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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; TV&amp;co.</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Bonner Verein für mediale Qualität</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 04:05:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>birgitkorte</dc:creator>
				<category><![CDATA[August 2011: BonnBonn]]></category>
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		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Debatte um Qualität in den Medien ist so alt wie die Medien selbst. Doch mit Begriffen wie „Unterschichtenfernsehen“ oder „Hartz IV – TV“ hat auch diese Debatte eine ganz neue Qualität erreicht und ist in aller Munde. Aus diesem Qualitätsdiskurs heraus ist ein ganz neuer Verein entstanden, der sich genau diesem angenommen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/medienpolitik/bonner-verein-fur-mediale-qualitat">Bonner Verein für mediale Qualität</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong><a rel="attachment wp-att-14458" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/medienpolitik/bonner-verein-fur-mediale-qualitat/attachment/qidm"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/medienpolitik/bonner-verein-fur-mediale-qualitat"><img class="alignleft size-full wp-image-14458" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/07/qidm.jpg" alt="Qualität in den Medien e.V. - Logo" width="92" height="92" /></a></a>Die Debatte um Qualität in den Medien ist so alt wie die Medien selbst. Doch mit Begriffen wie „Unterschichtenfernsehen“ oder „Hartz IV – TV“ hat auch diese Debatte eine ganz neue Qualität erreicht und ist in aller Munde. Aus diesem Qualitätsdiskurs heraus ist ein ganz neuer Verein entstanden, der sich genau diesem angenommen hat: <em>Qualität in den Medien e.V. </em></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em><span id="more-14457"></span></em>Constantin Härthe, 27, Student der Medienwissenschaft an der Uni Bonn, ist Gründer des Vereines. Die Idee für diesen Verein spukte ihm schon länger im Kopf herum, im September diesen Jahres hat er ihn schließlich eintragen lassen. „Es gibt schon so viele Organisationen, die sich bestimmten Teilbereichen widmen. <em>Netzwerkrecherche</em>, <em>Reporter ohne Grenzen</em> und, und, und. Aber es gab einfach noch nichts, was sich dem großen Ganzen widmet – warum also nicht den <em>Qualität in den Medien e.V.</em> gründen?“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Da muss was unternommen werden!“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Anstoß zur Gründung des Vereins war für Constantin Härthe das Nachmittagsprogramm im Fernsehen: „Erst gab es die Talkshows, dann kamen Gerichts-Shows, heute sind es pseudoreale Doku-Soaps. Da habe ich mir dann gedacht, da muss doch mal was unternommen werden!“ Doch er fügt explizit hinzu, dass der Verein nicht nur „meckern und anprangern“ soll. Qualität soll nicht nur gefordert, sondern in erster Linie auch gefördert werden. „Zunächst muss erstmal ein Bewusstsein für Qualität geschaffen werden“, so der Student. Was überhaupt ist Qualität in den Medien und wie kann sie umgesetzt werden? Der Qualitätsdiskurs steht im Vordergrund der Vereinstätigkeiten. Veranstaltungen und Diskussionsforen sollen organisiert werden, die dem Austausch der verschiedensten Positionen, Berufsfelder und selbstverständlich auch der Rezipienten dienen soll. Außerdem soll der Verein eine Anlaufstelle für junge Medienpraktizierende werden, die Rat und Unterstützung suchen. Ein Kompetenznetzwerk soll aufgebaut werden, in dem jeder von jedem profitiert. Deswegen, so Constantin Härthe, sei es so wichtig, dass es sich um eine interdisziplinäre Initiative handele. „Wir wollen nicht nur Journalisten mit einbinden. Sicher bezieht man Qualität in den Medien zunächst auf das Berufsfeld der Journalisten. Aber da spielen so viele andere Faktoren auch eine Rolle. Wirtschaftsunternehmen, Produktionsfirmen, Verleihe, da gibt es viel, woran man noch denken muss.“ Ein Modell, das beispielsweise umgesetzt werden soll, ist das der „Business-Angels“. Business Angel sind bereits bestehende, etablierte Unternehmen und Unternehmer, die dem Nachwuchs sowohl fachlich als auch finanziell zur Seite stehen und somit ausgewählte Ideen fördern und unterstützen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Wir sind auf jeden Fall ernst zu nehmen!“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst muss der frisch gegründete Verein aber erstmal Mitglieder gewinnen. Mitglied kann jeder sein – vom interessierten Studenten bis hin zum namhaften Unternehmen. „Jeder, der in irgendeiner Form Interesse hat, Qualität in den Medien zu fördern, ist bei uns herzlich willkommen!“ lädt Constantin Härthe ein. Studenten können bereits ab einem Mitgliedsbeitrag von 30 Euro im Jahr dem Verein beitreten. Ob passives Mitglied oder aktiver Mitarbeiter, jede helfende Hand wird gesucht. Zunächst steht selbstverständlich die Recherche-Arbeit und die Akquise im Vordergrund. Doch sobald ein Fundament geschaffen ist, sollen Arbeitsgruppen gegründet werden, die sich den einzelnen medialen Bereichen widmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der erste große Kooperationspartner ist bereits gefunden. Der <em>Senat der Wirtschaft</em>, bei dem Constantin Härthe selbst angestellt ist, ist begeistert von der Idee und bereit mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die Wirtschaftsorganisation basiert selbst auf einem ideologischem Fundament, weshalb sie der „perfekte Partner“ für den Verein sei. Doch auch hier betont der Vereinsvorstand nochmals: „Es soll keine Kontaktbörse werden, in der die ‚böse Wirtschaft’ Einfluss auf das Handwerk der Journalisten nimmt. Aber journalistische Tätigkeiten sind nun mal auch an große Organisationen gekoppelt.“</p>
<p style="text-align: justify;">„Qualität in den Medien e.V.“ ist noch in den Kinderschuhen und freut sich über jegliche Unterstützung. Wer Interesse hat, ein solch ehrgeiziges und zukunftsträchtiges Projekt zu unterstützen, meldet sich am Besten direkt bei <a title="Kontakt zu Constantin Härthe" href="http://facebook.com/constantin.haerthe" target="_blank">Constantin Härthe</a>: „Ich habe bisher nur positives Feedback erhalten, von allen Seiten. Vielleicht ist das der beste Beweis dafür, dass es sich nicht nur um irgendeine Studenteninitiative oder Träumerei handelt. Dieses Projekt ist auf jeden Fall ernst zu nehmen“.</p>
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		<title>Ein Stück Sweet William zum Mitnehmen, bitte</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 19:20:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[April 2011: Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Gossip]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[TV&co.]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">tracyhunter</p>
<p style="text-align: justify;">Vieles ist noch ein Geheimnis, was die Traumhochzeit des Jahres angeht. Was wird die Braut tragen? Wie wird die Zeremonie ablaufen? Zu welchen Liedern wird getanzt? Wer fängt den Brautstrauß? Aber die wichtigste Frage lautet: Wer wird Sweet William essen?</p>
<p style="text-align: justify;">Am Freitag ist es soweit. Der Traum aller Schwiegermütter, der Vorzeigefreund <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/gossip/ein-stuck-sweet-william-zum-mitnehmen-bitte">Ein Stück Sweet William zum Mitnehmen, bitte</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12893" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/gossip/ein-stuck-sweet-william-zum-mitnehmen-bitte"><img class="size-medium wp-image-12893" title="450px-Colorful_three_tiered_wedding_cake_LCP" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/04/450px-Colorful_three_tiered_wedding_cake_LCP-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">tracyhunter</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Vieles ist noch ein Geheimnis, was die Traumhochzeit des Jahres angeht. Was wird die Braut tragen? Wie wird die Zeremonie ablaufen? Zu welchen Liedern wird getanzt? Wer fängt den Brautstrauß? Aber die wichtigste Frage lautet: Wer wird Sweet William essen?</strong><em><span id="more-12889"></span></em></p>
<p style="text-align: justify;">Am Freitag ist es soweit. Der Traum aller Schwiegermütter, der Vorzeigefreund schlechthin: er geht vom Markt. Die Bürgerliche und der Prinz – unser persönliches Märchen ist leider ausgeträumt. Aber dafür dürfen wir Kate Middletons Traumhochzeit gleich auf mehreren Fernsehsendern live miterleben. Und statt sich ins Brautkleid zu träumen, wäre die Gästeliste doch auch schon was. Denn als geladener Gast darf man wenigstens die Hochzeitstorte probieren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>16 Blüten für das Brautpaar</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ende März gab es extra für die Hochzeitstorte eine Pressemeldung, bei der die ersten Einzelheiten genannt wurden. Fiona Caims wird das Kunstwerk anrichten, der genaue Entwurf ist jedoch noch streng geheim. Allerdings habe Kate Middleton spezielle Wünsche. So solle es 16 unterschiedliche Marzipanblüten geben, jede mit einer symbolischen Bedeutung. Zum Beispiel eine Rose, die für Glück steht oder ein Eichenblatt, das Stärke symbolisiert. Maiglöckchen stehen für Anmut und Demut. Außerdem soll es eine Blüte mit dem Namen Sweet William geben, über dessen tiefere Bedeutung wir wohl nicht weiter nachdenken müssen…</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Zutaten angeht, unterscheiden sich britische Hochzeitstorten allerdings schon von deutschen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Hochzeitstorten haben eine lange Tradition</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Schon 1665 kann man in britischen Kochbüchern Rezepte für die perfekte Hochzeitstorte nachlesen. Nur erscheinen diese für heutige Begriffe nicht unbedingt empfehlenswert. Denn als besondere Leckereien wurden Austern oder Lammhoden vorgesehen. Zum Zeitvertreib (so ist es extra vermerkt) dürfe man auch lebende Vögel oder Schlangen in den Kuchen tun. Die erschrockenen Gesichter sollten auf jeden Fall zu Erheiterung der Festgesellschaft beitragen haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Als 1840 Queen Victoria und Prince Albert heirateten, gab es die erste Hochzeitstorte, die sogar die Mode beeinflusste. Der Kuchen wog 136 Kilo und hatte einen Durchmesser von drei Metern – aber noch keine Stockwerke.  Die ließen noch 18 Jahre auf sich warten, bis die Tochter von Queen Elisabeth und Prince Albert vor den Traualtar trat. Die dreistöckige Torte war fast zwei Meter hoch – seid dieser Zeit ein Muss für jedes verliebte Paar, das etwas auf sich hält.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit genügend Brandy hält sich die Torte mehrere Monate</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Charles und Diana hatten an ihrer Hochzeit mehr als 20 Kuchen, einer davon wurde dem Brauch entsprechend für die Taufe Williams aufgehoben, die jedoch erst ein Jahr später stattfand.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass es möglich ist, britische Hochzeitstorten über ein Jahr zu konservieren, liegt daran, dass sie etwas andere Zutaten aufweisen als wir es in Deutschland gewohnt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Die typische Hochzeitstorte der Briten ist ein Obstkuchen – mit Trockenfrüchten, Nüssen und: ganz viel Brandy. Der konserviert nämlich…</p>
<p style="text-align: justify;">Genauso traditionell soll auch die Torte für William und Kate werden, mit Rosinen, Walnüssen, Kirschen, geriebenen Orangen, Zitronen und, natürlich, nicht zu wenig Alkohol.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Vorbereitung fügt man dem Teig einen Monat lang wöchentlich Brandy zu.</p>
<p style="text-align: justify;">So hält sich der Kuchen dann auch bis zur Taufe des ersehnten Thronfolgers…ob es bei Kate und William auch reichen wird? Da heißt es sich gedulden und fleißig Klatschpresse lesen. Kurzfristig bleibt nur zu hoffen, dass wir im TV einen Blick auf die Hochzeitstorte werfen können und vielleicht auch sehen, wer sich das Stück mit Sweet William angelt.</p>
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		<title>Die ARD und ihr kleiner Bruder ZDF</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 16:51:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[TV&co.]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[BBC-Modell]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunk-Staatsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[Rundfunkurteil]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p>Um Nachrichten zu gucken, schaltet man ARD oder ZDF ein. In den Tagesthemen oder dem Heute-Journal bekommt man seriöse Informationen. Die Berichterstattung ist objektiv, soweit wie möglich, die Themen sind gut aufbereitet und es werden reichlich Informationen zusammengetragen. Reines Qualitätsfernsehen also&#8230; Eine kleine Geschichte der Öffentlich-Rechtlichen.</p>
<p>von Irene Najjemba und Charlotte Gondolf
</p>
<p>ARD und ZDF sind der <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/die-ard-und-ihr-kleiner-bruder-zdf">Die ARD und ihr kleiner Bruder ZDF</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/die-ard-und-ihr-kleiner-bruder-zdf"><img class="aligncenter" title="ard logo" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/de/thumb/5/53/Das_Erste-Logo.svg/250px-Das_Erste-Logo.svg.png" alt="" width="250" height="54" /></a></p>
<p><strong>Um Nachrichten zu gucken, schaltet man ARD oder ZDF ein. In den Tagesthemen oder dem Heute-Journal bekommt man seriöse Informationen. Die Berichterstattung ist objektiv, soweit wie möglich, die Themen sind gut aufbereitet und es werden reichlich Informationen zusammengetragen. Reines Qualitätsfernsehen also&#8230; Eine kleine Geschichte der Öffentlich-Rechtlichen.<span id="more-12466"></span></strong><em></em></p>
<p><em>von Irene Najjemba und Charlotte Gondolf<br />
</em></p>
<p>ARD und ZDF sind der Grund warum der GEZ-Mann plötzlich unangemeldet vor der Tür stehen kann. Beide Sender finanzieren sich größtenteils aus den sogenannten Rundfunkgebühren. Diese betragen seit dem 1. Januar 2009 ca. 18 Euro (17, 98 €)! Zwar darf auch Werbung gesendet werden, aber nur 20 min am Tag und dies bitte vor 20 Uhr. Diese Sender sind also extrem auf die GEZ-Gebühren angewiesen. Ihre Existenz ist nicht selbstverständlich. Früher trieb sogar der Postbote die Gebühren ein, da betrugen sie noch 7 DM für Radio und Fernsehen. Und diese Gebühren garantieren uns also qualitatives Fernsehen? Wie kann man qualitatives Fernsehen definieren? Und was ist, wenn ich doch lieber RTL-Nachrichten gucke? Um das Prinzip öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu verstehen muss man sich seine Entstehung genauer vor Augen führen.</p>
<p><strong>Mit dem BBC-Modell wurden zwei Merkmale des deutschen Rundfunks festgelegt </strong></p>
<p>Die Geschichte des öffentlich-rechtlichen Fernsehens beginnt zu Besatzungszeiten. Nach dem zweiten Weltkrieg und der schrecklichen nationalsozialistischen Instrumentalisierung des Rundfunks  wollten die Alliierten eine Neuerrichtung des Rundfunkwesens. Zwei Modelle standen zur Verfügung: Das zentralistische und staatsnahe französische Modell und das BBC-Modell, wonach der Rundfunk unabhänging von Regierung und Werbung zu sein hat, und Bildung, Information und Unterhaltung bieten soll. Da die Alliierten anstrebten, den deutschen Rundfunk von einer zentralen und staatlichen Einrichtung unabhängig zu machen, schien ihnen das BBC-Modell am geeignetsten eine „neuerliche Fehlentwicklung“ zu verhindern. Mit dem BBC-Modell wurden zwei Merkmale des deutschen Rundfunks festgelegt: Die regionale Struktur und die öffentlich-rechtliche Organisation.</p>
<p>…<strong>erst später wurde die ARD auch zu einem Fernsehsender</strong></p>
<p>Die ARD, auch bekannt als „Das Erste“, weil es das erste Deutsche Fernsehen war, steht für Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands. Diese gründete sich am 9. Juni 1950 aus sechs Landesrundfunkanstalten. Und die  betrieben natürlich noch kein Fernsehen, sondern Hörfunk, und den auch nicht rund um die Uhr. Damals hatte das Radio noch kein 24 h-Programm, die Sendezeit endete werktags oft um 23 Uhr und  sonntags schon um 20 Uhr.</p>
<p>Erst am 1. 11. 1954 hatte die ARD dann ihr Debüt als Fernsehsender. Es entstand ein Gemeinschaftsprogramm. Niemand ahnte damals, dass damit der bis heute größte öffentlich-rechtliche Sender Europas gegründet worden war.</p>
<p><strong>Der Staatenvertrag der Länder</strong></p>
<p>Im Vordergrund stand für die Arbeitsgemeinschaft die klare Abgrenzung von der Reichsrundfunkgesellschaft des NS-Regimes. Im Gegensatz zum zentralistischen System von damals sollte die ARD nach dem föderalistischen Prinzip verwaltet werden. Der sogenannte Staatenvertrag der Länder sichert bis heute das föderalistische Rundfunksystem in Deutschland. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Sender hinzu. Kleine Sender fusionierten und traten dann bei, große Sender teilten sich, um dann getrennt eingegliedert zu werden. Andere Sender sprangen aber auch ab.</p>
<p>Am Ende waren neun unserer derzeitigen Bundesländer mit einem eigenen Sender vertreten. Alle ARD Anstalten sind heute wirtschaftlich und organisatorisch autarke Unternehmen. Sie betreiben neben ihrer Beteiligung am Hauptprogramm der ARD ein eigenes separates, mehr regional ausgerichtetes drittes Programm. Der Marktanteil der ARD im Radio beträgt heute 55% sowie im Fernsehen 29%. „Das Erste“ ist der stärkste öffentlich-rechtliche Sender Deutschlands.</p>
<p><img class="aligncenter" title="zdf logo" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/0/02/ZDF.svg/150px-ZDF.svg.png" alt="" width="150" height="90" /></p>
<p><strong>Von Adenauers &#8220;Deutschland Fernsehen GmbH&#8221;&#8230;</strong></p>
<p>Der kleine Bruder des Ersten, das ZDF, steht etwas hinter der ARD zurück, schließlich heißt es zu Recht „Zweites deutsches Fernsehen“. Es erhält nur 30% der Rundfunkgebühren und ist etwas mehr von den Einnahmen durch die Werbung abhängig. Beide Sender verbinden aber die zwei Grundregeln, dass sie größtenteils von Rundfunkgebühren finanziert werden und staatsunabhängig sind. Dies sollte einem erneuten Missbrauch der Medien für Propagandazwecke vorbeugen.</p>
<p>Als  Bundeskanzler Adenauer 1960  mit dem Gedanken spielte, ein zweites deutsches Fernsehen zu gründen &#8211; er nannte es „Deutschland Fernsehen GmbH“ &#8211; hatte er damit anderes im Sinn. Er war es leid von der ARD kritisiert zu werden und wünschte sich ein regierungstreueres Fernsehen. Es sollte privatwirtschaftlich organisiert werden und dem Bund mehr Anteile als den Ländern zusprechen.</p>
<p><strong>&#8230;zum kleinen Bruder des Ersten</strong></p>
<p>Zum Glück weigerten sich die Länder ein solches Fernsehen zuzulassen und zogen vor das Bundesverfassungsgericht. Dieses kam 1961 zu einem der wichtigsten Rundfunkurteile: Das Adenauer Fernsehen wurde als verfassungswidrig erklärt, mit der Begründung, dass Rundfunk ein Teil der Kultur sei. Kultur sei aber Ländersache und Rundfunk habe somit staatsfern zu sein. Man verwies außerdem auf Artikel 5 des Grundgesetzes:</p>
<p><em>„Jeder hat das Recht seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“</em></p>
<p>Dennoch wird am 6. Juni 1961  das „Zweite deutsche Fernsehen“ gegründet. Die Ministerpräsidenten bestätigen auch dessen öffentlich-rechtlichen Charakter mit Unterzeichnung des Staatenvertrags. ARD und ZDF haben abgesehen von der föderalistischen Struktur und ihrem nichtkommerziellen Charakter weitere gemeinsame Prinzipien, wie, dass sie sich dem Gemeinwohl verpflichten und es sich zur Aufgabe machen unterschiedliche Interessen gesellschaftlicher Gruppen zu berücksichtigen. Ihre Leitmotive sind Information, Bildung und Unterhaltung &#8211; ein Pluralismus der Programme.</p>
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		</item>
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		<title>Ein kleiner Balkon mit großem Kultstatus</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Mar 2011 07:26:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Böld</dc:creator>
				<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[TV&co.]]></category>
		<category><![CDATA[balcony tv]]></category>
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		<category><![CDATA[webtv]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Web-TV hat sich zum neuen Spielplatz von Kreativität und Originalität entwickelt. Einen Beweis dafür bietet ein vier Quadratmeter kleiner Balkon in Hamburg. Er ist die Produktionsfläche von Balcony TV. Ein Web-Format, das in weltweit 16 Städten Musiker und Künstler auf ihre Balkone lockt.
</p>
<p style="text-align: justify;">Er heißt Häns <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/ein-kleiner-balkon-mit-grosem-kultstatus">Ein kleiner Balkon mit großem Kultstatus</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/fFExcUEiZYg" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Web-TV hat sich zum neuen Spielplatz von Kreativität und Originalität entwickelt. Einen Beweis dafür bietet ein vier Quadratmeter kleiner Balkon in Hamburg. Er ist die Produktionsfläche von Balcony TV. Ein Web-Format, das in weltweit 16 Städten Musiker und Künstler auf ihre Balkone lockt.<span id="more-12280"></span><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Er heißt Häns Dämpf. Ein Zylinder sitzt auf seinem Kopf, eine rote Fliege ziert seinen Hals. Adrett zurecht gemacht sitzt er auf einem Bobby-Car und freut sich, auf dem vier Quadratmeter kleinen Balkon Platz gefunden zu haben. Im Hintergrund wartet seine zweiköpfige Band auf den Einsatz für das geplante Lied. Sobald die Moderatorin Johanna Leuschen das Feld geräumt hat, geht es auch schon los: „Wulle wulle Schinkenspeck, trulla trulla Fliegendreck“ singt Häns Dämpf änd Bänd und fuchtelt dabei mit den Armen als befinde er sich bei einem Body Workout.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Franchise-Balkone</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Skurril, originell und kreativ. Das ist das Geheimrezept von <a href="http://www.balconytv.com/" target="_blank">Balcony TV</a>. Ein Web-TV-Format, dessen Ursprung in Irland liegt. Hier hatten die drei Mitbewohner Stephen O&#8217;Reagan, Tom Millet und Pauline Freeman die Idee ihren Balkon über der Dame Street in Dublin einfach mal intensiver zu nutzen. So luden sie Nachwuchsmusiker und Künstler auf ihren Balkon ein, um sie zu filmen und anschließend in einem kleinen Musikclip auf ihrer Homepage namens balconytv.com online zu stellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das war 2006. Fünf Jahre später gibt es ein weltweites Netz von 16 Balkon-Bühnen. Neben New York, Auckland und London betreiben Johanna Leuschen und Lars Kaufmann bereits seit dem 1. September 2007 den kleinen Hamburger Balkon über der Reeperbahn. Täglich werden neue Clips auf die Homepage und danach in das Balcony TV-Archiv gestellt. Mittlerweile befinden sich hier rund 1300 Clips. Dabei reicht die Bandbreite von kuriosen Acts wie Häns Dämpf änd Bänd über Beatbox-Talente bis hin zu melancholischen Gitarrenkünstlern.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Web-TV als Einstieg</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Balcony TV ist nicht nur eine alternative Werbe-Plattform für Künstler, sondern vor allem auch ein Platz für junge Medienmacher, um sich auszuprobieren und zu entwickeln. „Man kann im Internet – wenn man gut ist – mit viel Engagement, aber ohne Kapital sein Format und seinen Stil entwickeln“, sagt Leuschen. Beim traditionellen Fernsehen sei dies anders. „Im Netz zählen andere Kriterien: Originalität und Kreativität einer Idee sind wichtigere Faktoren als zum Beispiel ein großes Budget oder Startkapital, um ein Format für das traditionelle Fernsehen zu entwickeln.“ Besonders die geringen Eintrittsbarrieren seien daher an der Entwicklung von Web-Formaten so verlockend.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch braucht es diese eine gute Idee, um sich von der Konkurrenz im vielfältigen Netz abzusetzen. Leuschen zählt vor allem ein klares Konzept und die Originalität zu den Erfolgsfaktoren von Balcony TV. „Wer bei uns auf der Seite stöbert, merkt schnell, dass der Name Programm ist“, erzählt Leuschen. Balcony TV, das sei Musik vom Balkon, ganz einfach. Die Künstler werden interviewt, singen ihren Song und werden zum Abschluss erneut interviewt. „Wenn sich neun Leute einer Ska-Kombo auf einen vier Quadratmeter Balkon quetschen und das dann auch noch gut klingt, macht’s Spaß zuzusehen“, beschreibt Leuschen ihren Erfolg. Wechselt ein Format hingegen ständig seine Darstellungsformen, so würde das nur zur Verwirrung führen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch Balcony TV profitiert nicht nur durch skurrile und originelle Auftritte. Durch das Motto ‚keep it simple‘ setzt es sich vor allem durch seine Umsetzung von gängigen Studioproduktionen ab. „Wenn es regnet, wird eben ein Regenschirm drüber gehalten“, sagt Leuschen. Und wenn bei dem Act von Milow im Hintergrund der Soundcheck seiner Band zu hören ist, dann ist das eben so. Balcony TV entwickelt seinen eigenen Charme: authentisch, mit dem richtigen Blick zur Professionalität.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Statt Profit Ruhm und Anerkennung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Einen gravierenden Nachteil haben Web-TV-Formate allerdings: Leben lässt sich davon nicht. „Man braucht zwar nicht viel Geld, um ein Konzept umzusetzen, doch meistens bekommt man auch keines dafür“, bedauert Leuschen. Auch Balcony TV kann mit seinen mittlerweile 20 000 Clicks pro Tag keinen Profit machen. Dafür fehlt noch ein Sponsor, den die Entwickler gerade suchen. Von einer grundsätzlichen Abkehr von traditionellen Medien und einer ‚Internet-only‘-Einstellung rät Leuschen daher ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch auch wenn das Team um Balcony TV bisher keinen finanziellen Erfolg hatte, Ruhm und Anerkennung ist ihnen in der Netz-Community und auch bei begehrten Preisausschreiben gewiss. 2007 gewann das Konzept bei den „Irish Digital Media Awards“ den Preis für die „Best Music Website“ und der Ableger in Hamburg wurde 2010 für den begehrten „Hans“ in der Kategorie „Hamburger Medienformat des Jahres“ nominiert. Zudem sind zahlreiche deutsche Redaktionen auf das Format aufmerksam geworden. So berichteten ZDFheute.de und auch das ARD Nachtmagazin von der Kunst auf dem Balkon.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Berühmte Gesichter </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Balcony TV hat so seine eigene Fangemeinde aufgebaut. Diese freut sich nicht zuletzt auch darüber, wenn sich wieder einmal ein prominentes Gesicht die Ehre gibt. Denn auf den Balkon-Bühnen treten nicht nur unbekannte Nachwuchskünstler auf. Auch prominente Gäste wie die Band Revolverheld spielten in Hamburg bei winterlichten Temperaturen ihren Song „Spinner“ und in Dublin trat der berühmte australische Sänger Xavier Rudd auf.</p>
<p style="text-align: justify;">Wegen Überfüllung schließen musste das Hamburger Balcony TV-Team aber noch nicht. „Einen 30köpfigen Gospelchor habe ich bisher auch noch nicht gebucht. Das könnte eng werden“, vermutet Leuschen. Bis dahin darf der Zuschauer sich weiterhin an prominenten, kreativen und skurrilen Acts wie Häns Dämpf änd Bänd erfreuen. Diese haben es bisher zwar noch nicht in die Musikcharts geschafft. Mit ihrem Auftritt „Wulle wulle Schinkenspeck“ belegen sie dafür aber den neunten Platz der weltweit meistgesehensten Videos von Balcony TV. Bei einer Auswahl von über 4000 Videos ist das bereits ein großer Schritt von einem kleinen Balkon.</p>
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		<title>„Wir holen jetzt die Kamera, bleiben Sie bitte auf Sendung!“</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 10:14:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sarah Böld</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: center;">Der entscheidende Moment in Kairo</p>
<p style="text-align: justify;">Damit hatte Jörg Armbruster wohl kaum gerechnet. Mitten in der Schalte zur ARD Tagesschau um 17:00 Uhr brechen die Menschenmassen 13 Stockwerke unter ihm in Jubel aus. Hosni Mubarak hatte soeben seinen Rücktritt als ägyptischer Präsident verkündet. Ein guter Grund für Medienblick Bonn sich die Reaktion Armbrusters <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/%e2%80%9ewir-holen-jetzt-die-kamera-bleiben-sie-bitte-auf-sendung%e2%80%9c">„Wir holen jetzt die Kamera, bleiben Sie bitte auf Sendung!“</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><a href="http://tagesschau.vo.llnwd.net/d3/video/2011/0211/TV-20110211-1717-1801.webm.h264.mp4"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/%e2%80%9ewir-holen-jetzt-die-kamera-bleiben-sie-bitte-auf-sendung%e2%80%9c"><img class="aligncenter size-full wp-image-11957" title="tagesschau.de_ armbruster erlebt revolution in ägypten" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/tagesschau.de_-armbruster-erlebt-revolution-in-ägypten.png" alt="" width="461" height="289" /></a></a><a href="http://tagesschau.vo.llnwd.net/d3/video/2011/0211/TV-20110211-1717-1801.webm.h264.mp4" target="_blank">Der entscheidende Moment in Kairo</a></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Damit hatte Jörg Armbruster wohl kaum gerechnet. Mitten in der Schalte zur ARD Tagesschau um 17:00 Uhr brechen die Menschenmassen 13 Stockwerke unter ihm in Jubel aus. Hosni Mubarak hatte soeben seinen Rücktritt als ägyptischer Präsident verkündet. Ein guter Grund für Medienblick Bonn sich die Reaktion Armbrusters genauer anzusehen.<span id="more-11953"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der ARD Korrespondent Jörg Armbruster steht im 13. Stockwerk eines Hochhauses in Kairo und tut das, was Korrespondenten sonst nie tun: Er steckt das Mikrofon aus und verschwindet aus dem Bild. Kurze Sekunden später wackelt es. Wir sehen den Boden, den Fensterrahmen, blinkende Technik, einen Balkon. Der Kameramann erreicht  das Geländer und blickt in die Tiefe.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf der Corniche Kairos sieht der Zuschauer jubelnde Menschenmassen, die im Kreis tanzen und Fahnen schwenken. Sie freuen sich über Hosni Mubaraks Rücktritt. Der ägyptische ‚Pharao‘, der 30 Jahre lang das Land regierte, legt am 11. Februar 2011 sein Amt nieder und Armbruster ist live dabei.</p>
<p style="text-align: justify;">„Es war einer der für mich bewegendsten Momente in meinem Reporterleben. Ich glaube man muss ein großes Glück haben als Korrespondent einen solchen Augenblick miterleben zu dürfen“, sagt Armbruster einige Stunden später im ARD Brennpunkt, sichtlich stolz und berührt von dem Höhepunkt der 18-tägigen Demonstrationen auf dem Tahrir-Platz, dem Platz der Befreiung in Ägypten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Emotionen statt Informationen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Überrascht, aber um weitere Informationen bemüht, war Armbrusters Kollege Claus-Erich Boetzkes im Studio der Tagesschau. Warum hatte Mubarak einen Abend zuvor noch angekündigt, dass er nicht zurücktreten würde? Wohin würde der gestürzte Präsident nun reisen?</p>
<p style="text-align: justify;">Doch Armbruster gibt, wie er selbst sagt, nur „kurzatmige Interpretationen.“ Was zählt sind weniger Informationen, sondern vielmehr Emotionen. Mehr hätte er zunächst nicht zu bieten. Daher unterbricht er Boetzkes bevor dieser eine weitere Frage stellt: „Aber hören Sie selber nochmal in diesen unbeschreiblichen Jubel hinein.“</p>
<p style="text-align: justify;">Das zwischenzeitliche Durcheinander zwischen Korrespondent und Moderator sollte von den Zuschauern entschuldigt sein. Denn selten sind sie dabei, wenn Geschichte live miterlebt wird und selten lässt ein Korrespondent Bilder wirken, ohne sie direkt mit Spekulationen, Interpretationen und Informationen zu überhäufen. Dadurch kann sich auch der Zuschauer mitfreuen und seine Emotionen zulassen. So schreibt ein Zuschauer auf der ARD Homepage: „Das erinnert mich an jene leicht verunglückte Pressekonferenz 1989, der dann der Tanz auf der Mauer folgte.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Korrespondent darf sich menschlich zeigen </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Distanziert und neutral kann man in diesem Moment als Zuschauer nicht bleiben und ein unnatürlich distanziert wirkender Korrespondent würde seiner Aufgabe, ein authentisches Bild der Welt zu vermitteln, kaum gerecht werden. Der Korrespondent sollte sich zwar nicht jubelnd zu den Mengen gesellen, doch er darf sich menschlich und berührt zeigen. Er erlaubt es so dem Zuschauer zu Hause mitzufühlen, zu hören und zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">„Wir neigen ja manchmal dazu das Negative zu berichten, aber der Jubel der 13 Stockwerke unter uns dann hochbrandete, der ergriff uns alle“, erzählte Armbruster der Brennpunkt Moderatorin Ute Brucker. Armbruster hat die richtige Balance zwischen Informations- und Emotionsvermittlung gefunden. Daher freut sich der Zuschauer, wenn er endlich einmal mitjubeln darf und der ARD Korrespondent genau zur richtigen Zeit und am richtigen Ort „einfach mal das Mikrofon runter“ hält.</p>
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		<title>Du bist ein Star &#8211; bitte hör auf!</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philine Lissner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p class="wp-caption-text">bäääääh!</p>
<p>Zumindest was Unterhaltungsfernsehen und Boulevardpresse angeht, stand der Januar ganz im Zeichen des RTL-Dschungelcamps. Der geballten Bilder- und Tratschflut konnte sich niemand entziehen, der nicht komplett auf Medien verzichtete. Die freiwillige Selbstauslieferung der sogenannten Stars hin oder her &#8211; solche Formate müssen ein Ende haben. In der siebten Southpark-Staffel wurde einst aufgedeckt, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/du-bist-ein-star-bitte-hor-auf">Du bist ein Star &#8211; bitte hör auf!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_11744" class="wp-caption aligncenter" style="width: 190px"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/du-bist-ein-star-bitte-hor-auf"><img class="size-thumbnail wp-image-11744" title="300px-Tox_inedible.svg" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/300px-Tox_inedible.svg_-150x150.png" alt="" width="180" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">bäääääh!</p></div>
<p><strong>Zumindest was Unterhaltungsfernsehen und Boulevardpresse angeht, stand der Januar ganz im Zeichen des RTL-Dschungelcamps. Der geballten Bilder- und Tratschflut konnte sich niemand entziehen, der nicht komplett auf Medien verzichtete. Die freiwillige Selbstauslieferung der sogenannten Stars hin oder her &#8211; solche Formate müssen ein Ende haben. </strong><span id="more-11641"></span>In der <a href="http://www.southpark.de/guide/episoden/704/" target="_blank">siebten Southpark-Staffel</a> wurde einst aufgedeckt, dass der komplette Planet Erde als Reality-Show von Außerirdischen konzipiert wurde. Mit diesem Wissen im Hinterkopf machen Formate wie <a href="http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/ich-bin-ein-star.html" target="_blank">&#8220;Ich bin ein Star &#8211; holt mich hier raus!&#8221;</a> durchaus Sinn. Wenn wir sowieso alle nur Marionetten einer fremden Belustigungsform sind, können wir Darsteller &#8211; auch Menschen genannt &#8211; uns ruhig auch voreinander bloßstellen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Voyeurismus als Volkssport</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nehmen wir aber einmal allen Spaß beiseite, bleiben nur ein paar Schlagwörter übrig: Demütigung. Voyeurismus. Fremdschämen. Dass irgendwer Krokodilpenisse und Schafshirn essen muss, mit Schleim übergossen wird und durch Kakerlaken krabbelt, ist natürlich eine Form der  Menschenquälerei und als solche längst salonfähig. Dass das Ganze jede Menge Zuschauende kritiklos mitfiebern lässt, ist psychologisch sicher ganz einfach zu <a href="http://www.stern.de/kultur/tv/ekel-in-der-kultur-die-faszination-des-abartigen-652419.html" target="_blank">erklären</a>. Dass sich aber die teilnehmenden &#8220;Stars&#8221; freiwillig der ganzen Prozedur unterziehen und ihre Erlebnisse dann als wertvolle Selbsterfahrung verkaufen, ohne lachen zu müssen, ist die bemerkenswerteste schauspielerische Leistung der ganzen Serie &#8211; oder ganz einfach Dummheit ohne Gleichen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Rainer Langhans und die Mitte der Gesellschaft</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Besonders interessant war an dieser Staffel aber der Einzug eines Pseudo-Intellektuellen in Form von Rainer Langhans. Und auch der Alt-68er wollte uns das Dschungelcamp allen Ernstes als tiefergehendes Erlebnis verkaufen. Ein kritisch-belustigtes <a href="http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/ich-muss-jetzt-erst-mal-scheisse-fressen/" target="_blank">taz-Interview</a> mit Langhans lässt sich etwa so zusammenfassen:</p>
<p style="text-align: justify;">-Das Dschungelcamp ist wie die Kommune eine &#8220;menschliche Urgemeinde&#8221;, in der man durch Selbstanalyse und Neuerfindung zu besseren Menschen wird<br />
-Das Format ist zutiefst politisch<br />
-Durch das Dschungelcamp kommt Langhans wieder in die Mitte der Gesellschaft<br />
-Die 50.000 Euro Gage sind eine große Schwierigkeit für ihn</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Aussagen sprechen für sich und bleiben hier unkommentiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Muss das sein?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Lust am Ekel ist nicht erst seit dem Expressionismus en vogue. Und die Kritikwelle am Ekelfernsehen ist schon längst wieder abgeflaut. Trotzdem kommt hier die Bitte: Lasst mich in Ruhe damit. Ich möchte eine Zeitung aufschlagen, meine Mails abrufen, durch die Kanäle zappen können, ohne dass sich mir der Magen umdreht. MTV ist gerade erst zum <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/medienpolitik/mtv-–-wo-bist-du-hin" target="_blank">Bezahlsender umgewandelt</a> worden &#8211; viel lieber würde ich hier einen Nachruf auf RTL lesen. Wieso nicht Formate wie das Dschungelcamp ins PayTV abschieben?</p>
<p style="text-align: justify;">
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		<title>31 Tage ohne Fernseher – ein Versuch</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:50:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorsatz]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">©Rossman</p>
<p style="text-align: justify;">Jedes neue Jahr beginnt mit Vorsätzen. Mache sind neu, andere alt, wobei grade das kein gutes Zeichen ist. 2011 versuche ich mich zu überlisten, indem ich keinen Vorsatz für 365 Tage, sondern nur für 31 gefasst habe. Ich habe allerdings noch nie einen Vorsatz länger als fünf Tage durchgehalten, also ist auch <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/31-tage-ohne-fernseher-%e2%80%93-ein-versuch">31 Tage ohne Fernseher – ein Versuch</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11731" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/31-tage-ohne-fernseher-%e2%80%93-ein-versuch"><img class="size-medium wp-image-11731 " title="441776_R_B_by_sigrid-rossmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/02/441776_R_B_by_sigrid-rossmann_pixelio.de_-300x228.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">©Rossman</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jedes neue Jahr beginnt mit Vorsätzen. Mache sind neu, andere alt, wobei grade das kein gutes Zeichen ist. 2011 versuche ich mich zu überlisten, indem ich keinen Vorsatz für 365 Tage, sondern nur für 31 gefasst habe. Ich habe allerdings noch nie einen Vorsatz länger als fünf Tage durchgehalten, also ist auch das eine Herausforderung.</strong></p>
<p><span id="more-11696"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mein Vorsatz</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Im Januar kein Fernsehen. Auch nicht im Internet. Ein besonders wichtiger Punkt: Kein Klatsch und Tratsch. Weder Audio, Digital, Online noch Print.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der Hintergedanke</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe in den letzten zwei Monaten erstens zu viele Fernsehserien geschaut und zweitens schaue ich schon immer zu viel Promiquatsch á la Taff, Prominent oder Exklusiv. An ganz schlimmen Tagen schaue ich auch alles hintereinander, was bedeutet, ich sehe die neuesten Gerüchte über Brad Pitt und Angelina Jolie drei Mal.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn ich nicht weiß, was ich machen soll (oder es schon weiß, aber keine Lust dazu habe), schaue ich Fernsehen. Lasse mich berieseln und bin eine Stunde beschäftigt. Zufrieden bin ich danach nicht. Es ist, als würde ich mich für die Zeit des Fernsehens ruhig stellen, auf Stand by sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Hoffnung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich möchte nicht für immer auf meinen Fernseher verzichten. Ich würde nur gerne bewusst das schauen, was mich interessiert und nicht aus Langeweile durch die Programme schalten. Klatsch und Tratsch möchte ich eigentlich gar nicht mehr schauen…</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es geht los</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Tag 1. Ich bin topp motiviert. Ich schaffe das…</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 3. Komme vom Arbeiten, muss dringend abschalten. Es ist 17:00 Uhr. Ideale Taff- Zeit. Aber ich darf ja kein Taff schauen, fällt mir im nächsten Moment ein. Was soll ich jetzt nur tun? Ich versuche es mit einem Buch.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 7. Der gewünschte Effekt war ursprünglich, dass ich mehr lerne und weniger Zeit „vergeude“. Gut, ich habe kein TV geschaut. Stelle mir die Frage, ob zwei Bücher in ein paar Tage zu lesen sehr viel effektiver war.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 10. Brauche dringend visuelle Bilder. Möchte mich unbedingt berieseln lassen! Ausweg: Ich biege meine Regeln zurecht und schaue kleine Videos in der Mediathek von ZDF. Hochwertige Berichterstattung &#8211; da lernt man ja auch was bei, schließlich studiere ich Geographie! Stelle fest, dass mir Videos über die Erwärmung der Weltmeere nicht so viel Spaß machen wie Taff schauen. Schade.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 15. Rückfall. Habe zwar nicht offiziell den Fernseher angeschaltet, aber plötzlich war ich wieder auf pro7.de und habe nach Promiquatsch Ausschau gehalten. Mein Gehirn braucht das einfach zum entspannen. Du meine Güte. Sollte schleunigst eine Lerntaktik weit weg vom Laptop entfernt entwickeln…Bücher und Papier bieten keine Möglichkeit, an audiovisuelle Medien zu geraten.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 20. Der Rückfall hält an. Mir doch egal. Ich sehe es nicht mehr ein. Ich lerne den ganzen Tag, da wird mir doch wohl eine Entspannung erlaubt sein. Ich schau Fernsehen. Und habe ein furchtbar schlechtes Gewissen. 15 Tage sind besser als fünf, aber nicht so gut wie 31.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 23. Soll ich es noch mal versuchen? Eine Woche habe ich ja noch. Ich gehe tief in mich, mobilisiere meinen letzten Rest an sehr schwachem Willen und schalte den Fernseher AUS.</p>
<p style="text-align: justify;">Tag 31. Geschafft! Und keinen Tag länger hätte ich das ausgehalten. Ganz ehrlich. Habe ich etwas gelernt? Ich bin tatsächlich von meiner TV-Serien Sucht weg gekommen, das macht mich stolz (gut, ich habe mittwochs abends Doctor’s Diary geschaut, aber das musste sein). Dem Promiquatsch bin ich nach wie vor erlegen, aber ich habe mich auf Taff reduziert – das macht eine Stunde Zeitgewinn pro Tag!</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>31 Tage ohne Fernsehen – hat nicht geklappt. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Davon los gekommen bin ich nicht. Mein Fernsehkonsum hat sich auf natürliche Weise reguliert, je näher die Klausuren kommen. Ich weiß, wenn es darauf ankommt, kann ich den Fernseher ausmachen. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, dann verplempere ich meine Zeit gerne. Immerhin schaue ich keine vier bis fünf Stunden pro Tag, wie der durchschnittliche Bundesbürger. Aufhören scheint nicht so mein Ding zu sein. Ich kann nur hoffen, dass ich bestimmte Dinge nie anfangen werde &#8211; denn aufhören ist schwer.</p>
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		<title>MTV – Wo bist du hin?</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:50:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Phyllis Kuhn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Februar 2011: Aufhören!]]></category>
		<category><![CDATA[Musik&co.]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/albany_tim, Lizenz: CC 2.0 BY</p>
<p style="text-align: justify;">Seit dem 1. Januar 2011 ist es nun soweit: im normalen Free-TV ist MTV- Deutschland endgültig nicht mehr zu empfangen. Wer auf inspirierende Klingeltonwerbung oder packende Countdown-Sendungen, wie „40 Most Shocking Celebrity Divorces“ nicht verzichten will, muss zahlen. Denn MTV ist nun Pay-TV und kann zukünftig nur <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/mtv-%e2%80%93-wo-bist-du-hin">MTV – Wo bist du hin?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_11517" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-11517" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/mtv-%e2%80%93-wo-bist-du-hin/attachment/das-ende-des-fernsehens"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/tvco/mtv-%e2%80%93-wo-bist-du-hin"><img class="size-medium wp-image-11517 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/01/das-ende-des-fernsehens-300x200.jpg" alt="Foto: flickr.com/albany_tim, Lizenz: CC 2.0 BY" width="300" height="200" /></a></a><p class="wp-caption-text">Foto: flickr.com/albany_tim, Lizenz: CC 2.0 BY</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Seit dem 1. Januar 2011 ist es nun soweit: im normalen Free-TV ist <a href="http://www.mtv.de/home" target="_blank">MTV</a>- Deutschland endgültig nicht mehr zu empfangen. Wer auf inspirierende Klingeltonwerbung oder packende Countdown-Sendungen, wie „40 Most Shocking Celebrity Divorces“ nicht verzichten will, muss zahlen. Denn MTV ist nun Pay-TV und kann zukünftig nur noch im Abo auf digitalen Kabel-, Satelliten- und Breitbandplattformen empfangen werden.<span id="more-11516"></span><br />
</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gab es den „klassischen“ MTV-Zuschauer zum Schluss überhaupt noch? Viele von uns können sich vielleicht noch an lange Nachmittage mit MTV erinnern, immer in der Hoffnung, den Lieblingsvideoclip zu erwischen. Diese Zeiten sind natürlich schon längst vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">Wo früher Musikprogramm die Regel und Sitcoms oder Shows die Ausnahme waren, ist es heute andersherum. Die Frage ist nun, wer MTV bitteschön so vermissen wird, dass er oder sie auch noch freiwillig für uralte Sitcoms und die „40 Naughtiest Celebrity Scandals“ bezahlen will?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie zielgruppengerecht ist eigentlich „Date my Mom“?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">MTV rechtfertigte sich gegenüber der Kritik, dass das Programm immer anspruchloser werde, häufig mit der Aussage, das Programm sei nun mal auf die Zielgruppe abgestimmt, anspruchsvollere Themen wie etwa Politik, würden <a href="http://www.dwdl.de/story/15171/mhlemann_verteidigt_neuen_kurs_von_mtv/" target="_blank">„leider nicht besonders gute Quoten holen“</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Offenbar ist der Kampf mit der Quote nun endgültig verloren: mit dem Videoclip der Spice Girls „Viva forever“ gab MTV in Deutschland seinen verbliebenen Zuschauern in der Nacht zum neuen Jahr zu verstehen, dass man nun auf den Schwestersender VIVA wechseln müsse, um weiter kostenloses Musikfernsehen konsumieren zu können.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Musikfernsehen – nur Nostalgie?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der Ratschlag mag zwar wohlgemeint sein, ist jedoch reichlich realitätsfern. Wer auf der Suche nach einem bestimmten Musikvideo ist, kann sich dies jederzeit kostenlos bei YouTube oder <a href="http://www.tape.tv/" target="_blank">tape.tv</a> ansehen. Und auch alte Sitcoms und Reality-Soaps dürften in den Weiten des Internets problemlos zu finden sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Grund, warum wir in den Neunzigern dennoch gerne Musiksender wie MTV oder VIVA eingeschaltet haben, war die angenehme musikalische Berieselung nebenbei. Und alle drei oder vier Clips mal ein kurzer Werbespot war auch zu verkraften. Nicht so im Laufe des letzten Jahrzehnts: die Werbespots wurden immer länger und anstrengender („Frag den SMS-Guru“), die übriggebliebenen Musikvideo-Programme (z.B. <a href="http://www.mtv.de/tv/shows/225633-mtv-noise.html" target="_blank">MTV Noise</a>) rutschten immer weiter ins Nacht- oder Morgenprogramm.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine ganze Generation wurde einst geprägt durch die Videos von Madonna oder Michael Jackson. In welch anderem Medium hätten Stars, wie die Queen und der King of Pop je zu solchen Berühmtheiten werden können? Es wird die Zeit kommen, in der auch wir so nostalgisch von Musiksendern sprechen werden, wie einst unsere Eltern, wenn sie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Formel_Eins" target="_blank">„Formel 1“</a> oder dem <a href="http://www.wdr.de/tv/rockpalast/" target="_blank">WDR-“Rockpalast“</a> nachtrauerten. Die MTV-Generation ist tot. Es lebe YouTube!</p>
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