielte sich bereits Mitte der 50er Jahre ab. Da versuchte man nämlich auch den vorm Fernseher müde gewordenen Mann wieder ins Kino zu bekommen. Und wie machte man das? Richtig, man produzierte 3D-Filme. Natürlich war die Technik damals noch nicht so ausgereift wie heute, und der Effekt war nicht nur das Mittel, sondern meist auch der Zweck. Als Alfred Hitchcocks <em>Dial M for Murder</em> (Bei Anruf Mord) 1954 in den amerikanischen Kinos anlief, hatte sich die Euphorie um die Dreidimensionalität bereits gelegt, und der Film wurde, obwohl in 3D gedreht, nur in einer 2D-Version gezeigt. Der große Meister des Suspense stand der Technik übrigens skeptisch gegenüber, wurde allerdings von der Produktionsfirma genötigt sie zu benutzen.</span></strong></p>
<p><strong>Ein Dorn im Auge der Filmindustrie</strong></p>
<p>Und nun? Wir schreiben das Jahr 2009 – der Begriff Web 2.0 ist wohl unter den meistgenannten dieses Jahres. Die kaum mehr wahrgenommene Digitalisierung unseres Lebens hat natürlich auch eine Auswirkung auf die Kinolandschaft, sprich Hollywood. Auf diversen Internetplattformen werden – wenn auch illegal – aktuelle Kinofilme zum Stream bereitgestellt. Das ist bequem, das ist kostenlos. Noch einfacher gesagt: Was 1953 das Fernsehen war, ist 2009 das Internet: Ein Dorn im Auge der Filmindustrie. Aber Hollywood hat, so scheint es, aus den Fehlern der Geschichte gelernt. Und das ist wohl zu einem sehr großen Teil James Cameron und seinem AVATAR geschuldet.</p>
<p><strong>Die Story</strong></p>
<p>Die Geschichte von diesem ist schnell erzählt, vielleicht nebensächlich, und wahrscheinlich sogar für Kitschfans zu pathetisch. Aber das muss so sein, nur so kann ein solcher Film funktionieren. Der beinahe zur Floskel verkommene Ausspruch, dass der Inhalt sich der Form anpasse, wäre hier richtig. Wie dem auch sei. Sagen wir einfach, es geht um Gut und Böse und die Sympathien sind klar verteilt.</p>
<p>Die Handlung spielt im Jahre 2154 auf dem Planeten Pandora. Dieser ist die Heimat des Naturvolks der Na’vi, und wird von den bösen Erdenbewohnern (im Film: die Himmelsmenschen) ausgebeutet. Es gibt allerdings auch einige gute Menschen. Diese sind Wissenschaftler und haben Apparaturen entwickelt, die es einem Lebewesen ermöglichen, seinen Geist, in einen anderen Körper – den Avatar – zu transformieren.</p>
<p><strong>Höhere Ebene des Sich-Selbst-Vergessens</strong></p>
<p>Entscheidend für die Qualität von AVATAR ist, wie der Film die 3D Technik einsetzt. Pandora ist ein eigenes Universum, mit einer eigenen Sprache, und vor allem einer eigenen Flora und Fauna. Die Dreidimensionalität des Films ermöglicht es dem Zuschauer, diese Welt zu erleben, beinahe zu fühlen. Die Technik ist hier Mittel zu einem höheren Zweck und vielleicht am besten oxymorisch mit auffällig-unauffällig beschrieben. Als Betrachter erfreut man sich an der Schönheit des Bildes, und gleichzeitig vergisst man, dass das Bild Bild ist. Man wird auf eine höhere Ebene des Sich-Selbst-Vergessens geführt, höher als dies jemals möglich war. Und dies funktioniert nur dadurch, dass die Geschichte in 3D erzählt wird.</p>
<p>James Cameron läutet mit AVATAR eine neue Ära des Kinos ein. Eine alte neue Art des Sehens und der Selbstauflösung. Und solange die Heimtechnik nicht auf diesem Stand der Möglichkeiten ist, ist AVATAR wohl nichts weniger als die vorläufige Befreiung Hollywoods aus den Fesseln des Internets.</p>
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		<title>alte Treppe &#8211; neue Treppe</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 11:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Alt&Neu]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;">Stephanie Kamp</p>
Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Alt_Neu-stephanie-kamp.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/alte-treppe-neue-treppe"><img class="aligncenter size-large wp-image-2726" title="Alt_Neu stephanie kamp" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Alt_Neu-stephanie-kamp-1024x615.jpg" alt="Alt_Neu stephanie kamp" width="819" height="492" /></a></a>Stephanie Kamp</p>
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		<title>Ein halbes Hähnchen, bitte!</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Uniblick]]></category>
		<category><![CDATA[Dialekte]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">von Nadine Preibisch</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Studium beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt, in einer neuen Stadt, unter neuen Menschen und: mit einer neuen Sprache! In Bonn gibt es zahlreiche Studenten, die nicht hier aufgewachsen sind. Jeder hat seine „alte Sprache“ und lernt hier eine „Neue“. Kannst du diese „Sprachen“ verstehen? Wirst du <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/ein-halbes-hahnchen-bitte">Ein halbes Hähnchen, bitte!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>von Nadine Preibisch</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit dem Studium beginnt für viele ein neuer Lebensabschnitt, in einer neuen Stadt, unter neuen Menschen und: mit einer neuen Sprache! In Bonn gibt es zahlreiche Studenten, die nicht hier aufgewachsen sind. </strong><strong>Jeder hat seine „alte Sprache“ und lernt hier eine „Neue“. Kannst du diese „Sprachen“ verstehen? Wirst du verstanden? Oder versteht ihr jeweils nur Bahnhof und wundert euch, wie unterschiedlich „das Deutsche“ sein kann?<a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/nadine-preibisch_halbes_haenchen.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/ein-halbes-hahnchen-bitte"><img class="alignright size-medium wp-image-2639" title="nadine preibisch_halbes_haenchen" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/nadine-preibisch_halbes_haenchen-300x231.jpg" alt="nadine preibisch_halbes_haenchen" width="300" height="231" /></a></a><em><span id="more-2638"></span></em></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mark Twain behauptete seinerzeit, man brauche 30 Jahre um die deutsche Sprache zu erlernen. Er widmete sich dem Thema in einem Aufsatz, den er <a href="http://www.crossmyt.com/hc/linghebr/awfgrmlg.html">„The Awful German Language“ </a>nannte. Passend, mag mancher Ausländer meinen. Doch wie steht es mit den Inländern? Verstehen sie einander?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Halve Hahn vs. Broiler</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eine Germanistik-Studentin im ersten Semester berichtete mir von dem Begriff „ein halve Hahn&#8221;. Er bezeichnet im Rheinland ein Käsebrötchen. Ihr Bekannter aus Mecklenburg-Vorpommern habe den Begriff jedoch mit einem „halben Hähnchen“ verwechselt, als er sein Wissen über die rheinischen Begrifflichkeiten zu demonstrieren versuchte. Damit hat er letzten Endes wenig demonstriert, sondern sich schlicht blamiert. Leider ist „ein halbes Hähnchen“ auch hier zu Lande genau das, was es zu sein scheint: ein halber Broiler.</p>
<p style="text-align: justify;">Broiler? Ja, Broiler. So würde der Bekannte aus Mecklenburg-Vorpommern das Hähnchen nennen, doch wieder verstünde ihn hier niemand. Welche Verwirrungen so ein knuspriges Federvieh doch auslösen kann! Wäre man ein Huhn, man würde in der Pfanne verrückt!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Dialekte fallen auf</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Andere Erstsemester erzählten, sie werden ab und zu schief angeschaut, wenn sie ihre „alte Sprache“ aus der Heimat verwenden. So begrüßt eine Studentin ihre Kommilitonen noch immer mit dem in Niedersachsen gebräulichlichen „Moin“ und einem anderen Studenten sind jene Sachen „lachs“ die dem gemeinen Bonner „egal“ wären.</p>
<p style="text-align: justify;">Das kommt auch mir bekannt vor, die ich regelmäßig mit „viertel eins“ antworte, wenn ich nach dem Vorlesungsbeginn gefragt werde. Das Vorlesungsende gebe ich entsprechend mit „dreiviertel drei“ an. Meine Kommilitonen verwirrt das, aber sogleich denken sie: „Oh, interessant! Sie kommt nicht von hier“ und man kommt ins Gespräch.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Beim Dialekt fängt die gesprochene Sprache erst an.” (Christian Morgenstern)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jemand erzählte mir, dass man in Baden-Württemberg nicht „Halt mal!“ sondern „Heb mal!“ sagt. Und man geht nicht in den Bus oder zum Bus, sondern „aufn Bus“. Von solchen Beispielen gibt es Unmengen! Wie wollte man also Dialekten während des Studiums ausweichen? Man unterhält sich schließlich mit seinen Kommilitonen, Dozenten, Tutorien-Leitern und so weiter.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sprachen lernen ohne Auslandssemester</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Praktisch am Lernen der Dialekte ist, dass ihr kein Auslandssemester einlegen braucht und ihr müsst auch nicht ins Sprachlernzentrum gehen. Unterhaltet euch einfach weiter mit euren Kommilitonen! Ihr werdet auf Überraschungen stoßen. Und wenn ihr meint, schon alles zu wissen, sagt mal:</p>
<p style="text-align: justify;">Wisst ihr zum Beispiel, was „Klötenköm“ ist? Schon mal von „Plinsen“ gehört? Habt ihr „Fleischpflanzerl“ gegessen? Oder eine „Esse“ geputzt? Wisst ihr, wie man „rum mehrt“ oder mit etwas „plautzt“? Hat euch mal jemand „fiemsch“ genannt? Oder hast du schon eine „Hitsche“ verschoben?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Unser multikultureller Charme</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seht ihr! Unser „Deutsches“ ist so lebendig, dass man immer dazu lernen kann. Eine aus Bonn stammende Studentin meinte, Dialekte machen den „multikulturellen Charme“ unserer Universität aus. Druckt es euch aus und markiert es mit Textmarker! Niemand sollte sich auf die Zunge beißen, wenn die „alte Sprache“ seine Herkunft verrät. Erfahrungsgemäß finden die Kommilitonen Interesse an den für sie „neuen“ Wörtern.</p>
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		<title>Bachelor mit Kind</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-mit-kind</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jessica Einspänner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Alleinerziehend]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">von Marlena Stöhrmann</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist 1:40 Uhr nachts und ich wache auf dem Sofa auf. Von der Tagesschau habe ich noch nicht einmal die Hälfte mitbekommen. Alles tut weh. Dabei wollte ich doch noch 30 Seiten für gegenwartssprachliche Linguistik lesen und mich für das Seminar in Medienkommunikation besonders gut vorbereiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Schlafen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-mit-kind">Bachelor mit Kind</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>von Marlena Stöhrmann</em></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es ist 1:40 Uhr nachts und ich wache auf dem Sofa auf. Von der Tagesschau habe ich noch nicht einmal die Hälfte mitbekommen. Alles tut weh. Dabei wollte ich doch noch 30 Seiten für gegenwartssprachliche Linguistik lesen und mich für das Seminar in Medienkommunikation besonders gut vorbereiten.<span id="more-2636"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schlafen die Kinder? Mist &#8211; der Große hustet wieder so schlimm.<a href="http://medienblick-bonn.de/uniblick/studium/bachelor-mit-kind"><img class="alignright size-medium wp-image-2748" title="marlena stöhrmann mutter_kind" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/marlena-stöhrmann-mutter_kind3-211x300.jpg" alt="marlena stöhrmann mutter_kind" width="211" height="300" /></a> Ich schalte den Fernseher aus, bereite die Schulranzen und das Frühstück für morgen früh vor. Morgen früh, das heißt in vier Stunden und 20 Minuten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Meine Fehlzeiten sind schon ausgeschöpft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin 28, Studentin und alleinerziehende Mama von drei Kindern zwischen drei und acht Jahren. Vor Studienbeginn dachte ich: &#8220;Wie gut, dass es den Bachelor gibt!&#8221; So sind es nur noch drei anstatt viereinhalb Jahre bis zum Abschluss.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach zwei Monaten an der Uni stellt sich heraus, dass es komplizierter ist als gedacht. Das Arbeitspensum ist enorm. Der Stoff zu viel. Meine Fehlzeiten in zwei Vorlesungen sind ausgeschöpft und Weihnachten steht vor der Tür.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wann höre ich auf, eine gute Mutter zu sein?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie viel Verständnis kann ich erwarten? Sind Plätzchenbacken im Kindergarten und Theateraufführungen in der Schule wirklich akzeptable Gründe für mein Fehlen? Wann höre ich auf, eine gute Mutter zu sein und wann fange ich an, eine bessere Studentin zu werden?</p>
<p style="text-align: justify;">Meine Freunde und Kommilitonen klopfen mir auf die Schulter und bewundern mich: &#8220;Mensch, wie schaffst du das bloß?&#8221;. „Gute Frage!“ denke ich mir und lächle nur betreten. Schon nach zwei kurzen Monaten frage ich mich, ob ich meinem Anspruch als Studentin gerecht werden kann, wenn ich eine gute Mutter sein will.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles hängt an einem dünnen Faden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich weiß, ich bin ein Härtefall. Doch inwieweit darf ich auf Verständnis hoffen? Wie schmal ist der Grat wirklich? Alles hängt an einem dünnen Faden. Mein Unileben hängt von meiner Nachbarin und von meiner Babysitterin ab. Und davon, was der Tag mit sich bringt. Doch meine Unileistung hängt mit mir.</p>
<p style="text-align: justify;">2:24 Uhr. Noch drei Stunden und ein bisschen. Beim Einschlafen gehe ich noch einmal in Gedanken durch, ob alles erledigt ist und denke wieder an die 30 Seiten in Linguistik. Ich frage mich, ob ich wohl mit dem Tempo des Bachelorstudiums mithalten kann? Solange die Atemlosigkeit nicht zum Herzstillstand führt&#8230;.</p>
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		</item>
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		<title>altes Haus &#8211; neues Haus</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/altes-haus-neues-haus</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Alt&Neu]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>von Justus Brockmann</p>
Tweet]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Haus-alt-neu-Justus-Brockmann.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/altes-haus-neues-haus"><img class="aligncenter size-medium wp-image-2722" title="Haus alt-neu Justus Brockmann" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/Haus-alt-neu-Justus-Brockmann-300x232.jpg" alt="Haus alt-neu Justus Brockmann" width="300" height="232" /></a></a></p>
<p><em>von Justus Brockmann</em></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Golf neu aufgelegt</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/golf-neu-aufgelegt</link>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Crossgolf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">von Christiane Schäfer</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Statt auf gepflegtem Rasen spielen sie auf Schrottplätzen, Parkdecks oder verlassenen Fabrikgeländen: Die Rede ist von Crossgolfern, die einer eher konservativen Sportart die „Rock’n Hole“- Philosophie einhauchen. </p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Mit ihrer Neuinterpretation  stellen sie den traditionellen  Golfsport grundlegend auf den  Kopf. Crossgolf heißt die  Trendsportart, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/golf-neu-aufgelegt">Golf neu aufgelegt</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>von Christiane Schäfer</em></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><strong>Statt auf gepflegtem Rasen spielen sie auf Schrottplätzen, Parkdecks oder verlassenen Fabrikgeländen: Die Rede ist von Crossgolfern, die einer eher konservativen Sportart die „Rock’n Hole“- Philosophie einhauchen. <a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/crossgolf-christiane-schäfer.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/golf-neu-aufgelegt"><img class="alignright size-medium wp-image-2744" title="crossgolf christiane schäfer" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/crossgolf-christiane-schäfer-300x198.jpg" alt="crossgolf christiane schäfer" width="300" height="198" /></a></a><span id="more-2652"></span></strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Mit ihrer Neuinterpretation  stellen sie den traditionellen  Golfsport grundlegend auf den  Kopf. <a href="http://www.crossgolf-portal.de/">Crossgolf</a> heißt die  Trendsportart, die sich in den  letzten Jahren entwickelt hat  und immer mehr Anhänger  findet. Vom elitären und  versnobten Image des  klassischen Golfs ist dabei nichts übrig geblieben.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><strong>Was zählt ist die „Rock’n Hole“ Philosophie</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Gleich geblieben ist nur die Grundausstattung. Gespielt wird mit Golfschlägern und Golfbällen. Das überall da, wo es Spaß macht. Dabei werden Baustellen, Fabrikgelände, Schrottplätze oder Parkdecks zum Spielfeld umfunktioniert. Statt wie beim klassischen Golf Löcher zu treffen, kann beim Crossgolf nahezu alles zum Ziel deklariert werden: Stützpfeiler, Gruben oder Autoreifen. Den Möglichkeiten sind fast keine Grenzen gesetzt. Auch die Schläge werden individuell und nach verschiedenen Varianten bewertet. Der Spaß am Crossgolf steht neben der „Safety first“-Regel immer im Vordergrund.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Ganz bewusst grenzen sich die Anhänger des Trendsports von den Klischees des klassischen Golfs ab. Statt auf Etikette setzen sie auf lässige Kleidung und laute Musik. „Rock’n Hole“ lautet das Motto, das eine komplette Neuauflage des Golfsports bedeutet.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;"><strong>Natural Born Golfers</strong></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Das attraktive Image des Crossgolfs zieht immer mehr Interessenten an. Dabei gibt es den Trendsport in Deutschland seit über zehn Jahren. 1992 gründeten zwei Filmausstatter die Natural Born Golfers, kurz NBG. Über die Jahre entwickelte sich das Projekt zu einer festen Größe in den Crossgolf-Kreisen. Turniere werden ausgetragen und selbst ein eigenes Modelabel wurde kreiert.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: justify;">Neben den NBGs gibt es zahlreiche Portale, die über Crossgolf informieren und einem breiten Publikum zugänglich machen. In den Foren wird dabei oft über die besten Locations diskutiert und die nächsten Crossgolf-Treffen vereinbart. Der Einstieg in die Szene steht jedem, der an dem Sport interessiert ist, offen. So tummeln sich in den Foren der Portale die unterschiedlichsten Crossgolfer, die der Spaß am Sport verbindet.</p>
<a href="http://twitter.com/share" class="twitter-share-button" data-url="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/golf-neu-aufgelegt" data-text="Golf neu aufgelegt" data-count="horizontal">Tweet</a>]]></content:encoded>
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		<title>Talking ’bout My Generation</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[BRAVO]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>von Lea Boll 
</p>
<p>Seit Jahrzehnten ist die BRAVO eines der bekanntesten und meistgelesenen Jugendmagazine. Sie ist dafür bekannt, immer am Puls der Zeit zu sein und sich mit den aktuellen Interessen und Problemen Jugendlicher auf eine fortschrittliche, zukunftsorientierte Weise auseinanderzusetzen. Doch wie stark sich diese Interessen und das Weltbild junger Menschen im Laufe der Zeit <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/talking-%e2%80%99bout-my-generation">Talking ’bout My Generation</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;"><span lang="en-US"><em><span style="font-style: normal;">von Lea Boll </span><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/The_Who_1_Talking-lea-boll.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/talking-%e2%80%99bout-my-generation"><img class="alignright size-medium wp-image-2717" title="The_Who_1_Talking lea boll" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/The_Who_1_Talking-lea-boll-223x300.jpg" alt="The_Who_1_Talking lea boll" width="223" height="300" /></a></a><br />
</em></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Seit Jahrzehnten ist die <a href="http://www.bravo.de/online/render.php?render=000050">BRAVO</a> eines der bekanntesten und meistgelesenen Jugendmagazine. Sie ist dafür bekannt, immer am Puls der Zeit zu sein und sich mit den aktuellen Interessen und Problemen Jugendlicher auf eine fortschrittliche, zukunftsorientierte Weise auseinanderzusetzen. Doch wie stark sich diese Interessen und das Weltbild junger Menschen im Laufe der Zeit verändert haben, musste ich erst vor kurzem erkennen, als ich bei mir zu Hause eine erstaunliche Entdeckung machte.</strong><span id="more-2568"></span></span></span></p>
<p>Um diese Entdeckung schildern zu können, ist an dieser Stelle eine kleine Retrospektive nötig. Wir schreiben das Jahr 2009, es ist Hochsommer. Ich befinde mich in einem sanierungsbedürftigen kleinen Schuppen, zu dessen Ausräumung ich im Zuge der Renovierung des nachbarschaftlichen Grundstückes verurteilt worden bin.</p>
<p>Unlängst bin ich damit beschäftigt, die komplette Holzwandverkleidung in diesem kleinen Raum, der vor vielen Jahren einmal das Jugendzimmer meiner inzwischen etwa fünfzigjährigen Nachbarin gewesen ist, herunterzureißen. Mental bereite ich mich gerade auf das Abschaben mehrerer Schichten hartnäckiger Retrotapete vor, als ich auf etwas ganz anderes stoße.</p>
<p><strong>Ein Stückchen Geschichte</strong></p>
<p>Nun gut, Tapete finde ich auch, aber obendrauf ist mit goldgelbem Tesafilm ein Poster geklebt, an dem offenkundig schon eine Weile der Zahn der Zeit genagt hat. Von diesem Poster starren mich nun vier pilzköpfige junge Männer an. Ihre Namen stehen in schwarzen Blockbuchstaben auf ihren Ärmeln: Keith, John, Pete und Roger. Ein Blick in die obere linke Ecke verrät mir: es handelt sich um ein altes BRAVO-Portrait von „The Who“.</p>
<p>Auf der Rückseite des gelblichen, dünnen Papiers sind noch Teile eines Aufklärungsreports und an die weiblichen Leser gerichtete Beziehungstipps zu lesen, bei denen Fragen wie „Ist Keuschheit altmodisch?“ diskutiert werden. Es wird eine nicht ganz eingetroffene Prophezeiung für das Jahr 1967 erwähnt, weshalb die Ausgabe, soviel lässt sich zumindest bestimmen, nach 1967 erschienen sein sollte.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; line-height: 100%; widows: 2; orphans: 2;" lang="en-US" align="justify">„<span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Lass ihn nie merken, daß Du in technischen Dingen versierter bist […] und mehr von Stereo-Anlagen verstehst“</span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/poster_1_Talking-lea-boll.jpg"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-2718" title="poster_1_Talking lea boll" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/poster_1_Talking-lea-boll-200x150.jpg" alt="poster_1_Talking lea boll" width="200" height="150" /></a><br />
</span></span></span></p>
<p><strong>An alle Mädchen: Wie man einen Jungen hält</strong></p>
<p>Während ich mir die Artikel auf der Rückseite des Posters ansehe, bin ich ergriffen von Verblüffung über die doch eher prüde Wortwahl, die eine so jugendnahe Zeitschrift wie die BRAVO trifft, und sei sie auch noch so alt.</p>
<p>Obwohl Themen wie Verkehr vor der Ehe (der nach dem damals geltenden Gesetz noch als „Unzucht“ bezeichnet und sogar bestraft werden konnte) nicht mit erhobenem Zeigefinger angesprochen, sondern ernsthaft diskutiert werden, ist von Emanzipation für meinen Geschmack wenig zu spüren.</p>
<p>Der Umgang mit moderner Technik wird hier als „Männersache“ bezeichnet, in die man sich als Mädchen nicht mischen sollte, da man ansonsten den männlichen Stolz des Freundes verletzen könnte. Moderne Technik – das war zu dieser Zeit gerade die Stereoanlage.</p>
<p><strong>Sexuelle Reizüberflutung</strong></p>
<p>Die BRAVO schreibt zum Thema Aufklärung über den Zwiespalt der Jugendlichen zwischen ihrer eigenen sexuellen Mündigkeit auf der einen, und der „sittlichen Ordnung“ auf der anderen Seite, die nicht wolle, dass junge Menschen von ihren neuen Fähigkeiten Gebrauch machen.</p>
<p>Wenn ich da so an die Werbeclips auf MTV denke, die heutzutage nach 24 Uhr ausgestrahlt werden, komme ich zu dem Schluss, dass von der Jugend inzwischen sehr wohl erwartet wird, dass sie von ihren „neuen Fähigkeiten“ Gebrauch macht.</p>
<p><span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">Und in Zeiten von Pornoberieselung via Internet, Iphone und Co., mit denen die Generation der Digital Natives heute aufwächst,</span></span> <span style="font-family: Arial,serif;"><span style="font-size: small;">kann ich mir kaum noch vorstellen, wie man mit Intimität vor der Ehe einmal so viel Staub aufwirbeln konnte.</span></span></p>
<p>Doch so wie ich Argumente dafür finde, dass es früher anständiger zuging, findet die BRAVO diese ebenfalls.I m Report heißt es nämlich, viele bedeutende Menschen seien davon überzeugt, dass die Menschheit früher sittlicher gewesen sei.</p>
<p><strong>Die ewige Schuldfrage und die ewig gleiche Antwort</strong></p>
<p>Die Schuldfrage, warum wir angeblich nicht mehr so „sittlich“ sind wie früher, klärt die BRAVO nun wie folgt: Die moderne Technik stumpfe unsere Seelen ab, der entnervende Einfluss des Großstadtlebens sei verantwortlich, die moderne Reklame und die Massenmedien überfluteten die Jugend mit sexuellen Reizen.</p>
<p>Ist jemandem die große Schnittmenge zu den heutigen Argumenten aufgefallen, die man vorgehalten bekommt, wenn man danach fragt, warum überhaupt „alles“ nicht mehr so gesittet ist wie früher?</p>
<p>Ob wir wirklich so stumpf geworden sind und ob die Zeiten damals besser waren, als noch nicht jedes dritte Kind seinen eigenen Computer oder Laptop hatte, kann ich nicht wirklich sagen. Aber ist es nicht beruhigend, dass sich zumindest die Verantwortlichen nicht ändern?</p>
<address>“ <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: x-small;"><span style="font-family: Verdana,serif;"><span style="font-size: x-small;">I hope I die before I get old (Talkin&#8217; &#8217;bout my generation)”</span></span></span></span></address>
<address>(The Who – My Generation)</address>
<p style="margin-bottom: 0cm;" lang="en-GB" align="justify">
<address></address>
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		<title>Das Bonner Loch – Ein altes neues Problem</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 10:04:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bonn]]></category>
		<category><![CDATA[Dezember 2009: Alt_Neu]]></category>
		<category><![CDATA[Bonner Loch]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>von Merle Ingenfeld</p>
<p align="left">Jeder Reisende, jeder Tourist, jeder Student kennt das Bonner Loch. Es springt einem förmlich ins Auge sobald man aus seinem Zug steigt und den Bahnhofsvorplatz betritt. Dieser verrufene Ort umfasst gerade einmal 1,5 Hektar und reicht vom Kaiserplatz im Osten bis zur Thomas Mann Straße im Westen. Dennoch ruft er eine Masse an Pennern, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/das-bonner-loch-%e2%80%93-ein-altes-neues-problem">Das Bonner Loch – Ein altes neues Problem</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>von Merle Ingenfeld</em></p>
<p align="left"><strong>Jeder Reisende, jeder Tourist, jeder Student kennt das Bonner Loch. Es springt einem förmlich ins Auge sobald man aus seinem Zug steigt und den Bahnhofsvorplatz betritt. Dieser verrufene Ort umfasst gerade einmal 1,5 Hektar und reicht vom Kaiserplatz im Osten bis zur Thomas Mann Straße im Westen. Dennoch ruft er eine Masse an Pennern, Obdachlosen, Schnorrern und Junkies auf den Plan, die jedem Auswärtigen höchst seltsam erscheinen muss. Doch woher kommt dieses absonderliche Phänomen?<span id="more-2570"></span></strong></p>
<p align="left"><strong>In der „guten alten Zeit“</strong></p>
<div id="attachment_2732" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/dezember-2009/das-bonner-loch-%e2%80%93-ein-altes-neues-problem"><img class="size-medium wp-image-2732 " title="5. Edikt gegen Bettler 1743 Merle Ingenfeld" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2009/12/5.-Edikt-gegen-Bettler-1743-Merle-Ingenfeld-208x300.jpg" alt="5. Edikt gegen Bettler 1743 Merle Ingenfeld" width="208" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Clemens August I. von Bayern; Edikt gegen die Bettler; 09.02.1743.</p></div>
<p align="left">Bereits im Jahr 1743 erließ Clemens August Kurfürst  und Erzbischof zu Köln ein Edikt, das sich gegen die  „haufenweiß herumlaufenden Fremden und  Auswärtigen“ richtete. Offensichtlich hatte die Stadt  Bonn schon damals ein schwer wiegendes Problem  mit größeren „in erwähnter Stadt nicht gehörigen“  Menschenmassen, die das Stadtbild nachteilig  beeinflussten und Unruhe verursachten.</p>
<p align="left">Damals hielt man folgendes für eine angemessene Problemlösung: Die vagabundierenden Bettler wurden markiert und unter Androhung von Strafe aus der Stadt geworfen. Wer allerdings doch mit einer solchen Markierung in der Stadt aufgegriffen wurde, der wurde umgehend ins „Stockhaus“ (eine Art Gefängnis) verfrachtet. Das Gleiche galt im Übrigen auch für jene einheimischen Bettler, die keine Bettel-Lizenz vom Stadtrat oder Bürgermeister hatten.</p>
<p align="left"><strong>Das Problem in seiner heutigen Form</strong></p>
<p align="left">Doch Bonn wird wohl kaum die letzten 250 Jahre an einer Dauerplage von Pennern gelitten haben? Die Antwort lautet, nein. Eigentlich nicht wirklich. Das von Bettlern überflutete Bonn der frühen Neuzeit ergab sich aus der allgemeinen kurfürstlichen Defiziten in der Armenpolitik.</p>
<p align="left">Das Bonner Loch dagegen ist hauptsächlich von der „Südüberbauung“ abhängig, laut Meinung Bettina Köhls vom General-Anzeiger. Seit den 1970ern existiert diese völlig unübersichtliche Konstruktion im südlichen Bahnhofsgebiet mit ihren vielen Eingängen, verwinkelten Zwischenhöfen und dunklen Ecken in ihrer heutigen Form.</p>
<p align="left">Die Kombination aus dem nur schwer kontrollierbaren Gängegewirr und der guten Verkehrsanbindung durch DB, Straßenbahn, sämtlichen Bonner Buslinien und zusätzlich durch den normalen PKW-Verkehr, schafft ideale logistische Verhältnisse, sowohl für potentielle Dealer, als auch für Bettler – denn täglich müssen immerhin tausende Menschen diesen zentralen Knotenpunkt passieren.</p>
<p align="left"><strong>Kontroverse Diskussion der letzten Jahre</strong></p>
<p align="left">Die Südüberbauung wurde auch nunmehr schon vor über 30 Jahren als Problem erkannt. Doch die Meinung der Bonner Bürger ist seither gespalten, was die Lösung angeht:</p>
<p align="left">Da wären zum einen die Befürworter eines Abrisses. Pläne für eine radikale Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und eine Beseitigung der Südüberbauung existieren fast ebenso lange, wie diese selbst. Statt ihrer würde man gerne eine Art in den Bahnhof integriertes Einkaufszentrum schaffen, was dem Passanten ein ordentliches, sauberes Gesicht der Stadt zeigen soll. Nachteil dieser Pläne ist jedoch durch die Bank weg, dass sich erstens kein Investor für ein solches Projekt finden lässt und dass sie zweitens die Dezentralisierung des Busbahnhofes mit sich ziehen würden, was die zweite Partei auf die Bühne ruft.</p>
<p align="left">Zum anderen gibt es da nämlich eine ganze Reihe Bonner, die sich an der Randerscheinung der Obdachlosen weniger stören, als daran ihre Busse nicht mehr bequem erreichen zu können. Was natürlich ein durchaus nachvollziehbares Argument ist. Man würde viel häufiger seinen Anschlussbus oder seine Anschlussbahn verpassen, wenn nicht alle Linien in unmittelbarer Nähe von einander und dem Bahnhof halten würden.</p>
<p align="left">Trotzdem hat man sich bereits zu einigen Maßnahmen gegen allzu buntes Treiben immer Bonner Loch entschlossen:Seit 1992 befindet sich die gemeinsame Wache von Polizei und dem Ordnungsamt der Stadt Bonn, genannt „GABI“ (Gemeinsame Anlaufstelle Bonn Innenstadt) auf dem Bahnhofsgebiet.</p>
<p align="left">Außerdem hat man mittlerweile den Alkohol als ein Grundproblem im Bonner Loch identifiziert. Vom 1. Juli 2008 an war daher das Mitführen von alkoholischen Getränken in und um den Bahnhof strengstens verboten und wurde scharf kontrolliert. Neuerdings hat die Rechtsgebung ihr Augenmerk jedoch allein auf Glasflaschen gelegt. Alkohol in anderweitigen Behältern ist wieder erlaubt.</p>
<p align="left">Wohin das noch führen wird? Wir werden es wohl oder übel noch erleben…</p>
<p align="left"><strong>Info:</strong></p>
<address>Stadt Bonn (28.04.2009): <a href="http://www.bonn.de/umwelt_gesundheit_planen_bauen_wohnen/stadtplanungsamt/projekte_staedtebau/bahnhofsbereich_bonn/index.html?lang=de" target="_blank">Jury empfiehlt den Entwurf des Büros Schmitz</a></address>
<address>Kölner Stadtanzeiger (30.09.2005.):<a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1125645230134.shtml" target="_blank"> Ein Paradies für Dealer</a> </address>
<address>Bonner Generalanzeiger (19.06.2008): <a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=463499" target="_blank"> Ab 1. Juli ist Alkohol im Bonner Loch tabu </a> </address>
<address>Bonner Generalanzeiger (18.04.2009):<a href="http://www.general-anzeiger-bonn.de/index.php?k=loka&amp;itemid=10490&amp;detailid=581435" target="_blank"> Bonner Bahnhofsvorplatz: Alles hängt an der Südüberbauung</a></address>
<address><span style="font-style: normal;"><em><br />
</em></span></address>
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