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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Online&amp;co.</title>
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		<title>Neusprech</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 18:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>danielkopp</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blick des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">flickr. com / sborchert</p>
<p style="text-align: justify;">Jedem, der George Orwells immer noch aktuelle Dystopie &#8220;1984&#8243; gelesen hat, ist Neusprech wohl ein Begriff. Das totalitäre Regime, das Orwell warnend porträtiert, öffnete eine eigene Abteilung, die eine neue Sprache entwickelte: Nicht zur besseren Verständigung, sondern zur vollständigen Kontrolle der Menschen. Denn unter anderem wurden Begriffe wie &#8220;Freiheit&#8221; <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/neusprech">Neusprech</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_17793" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2012/02/3506837675_71f519b567.jpg"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/neusprech"><img class="size-medium wp-image-17793 " title="3506837675_71f519b567" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2012/02/3506837675_71f519b567-300x197.jpg" alt="" width="300" height="197" /></a></a><p class="wp-caption-text">flickr. com / sborchert</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jedem, der George Orwells immer noch aktuelle Dystopie &#8220;1984&#8243; gelesen hat, ist Neusprech wohl ein Begriff. Das totalitäre Regime, das Orwell warnend porträtiert, öffnete eine eigene Abteilung, die eine neue Sprache entwickelte: Nicht zur besseren Verständigung, sondern zur vollständigen Kontrolle der Menschen. Denn unter anderem wurden Begriffe wie &#8220;Freiheit&#8221; oder &#8220;Revolution&#8221; gestrichen und somit auch die Vorstellungen zu diesen unterdrückt. Der Blog <a href="http://neusprech.org/" target="_blank">Neusprech.org</a>, der mit dem Grimme-Online-Award 2011 geehrt wurde, widmet sich der Aufklärung solcher Wortverdreher in der deutschen Politik und Öffentlichkeit ist, deshalb ist er unser Blick des Tages.</strong></p>
<p>    <iframe src="http://www.facebook.com/plugins/like.php?href=http://medienblick-bonn.de/blick-des-tages/neusprech&amp;layout=standard&amp;show-faces=true&amp;width=500&amp;action=like&amp;colorscheme=light" scrolling="no" frameborder="0" allowTransparency="true" style="border:none; overflow:hidden; width:500px; height:60px"></iframe><br />
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		<title>Peinliche Verbrech … Versprecher von Politikern</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 14:25:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sopi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
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		<category><![CDATA[Westerwelle]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bild: Christian Seidel  / pixelio.de</p>
<p style="text-align: justify;">Versprecher können ein Versehen sein oder man hat sich schon stundenlang den Mund fusselig geredet und bringt komplizierte Begriffe nicht mehr fehlerfrei über die Lippen. Wenn beim Reden die Konzentration nachlässt, können durch Versprecher auch versteckte Wahrheiten zum Vorschein kommen. Nach dem Psychoanalytiker Sigmund Freund spricht man <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/peinliche-verbrech-%e2%80%a6-versprecher-von-politikern">Peinliche Verbrech … Versprecher von Politikern</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16527" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/peinliche-verbrech-%e2%80%a6-versprecher-von-politikern"><img class="size-medium wp-image-16527  " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/mikro-300x192.jpg" alt="" width="300" height="192" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Christian Seidel  / pixelio.de</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Versprecher können ein Versehen sein oder man hat sich schon stundenlang den Mund fusselig geredet und bringt komplizierte Begriffe nicht mehr fehlerfrei über die Lippen. Wenn beim Reden die Konzentration nachlässt, können durch Versprecher auch versteckte Wahrheiten zum Vorschein kommen. Nach dem Psychoanalytiker Sigmund Freund spricht man in diesem Fall von der „Freud&#8217;schen Fehlleistung“, die die Gedanken eines Redners unbewusst enttarnen.</strong><span id="more-16526"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Verraten sich die Politiker also selbst, wenn ihnen bei Reden in der Öffentlichkeit ein Missgeschick, also ein Versprecher unterläuft? Teilweise würde das einen tieferen Sinn ergeben, wenn man einen genaueren Blick auf die Versprecher von Politiker wirft. Wem ist so etwas denn bereits schon mal passiert? Da lohnt sich ein kleiner Rückblick.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Merkel</strong></p>
<p>„Mein lieber Roland Kotz&#8230; äh Koch&#8230;“<br />
So lautete die scharmante Anrede von Angela Merkel gegenüber dem damaligen Ministerpräsidet von Hessen auf dem CDU-Parteitag 2008. Ob damit kurzzeitig ihre Sympathie für Roland Koch zum Ausdruck gekommen ist?</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Stoiber</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Für Humor in den Medien war zu seiner Amtszeit in Bayern natürlich Edmund Stoiber genau der richtige Kandidat. Ob er sagte: „Ich weiß, wie es ist, Mutter von drei Kindern zu sein.“ oder „Wenn heute eine Familie ein Kind bekommt. Eine Frau mit ihrem Mann oder umgekehrt“ bis hin zu den Blumen, die er im Garten gerne „hinrichtet“. Seine Versprecher werden immer wieder gerne zitiert.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16538" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><img class="size-medium wp-image-16538  " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/redepult1-300x209.jpg" alt="" width="300" height="209" /></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Rolf van Melis  / pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schäuble</strong></p>
<p style="text-align: justify;">„Inzwischen eröffnen uns Computer und Internet ganz neue Austausch- und Informationskontrollen … ähm, -kanäle.“ Dieser Versprecher ist Wolfgang Schäuble zuzuordnen, doch war es überhaupt ein richtiger Versprecher? Angesichts seiner zuvor geforderten Computerüberwachung liegt an dieser Stelle wohl die „Freud&#8217;sche Fehlleistung“ vor.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Westerwelle</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ein sehr unangenehmen Versprecher hat sich Guido Westerwelle geleistet, als er seine erste Rede vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen gehalten hat. In dieser lautete es zum Thema Nahost-Konflikt: „Die für 2012 geplante Konferenz zur Einrichtung einer Zone von Massenvernichtungswaffen im Nahmen Osten ist eine große Chance für Frieden und Sicherheit in dieser Region.“ Es sollte jedoch um eine Zone gehen, die <em>frei</em> von Massenvernichtungswaffen ist. Dieser Patzer ist jedoch den meisten Anwesenden nicht aufgefallen. Eine solche Aussage wäre auch wohl kaum von Außenminister Guido Westerwelle zu erwarten gewesen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir wollen mehr</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl die Pleiten und Pannen dieser und anderer deutschen Politiker schon eine Weile in der Vergangenheit liegen, sind sie im Netz in zahlreichen Youtube-Videos und Hitlisten der dümmsten und peinlichsten Versprecher vorzufinden und freuen sich über hohe Klickzahlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dazu zwei Videos zum Erheitern.</p>
<p><object width="560" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/j9F3QLOIIjQ?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/v/j9F3QLOIIjQ?version=3&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p><object width="560" height="315"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/-t7X6sdSGP0?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/v/-t7X6sdSGP0?version=3&amp;hl=de_DE" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>Etwas mehr Professionalität bitte!</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 14:22:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>danielkopp</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Gerd Altmann / pixelio.de</p>
<p style="text-align: justify;">LinkedIn und XING sind sogenannte Business-Netzwerke. Das soll soviel bedeuten wie strikte Trennung des Beruflichen vom Privaten. Ob sie dieses Versprechen halten? Und welche Rolle spielt Facebook in dieser Branche?</p>
<p style="text-align: justify;">Der Werbespruch beim Betreten des sozialen Business-Netzwerks XING lautet „Für Privates gibt’s Facebook, für Berufliches gibt’s XING!“. Daran <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte">Etwas mehr Professionalität bitte!</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16543" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a rel="attachment wp-att-16543" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte/attachment/543479_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/etwas-mehr-professionalitat-bitte"><img class="size-medium wp-image-16543" title="543479_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/543479_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></a><p class="wp-caption-text">Gerd Altmann / pixelio.de</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>LinkedIn und XING sind sogenannte Business-Netzwerke. Das soll soviel bedeuten wie strikte Trennung des Beruflichen vom Privaten. Ob sie dieses Versprechen halten? Und welche Rolle spielt Facebook in dieser Branche?</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><span id="more-16534"></span>Der Werbespruch beim Betreten des sozialen Business-Netzwerks XING lautet „Für Privates gibt’s Facebook, für Berufliches gibt’s XING!“. Daran lässt sich gut ablesen, was das Alleinstellungsmerkmal der Business-Netzwerke sein soll: Die Trennung von Beruflichem und Privatem. XING nennt sich auch „Das professionelle Netzwerk“. Während also Facebook den Nutzern eine Plattform für mehr oder weniger privaten Austausch bietet, verschreiben sich <a href="https://www.linkedin.com/" target="_blank">LinkedIn</a> und <a href="http://fbx.xing.com/?dpt=makhh&amp;ttp=sem&amp;plf=goo&amp;xtr=de11&amp;pid=brte" target="_blank">XING</a> dem Pflegen und Erweitern von beruflichen Kontakten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es klappt</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Kurz zur Geschichte der beiden Netzwerke: XING wird 2003 vom Deutschen Lars Hinrichs unter dem Namen OpenBC gegründet, durchbricht 2006 erstmals die magische eine Million-Mitglieder-Grenze und wird im selben Jahr in XING umbenannt. Der Name bedeutet zum einen „Es klappt“ auf Chinesisch und ist in den USA die Abkürzung für „Crossing“, in übertragener Bedeutung „sich treffen“. Heute zählt es ca. elf Millionen Mitglieder, ungefähr fünf Millionen davon in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz). Damit ist es das meistbenutzte Business-Netzwerk in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">
Konkurrenz bekam Xing 2009 durch die deutschsprachige Version des Business Netzwerke-Goliaths LinkedIn. Das ebenfalls seit 2003 verfügbare Netzwerk ist weltweiter Branchenführer der beruflichen Netzwerke mit mittlerweile 120 Millionen Mitgliedern, davon circa zwei Millionen in der DACH-Region. Tendenz steigend.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir sind professionell</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Frage ist nun, inwiefern sich dieser Anspruch der Professionalität auf das Design auswirkt. Erste Differenzen lassen sich bereits bei der Registrierung erkennen. Die Netzwerke bitten um Angabe des Arbeitgebers und der Branche, in der man tätig ist. Zudem werden eine kostenlose und eine Premiumversion angeboten, in vollem Umfang sind die Netzwerke erst in letzterer nutzbar. Nach dem ersten Einloggen wird vorgeschlagen, das eigene Profil durch ein, natürlich professionelles, Foto und eine Vita zu ergänzen.</p>
<p style="text-align: justify;">Daraufhin werden lohnenswerte Kontakte vorgeschlagen, mit denen man sich ein eigenes Netzwerk im Gesamtnetzwerk aufbaut. In diesem ist dann Austausch von fachspezifischem Wissen, Akquise neuer Kunden bzw. Bewerbung auf einen Job möglich. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die „Einladen“-Funktion, um sein eigenes Netzwerk durch nicht registrierte Kollegen zu erweitern.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Kontaktnetzwerke macht XING durch Anwendung des „Kleine-Welt-Phänomens“ transparent. So kann man erkennen, um wie viele und welche Ecken man jemanden kennt, die Zahl übersteigt selten fünf. Ein markantes Unterscheidungskriterium zu z.B. Facebook ist die Möglichkeit, einen kostenpflichtigen Premiumaccount zu erwerben, der je nach Laufzeit bei XING zwischen fünf und sieben Euro im Monat liegt. Dieser räumt dem Nutzer weitere Funktionen ein, wie Nachrichten an Nicht-Kontakte zu versenden oder die Besucher des eigenen Profils zu sehen. Also zahlt man hier eigentlich mehr oder weniger für Basisfunktionen, ganz klar ein anderes Geschäftsmodell als das von Facebook.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verschwimmende Grenzen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Trotz dieser offensichtlichen Unterschiede zwischen „privaten“ und „beruflichen“ sozialen Netzwerken scheinen sich die beiden Konzepte einander anzunähern. So implementierte Facebook zuletzt <a href="http://www.computerwoche.de/netzwerke/web/2493064/index9.html" target="_blank">Apps</a>, die z.B. die Einladungsfunktion kopieren und die Trennung von Beruflichem und Privatem herstellen sollen. XING ermöglicht es den Nutzern mittlerweile, private Daten zu speichern und damit das Umschalten zwischen „privatem“ und „geschäftlichem“ Profil.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Tendenz, dass nun drei Plattformen um die Gunst der onlineaffinen Arbeitnehmer und Arbeitgeber werben, führt dazu, dass die Alleinstellungsmerkmale der einzelnen Netzwerke verloren geht. Man kann bezweifeln, dass dies eine positive Entwicklung ist.</p>
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		<title>Leben im Netz</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 15:37:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Verena Jungbluth</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Symbolbild für die Vernetzung der Welt; Kölner Kinder stehen um die Erdkugel im Odysseum in Köln (Quelle: dpa)</p>
<p style="text-align: center;">  </p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen schaffen sich heute eine neue, eine digitale Welt. Ein großer Teil der Kommunikation und des sozialen Lebens verlagert sich ins Internet. </p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Nahezu die gesamte menschliche Kommunikation findet <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz">Leben im Netz</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16733" class="wp-caption aligncenter" style="width: 374px"><a rel="attachment wp-att-16733" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/koelner-schulkinder-stehen-um-erdkugel-im-odysseum-in-koeln"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz"><img class="size-full wp-image-16733 " title="koelner schulkinder stehen um erdkugel im odysseum in koeln" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/1.jpg" alt="" width="364" height="204" /></a></a><p class="wp-caption-text">Symbolbild für die Vernetzung der Welt; Kölner Kinder stehen um die Erdkugel im Odysseum in Köln (Quelle: dpa)</p></div>
<p style="text-align: center;"><strong> </strong><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Menschen schaffen s</strong><strong>ich heute eine neue, eine digitale W</strong><strong>elt. Ein großer Teil der Kommunikation und des sozialen Lebens verlagert sich ins Internet. </strong></p>
<p><span id="more-16732"></span></p>
<p style="text-align: justify;">Nahezu die gesamte menschliche Kommunikation findet heute auf einer globalen Ebene und ohne die Abhängigkeit von Zeit und Raum statt. Durch die Vernetzung des Internets ist es möglich, nahezu überall, zu jeder Zeit miteinander zu kommunizieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle sind jederzeit erreichbar. Schnelllebigkeit und Gleichzeitigkeit bestimmen den Alltag. Kommunikation heute ist multimedial und digital. Das klassische Sender- Empfänger- Modell fällt weg. Auf der Basis des Web 2.0s wird nahezu jeder Rezipient zum aktiven Produzenten. Dr. Axel Bruns prägt den Begriff &#8220;Produsage&#8221; und bezeichnet so die Vermischung von &#8220;Produzent&#8221; (&#8220;producer&#8221;) und &#8220;Nutzer/Rezipient&#8221; (&#8220;user&#8221;). Fast der gesamte Inhalt des Internets wird von den Nutzern und für die Nutzer gestaltet; User-generated-content heißt das in der Fachsprache.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alle sind gleich</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die sogenannte Computer mediated communication (CMC), die Kommunikation, die auf der Basis eines Computers stattfindet, verändert die Art und Weise der Kommunikation. Das Persönliche, Augenkontakt, Mimik und Gestik fallen weg. Dadurch können Vorurteile verschwinden, weil auf den ersten Blick alle gleich sind. Der Nachteil ist, dass die Kommunikation kühler und weniger emotional wird bzw. werden kann. Negative Inhalte, wie z.B. eine Kündigung sind leichter zu vermitteln, wenn man den Menschen nicht persönlich trifft.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16734" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16734" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/zwei-teenager-mit-laptop"><img class="size-full wp-image-16734" title="zwei teenager mit laptop" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/2.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Zwei Teenager vor Laptop (Quelle: mev)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Vor allem die Nutzung der sozialen Netzwerke ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Nachrichten schreiben, chatten, sich verabreden, neue Freunde finden. Die Nutzer haben reale und digitale Freunde im Internet. Man trifft sich, stellt seine Urlaubsphotos online oder verlinkt sein aktuelles Lieblingslied. Durch die Smartphones sind auch die Sozialen Netzwerke fast überall nutzbar. Ein großer Teil der Kommunikation, gerade unter den jungen Leuten, spielt sich heute in den sozialen Netzwerken ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch emotional ist das Internet mittlerweile ein wichtiger Marktplatz geworden: Bandelte man früher in der Schule, der Kneipe oder der Diskothek an, gibt es heute immer mehr Dating-Plattformen im Internet mit Millionen angemeldeten Usern. Diese gehen von seriösen Partnerschaftsseiten, auf denen man die Frau/den Mann fürs Leben sucht, bis zu Dating-Seiten, deren Name und Zweck an Eindeutigkeit nichts zu wünschen übrig lässt: &#8220;Casual Dating&#8221; genannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Was bewegt Menschen, bei solchen Plattformen mitzumachen? Wer sind die Macher hinter den Websites, wie verdienen diese bei oft kostenfreien Zugängen Geld? Wer sind die User – überwiegend Männer – oder nutzt auch &#8220;Frau&#8221; die anonyme Freiheit des Netzes?</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16734" class="wp-caption alignright" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16734" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/zwei-teenager-mit-laptop"><img class="size-full wp-image-16734" title="zwei teenager mit laptop" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/2.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Symbolbild Liebe, Herz auf einer Computertastatur (Quelle: colourbox)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Sex sells</strong></p>
<p style="text-align: justify;">– auch im Internet ist Zwischenmenschliches eine starke Triebfeder für die eigenen Online-Aktivitäten. Mit nur wenigen Klicks ist frei für alle zugänglich, was früher nur unter der Ladentheke schmuddeliger Geschäfte im Bahnhofsviertel verkauft wurde. Die Pornoindustrie setzt in Deutschland jährlich schätzungsweise alleine 800 Millionen Euro in der DVD Produktion um und ist damit einer der wirtschaftsstärksten Zweige überhaupt. Weltweit werden rund 20 Milliarden Dollar erwirtschaftet.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch damit nicht genug. Es erschließen sich immer mehr Märkte. Die Handypornografie ist auf dem Vormarsch. Allein für Deutschland wurden für das Jahr 2009 Umsätze von 2 Milliarden Euro prognostiziert.</p>
<p style="text-align: justify;">Ursachen für die stetige Steigerung der Bedeutung von Sex und Erotik ist auch das Internet. Allein mit der Suchmaschine &#8220;Google&#8221; finden sich unter dem Stichwort &#8220;Sex&#8221; 375 Millionen Links. Die neue Dimension des Mediums Internet ist die Interaktion. Pornografie wird nicht mehr nur passiv konsumiert, sondern auch aktiv produziert. Ein gutes Beispiel dafür ist das Internetportal &#8220;Youporn.com&#8221;. Der Provider ist auf Platz zehn der weltweit meist besuchten Internetseiten. Es gibt keine Sicherheitsbeschränkungen, so dass praktisch jeder User, ob Kind oder Erwachsener, problemlos Videos anschauen und hochladen kann.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16736" class="wp-caption alignleft" style="width: 300px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-16736" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/leben-im-netz/attachment/glasstein-auf-facebook-startseite"><img class="size-full wp-image-16736" title="glasstein auf facebook-startseite" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/11/4.jpg" alt="" width="290" height="163" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Glasstein auf Facesbook-Startseite (Quelle: dpa)</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Digitale Identität</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Menschen generieren sich im Internet eine oder mehrere Identitäten. Es ist möglich, sich eine Parallelwelt zu erschaffen. Sie bauen sich ein neues Profil mit gesellschaftlich anerkannten Merkmalen auf. Aspekte des Aussehens oder Charakters, die gesellschaftlich nicht so anerkannt oder &#8220;in&#8221; sind, treten in den Hintergrund und werden verdrängt. Auf der anderen Seite können Attribute hinzugefügt werden, die real nicht existieren, aber gewünscht werden. Das Web 2.0 ermöglicht den Menschen, sich ein ideales Ich zu schaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">
Der Zeitvertreib mit den verschiedensten Internetseiten, Computerspielen oder digitalen Versandhäusern ist groß. Viele Menschen, durch alle Generationen hinweg, verbringen täglich viele Stunden im Internet. Bei manchen besteht die Gefahr, dass aus dem Zeitvertreib eine Sucht wird. Heute gibt es bereits Kliniken, die auf Onlinesucht spezialisiert sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Was hat das &#8220;zweite, das digitale Leben&#8221; für Folgen für die Psyche der Menschen? Welche Konsequenzen gibt es für die tagtägliche, persönliche Kommunikation im Alltag? Wie verändern sich soziale Werte, soziale Kompetenzen und der zwischenmenschliche Umgang?</p>
<p style="text-align: justify;">Besteht die Gefahr, dass sich Menschen, die das Gefühl haben in der &#8220;realen Gesellschaft&#8221; nicht anerkannt zu sein, in die reale Welt und in das reale Ich zu flüchten und sich darin zu verlieren?</p>
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		<title>Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 09:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lili</dc:creator>
				<category><![CDATA[Durchblick]]></category>
		<category><![CDATA[November 2011: Cyberia]]></category>
		<category><![CDATA[Online&co.]]></category>
		<category><![CDATA[Bedrohungen]]></category>
		<category><![CDATA[cybermobbing]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Fama]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Mobbing]]></category>
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		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. </p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2">Die Fama in uns: Von Gerüchten und Cybermobbing</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a rel="attachment wp-att-16390" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/cyber-mobbing-opfer"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2"><img class="size-full wp-image-16390 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Cyber-Mobbing-Opfer.jpg" alt="" width="200" height="291" /></a></a><strong>Sie entstehen täglich auf der ganzen Welt und fast jeder hat mal eins verbreitet. Nicht selten dominieren sie außerdem die Medienberichterstattung: Gerüchte. Egal ob in der Schule, in der Politik, am Arbeitsplatz oder auf dem Campus, sie kursieren überall. Wie ein Fluch lasten sie oft auf unseren Gesprächsinhalten. <span id="more-16182"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mal passiert es absichtlich, mal unbewusst. Ohne den Wahrheitsgehalt überprüft zu haben, geben wir Informationen oft selbstverständlich weiter. Gerüchte sind schwer zu steuern. Wird einmal eins in die Welt gesetzt, so verbreitet es sich schnell. Manche verschwinden, doch einige können folgenreiche Konsequenzen auslösen. Massenmedien spielen dabei eine erhebliche Rolle, denn sie erreichen ein großes Publikum. Welche Auswirkungen sie haben können, wissen viele oft nicht. Und so werden falsche Inhalte ohne große Bedenken weitergegeben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Fama</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Gerücht gab es bereits vor der Zeit der Massen- und Klatschmedien, als es noch per Mundpropaganda weitergegeben wurde. In der Antike wird <a href="http://www.sagengestalten.de/lex/grie_roem_F.html" target="_blank">Göttin Fama</a> zum personifizierten Gerücht. Fama hat tausende aufmerksame Augen und Ohren, sie schläft nie, ist immer wachsam und trägt alles was sie aufschnappt weiter. Und der Geist der Fama befindet sich scheinbar immer noch unter uns. Wir hungern nach Informationen und schlingen sie ins uns hinein. Überprüfung des Wahrheitsgehaltes? Keine Zeit, denn das nächste Gerücht überrollt uns schon.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Gerücht im Web</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In Zeiten der sozialen Medien erhält das Gerücht eine neue und noch unberechenbarere Form. Die Art und Weise, wie es in Umlauf gebracht wird, verändert sich. Durch das Internet und vor allem die neuen Medien lassen sich Gerüchte viel schneller verbreiten. Sie haben sich in die digitale Welt verlagert, mit schwerwiegenderen Konsequenzen für die Opfer. Mit einem Mausklick kann eine falsche Information an viele Menschen gleichzeitig kommuniziert werden. Das Web 2.0 hat sich schon längst zu einer Gerüchteküche entwickelt und zu einem Nährboden für die Entstehung falscher Inhalte. Die Möglichkeit der Anonymität im Netz senkt die Hemmschwelle.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Cybermobbing</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16453" class="wp-caption aligncenter" style="width: 221px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16453" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/483880_r_k_b_by_gerd-altmann_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16453" title="483880_R_K_B_by_Gerd Altmann_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/483880_R_K_B_by_Gerd-Altmann_pixelio.de_-211x300.jpg" alt="" width="211" height="300" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Gerd Altmann, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aus dieser hemmungslosen und raschen Verbreitung von Gerüchten resultiert das Cybermobbing. Darunter versteht man absichtliches Beleidigen und Bloßstellen anderer mit Hilfe moderner Kommunikationstechniken. Auch Gewaltandrohungen sind nicht selten. Der Begriff Mobbing stammt ursprünglich aus der Tierwelt und wurde vom Verhaltensforscher <a href="http://www.dieterwunderlich.de/Konrad_Lorenz.htm" target="_blank">Konrad Lorenz</a> geprägt. Damit beschreibt er die Angriffe von Tieren auf einen Fressfeind und andere überlegene Gegner. Heute taucht Mobbing insbesondere im Zusammenhang mit der digitalen Welt immer öfters auf. Beim modernen Mobbing werden neue Techniken, wie Soziale Netzwerke, Handys, Instant Messaging (z.B. ICQ) oder E- Mails, eingesetzt. Die Kommunikation wird im Internet beschleunigt und auch das Mobbing kennt keine Grenzen mehr. Demütigende Fotos oder Videos können hochgeladen und veröffentlich werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mobbing in den eigenen vier Wänden</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Konnte man früher von den Mobbingattacken auf dem Pausenhof nach Hause flüchten, so ist man heute nicht mal mehr in seinen privaten Räumen geschützt. Orts- oder Arbeitsplatzwechsel ist oft zwecklos. Mobbing rund um die Uhr, das ist die besondere Eigenschaft von Cybermobbing. Ein großer Teil unseres Lebens hat sich in die digitale Welt übertragen, soziale Netzwerke haben sich zu einem neuen sozialen und öffentlichen Raum und Ort der Interaktion entwickelt, hier findet ein großer Teil der Kommunikation statt. Soziale Interaktionen aus dem realen Leben übertragen sich auf Internet- Plattformen. Bedrohungen und Beleidigungen machen hier nicht Halt, im Gegenteil. Die Konflikte finden nicht mehr nur unter einer bestimmten Anzahl von Personen oder innerhalb einer sozialen Gruppe statt. Längst kann eine breite Öffentlichkeit Einblick in privat geteilte Inhalte erhalten, die Opfer müssen sich der Häme einer größeren Masse stellen. Sie sind den Attacken hilflos ausgesetzt. Werden Inhalte im Internet einmal veröffentlich und geteilt, so lassen sie sich schwer wieder löschen, denn sie können kopiert  und weiter verteilt werden. Ein tragisches Beispiel dafür biete die Geschichte der <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-79652690.html">Familie Bögerl</a>.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kehrseite der neuen Kommunikationsmittel</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_16455" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px;">
<dt class="wp-caption-dt"><strong><a rel="attachment wp-att-16455" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/die-fama-in-uns-von-geruchten-und-cybermobbing-2/attachment/477153_r_by_erich-westendarp_pixelio-de"><img class="size-medium wp-image-16455" title="477153_R_by_Erich Westendarp_pixelio.de" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/477153_R_by_Erich-Westendarp_pixelio.de_-300x243.jpg" alt="" width="300" height="243" /></a></strong></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Bild: Erich Westendarp, www.pixelio.de</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Attacken und Diffamierung im Web sind etwas Alltägliches geworden. Das Ausmaß ist viel größer als beim direkten Mobbing. Da keine direkte Reaktion auf die Attacken folgt, ist es schwer für Täter ihre Grenzen zu erkennen. Gerüchte gab es schon immer. Jedoch waren sie nach einer Zeit oft schnell wieder vergessen. Das ist heute nicht mehr möglich. Das Internet vergisst nicht. Es ist die andere Seite der Goldmedaille der neuen Kommunikationsmittel. Nicht nur im Straßenverkehr, auch in der digitalen Welt sollte es heißen: Vorbeugend surfen. Erst denken und dann teilen oder kommentieren. Die Internetplattformen sind kein Ventil für Aggressionen und Wut. Schon am nächsten Tag könnte man seine digitale Rache bereits bereuen.<br />
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		<title>Blog around the world</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 21:26:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Fitzke</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[Oktober 2011: Nachwuchs]]></category>
		<category><![CDATA[Online&co.]]></category>
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		<category><![CDATA[sascha lobo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bild: A Beautiful Mess</p>
<p style="text-align: justify">Mitte der 1990er Jahre tauchten die ersten Blogs auf und seitdem gibt es in der Blogger Community ständige Veränderung und jede Menge Fortschritt. Auch in Deutschland rücken Blogs immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit.  Doch aus welchem Grund entscheiden sich Blogger überhaupt erst dazu, ein Art persönliches <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world">Blog around the world</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_16233" class="wp-caption aligncenter" style="width: 458px"><a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog"><a href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world"><img class="size-full wp-image-16233" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Elsie_Emma.jpg" alt="" width="448" height="298" /></a></a><p class="wp-caption-text">Bild: A Beautiful Mess</p></div>
<p style="text-align: justify"><strong><strong>Mitte der 1990er Jahre tauchten die ersten </strong><strong><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Blog">Blog</a></strong><strong>s auf und seitdem </strong>gibt es in der Blogger Community ständige Veränderung und jede Menge Fortschritt. Auch in Deutschland rücken Blogs immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit. </strong><strong> Doch aus welchem Grund entscheiden sich Blogger überhaupt erst dazu, ein Art persönliches Tagebuch online zu stellen und für jeden Leser zugänglich zu machen? Und wer steht hinter den Blogs? </strong></p>
<p><strong><span id="more-16167"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify">Der vielleicht bekannteste deutsche Blogger <a href="http://saschalobo.com/" target="_blank">Sascha Lobo</a> ist mittlerweile auch Autor einiger Bücher und <a href="http://www.spiegel.de/thema/spon_lobo/">spiegel online</a>-Redakteur, Helene Hegemann schuf mit Hilfe der Blogeinträge von <a href="http://airen.wordpress.com/">Airen</a> ihren <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/der-bestohlene-blogger-airen-im-f-a-z-gespraech-das-habe-ich-erlebt-nicht-helene-hegemann-1939795.html">Sensationsroman „Axolotl Roadkill“</a> und der Blog <a href="http://www.hermsfarm.de/blog/">Herm’s Farm</a> genießt zurecht Kultstatus. Doch da gibt es noch mehr Blogs zu entdecken in den Weiten des Netzes.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>A Beautiful Mess</strong></p>
<p style="text-align: justify">Die 28jährige Elsie Larson hat ihren kunterbunten Blog <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/">A Beautiful Mess</a> bereits vor 10 Jahren gestartet und mit den Jahren ist dieser zu einem kleinen Imperium angewachsen. Besonders im letzten Jahr hat ihre Karriere einen großen Schritt nach vorne getan und mittlerweile ist <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/">A Beautiful Mess</a> ein wichtiger Teil ihres Arbeitsalltages. Gemeinsam mit ihrer Schwester Emma hat sie außerdem eine Vintage-Boutique in Springfield, Missouri, und den Online-Versand <a href="http://shopredvelvet.com/">Red Velvet</a> gegründet, wo sie auch ihre <a href="http://abeautifulmess.typepad.com/my_weblog/my-dress-collection/">eigene Modekollektion</a> verkauft. Mit über 60.000 page views täglich ist Elises Blog eine stark frequentierte Anlaufstelle für junge Frauen und sie genießt Vorbildstatus und Bewunderung weltweit.</p>
<p style="text-align: justify">Angefangen mit dem Bloggen haben Elsie und Emma (bloggt auf <a href="http://foodcomablog.com/">Food Coma</a>) aber nicht, um ihre Arbeit zu promoten, anfangs stand für sie der Spaß im Vordergrund. Mittlerweile wissen beiden Frauen jedoch zu schätzen, wie die Blogs ihren Alltag bereichern. „Wir lieben es, wie das Bloggen es uns ermöglicht, direkt mit unseren Kunden und Lesern zu kommunizieren,“ berichtet Emma. Trotz allem Optimismus mussten beide jedoch auch negative Seiten kennenlernen. „Es ist schwer, mit dem Druck klarzukommen, dass einige unserer Leser unser privates Leben kennenlernen möchten. Negative und verletzende Kommentare sind ebenso schwierig zu verarbeiten. Es scheint, als ob manche Leser vergessen würden, dass wir auch Gefühle, unordentliche Schlafzimmer und Unsicherheiten haben – das möchten wir aber nicht unbedingt zu Themen auf unseren Blogs machen. Wir möchten professionell bloggen, und dennoch einem kleinen Einblick in unser Familienleben geben.“</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Panic &amp; Punkrock</strong></p>
<p style="text-align: center"><a href="http://lillypanic.blogspot.com/"><img class="size-full wp-image-16198 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/panicpunkrock2.jpg" alt="" width="448" height="298" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Die Münchnerin Lilly, die im Marketing einer Design-Firma arbeitet, entschied sich im November 2008 dafür, ihren Blog zu starten, weil sie kaum Blogs fand, die ihrem eigenen Stil entsprachen. Kurzum, <a href="http://lillypanic.blogspot.com/">Panic &amp; Punkrock</a> war geboren, ein Blog über Mode, Musik und München, über Reisen, Tattoos und Picknicks. Obwohl es Lilly trotz über 1000 regelmäßigen Lesern immer noch schwer fällt, neuen Bekanntschaften locker von ihrem Blog zu berichten, genießt auch sie den Austausch mit ihren Lesern und freut sich über Tipps und neue Freundschaften. Etwas befremdlich findet sie es dennoch, wenn sie im Real Life auf Leser ihres Blogs trifft – diese reagieren „sehr positiv, nämlich meistens wie alte Freunde. Nur dass ich sie nicht kenne und sie mich schon irgendwie.“</p>
<p style="text-align: justify">Auch Lilly hat schon darüber nachgedacht, mit ihrem Blog Geld zu verdienen. „Jedoch habe ich aber noch keine Möglichkeit gefunden, das mit meiner Vorstellung des Blogs zu vereinbaren, da ich viele Negativbeispiele kenne, bei denen die Ästhetik und der Grundgedanke des Blogs dann doch sehr unter Gier leiden müssen.“ Und so bewahrt sich Lilly auch ihre Spontaneität und Lockerheit, denn wenn sie mal ein paar Tage nicht zum posten kommt, ist das auch kein großes Thema für sie.</p>
<p style="text-align: justify"><strong>Bows &amp; Pearls</strong></p>
<p style="text-align: center"><a rel="attachment wp-att-16191" href="http://medienblick-bonn.de/tunnelblick/blog-around-the-world/attachment/bowsandpearls-3"><img class="size-full wp-image-16191 aligncenter" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/10/Bowsandpearls2.bmp" alt="" width="448" height="287" /></a></p>
<p style="text-align: justify">Die 21jährige Studentin Gertrude aus Malta hätte sich niemals erträumen lassen, dass mehr als 500 Leute Interesse an ihrem Blog <a href="http://g-bowsandpearls.blogspot.com/">Bows and Pearls</a> finden würden. Immer noch freut sie sich über jeden Kommentar und jeden Einzelnen, der sich über das Gadget „<a href="http://www.google.com/friendconnect/">Google Friend Connect</a>“ als regelmäßiger Leser ihres Blogs anmeldet. Gertrude ist eine aktive Bloggerin, das heißt, dass sie ebenfalls jeder Menge Blogs beigetreten ist und ziemlich regelmäßig Kommentare zu den Posts anderer Blogger hinterläßt. Das ist immer eine Garantie, um die Leser auch zur eigenen Seite zu locken.</p>
<p style="text-align: justify">„Ich liebe es total, neue Freunde auf der ganzen Welt zu finden. Besonders spannend finde ich es, andere Kulturen kennen zu lernen. Selbst ganz simple Posts über die Winterklamotten, die ein Blogger trägt, finde ich interessant, bringen mich zum Schmunzeln und lassen mich über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in unseren Kulturen nachdenken“. Und obwohl Gertrude keine professionellen Kameras wie Lilly oder Elsie besitzt, findet auch sie großen Gefallen am Fotos knipsen. Das einzige, was sie am Bloggen manchmal stört, ist die Tatsache, dass es sehr zeitintensiv ist. „Ich fühle mich oft verpflichtet, mit den Blogs anderer up to date zu bleiben, sonst fühle ich mich leicht außen vor. Andererseits, bloggen ist wirklich eine tolle Art, „Ich“-Zeit zu verbringen. Anfangs fand ich es etwas seltsam, das Bloggen. Aber schon nach kurzer Zeit war ich hoffnungslos süchtig.“</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Axel E. Fischer, CDU, fordert…</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/axel-e-fischer-cdu-fordert%e2%80%a6</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Sep 2011 04:00:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p class="wp-caption-text">Bild: Foto Kürschner</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der immer noch zunehmenden Verbreitung des Internets steigt auch die Anzahl so genannter Internet-Phänomene, auch Meme oder Internet-Hype genannt. Gemeint sind damit Inhalte, die sich sehr schnell im Netz verbreiten und von anderen Usern verändert und weiterentwickelt werden. Dabei kann es sich um einen <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/axel-e-fischer-cdu-fordert%e2%80%a6">Axel E. Fischer, CDU, fordert…</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong></p>
<div class="wp-caption aligncenter" style="width: 203px"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/axel-e-fischer-cdu-fordert%e2%80%a6"><img class="   " title="Axel E. Fischer fordert" src="//upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/76/Fischer_Axel.jpg" alt="Bild: Foto Kürschner" width="193" height="249" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Foto Kürschner</p></div>
<p></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Mit der immer noch zunehmenden Verbreitung des Internets steigt auch die Anzahl so genannter Internet-Phänomene, auch <a href="http://knowyourmeme.com/" target="_blank">Meme</a> oder Internet-Hype genannt. Gemeint sind damit Inhalte, die sich sehr schnell im Netz verbreiten und von anderen Usern verändert und weiterentwickelt werden. Dabei kann es sich um einen Link, ein Bild, eine Audio- oder auch eine Videodatei handeln. Wir haben uns diese Phänomene anhand eines politischen Beispiels einmal genauer angeschaut.</strong><span id="more-15745"></span></p>
<p style="text-align: justify;"><em>von Mira Hauptstock</em></p>
<p style="text-align: justify;">Im Herbst letzten Jahres sprach sich der CDU-Politiker Axel E.  Fischer in einem Interview für  ein Vermummungsverbot im Internet aus.  Er meinte damit, dass sämtliche Beiträge in Internet-Foren  namentlich gekennzeichnet werden sollten. Im Gegenzug forderte er einen  „Radiergummi“, mit dessen Hilfe man Inhalte aus dem Netz löschen können  soll.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Eigenleben der Memes</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die Netzgemeinde fühlte sich durch den Begriff  „Vermummungsverbot“ jedoch mit gewalttätigen Demonstranten auf eine  Stufe gestellt und betrachtete die Forderung als absurd, da gerade die  Anonymität und die dauerhafte Beständigkeit der Beiträge Eigenschaften  des Internets sind und dieses Medium ausmachen. Besonders befremdlich  scheinen die Äußerungen wenn man bedenkt, dass Fischer der  Vorsitzende der Enquete-Kommission „Internet und Digitale Gesellschaft“  ist und daher eigentlich besser über die technischen Möglichkeiten des  Mediums Bescheid wissen sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Um ihren Unmut bezüglich  Fisches Äußerungen kund zu tun, formulierten viele User  daher scheinbar  genauso absurde Forderungen und nutzten Twitter und zahlreiche Blogs, um  sie zu im Netz zu verbreiteten. Dabei verbanden sie jeweils einen  Fachbegriff aus der IT- bzw. Web-Branche mit einer absurden Forderung,  um so die vermeintlich fehlende Fachkenntnis des Politikers lächerlich  zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gardinen für Windows</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die folgenden Formulierungen sind nur einige Beispiele  für dieses Internet-Phänomen. Das sorgte übrigens dafür, dass der Name Axel E.  Fischers in kürzester Zeit über eine Millionen Treffer bei Google  erzielte, was den Christdemokraten somit zu einem der bekanntesten  deutschen Politiker machte:</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Gardinen für Windows.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Buchpreisbindung für Facebooks.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Pflaster für Schnittstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Extremismusprogramm gegen Links.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Fluchtwege in Chaträumen.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Überholverbot auf Datenautobahnen.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Lebensmittelkontrollen für Cookies.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert, dass Datenmüll getrennt wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Axel E. Fischer, CDU, fordert Artenschutz für Feuerfüchse.</p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
<p style="text-align: justify;">Was Axel E. Fischer angeblich sonst noch fordert, wurde zum Beispiel von <a href="http://www.norbert-hense.de/blog/?p=189" target="_blank">Norbert Hense in seinem Blog</a> zusammengetragen   zusammengetragen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong> Potenzial für mehr</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Solche Phänomene ereignen sich jedoch  nicht nur als Reaktion auf die Politik, sondern zeigen sich ebenfalls in  anderen Bereichen des alltäglichen Lebens. So wurde beispielsweise der  Kopfstoß von Zinédine Zidane während der Fußballweltmeisterschaft 2006  in einigen Computerspielen als Waffe eingesetzt, Neusynchronisierungen  von Filmklassikern wie „Lord of the Weed“ als Parodie auf „ Herr der  Ringe“, gewannen an Popularität und vor allem die Werbung nutzt das  Phänomen mithilfe des viralen Marketings nahezu unbemerkt für ihre  Zwecke.</p>
<p style="text-align: justify;"><a class="twitter-share-button" href="https://twitter.com/share">Tweet</a><script src="//platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"></script></p>
<p style="text-align: justify;">&nbsp;</p>
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		<title>Best Practice: Ein Jahr nach der Street-View-Panik</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 04:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>chaerthe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[September 2011: Hauptstadtmedien]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymisierungspflicht]]></category>
		<category><![CDATA[Constantin Härthe]]></category>
		<category><![CDATA[digitale Öffentlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Google Street View]]></category>
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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Foto: http://twitter.com/#!/jensbest</p>
<p style="text-align: justify;">Jens Best hat dem „deutschen Michel“ 2010 ganz schön auf die Füße getreten. Zunächst war es nur ein „Tweet“ mit einer provokanten Ankündigung: Er wolle alle bei Street-View verpixelt dargestellten Häuser erneut fotografieren und georeferenziert ins Internet stellen. Darauf die Frage „Wer macht mit?“. Obwohl nicht als Kampagne gedacht, erklärten sich <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/best-practice-ein-jahr-nach-der-street-view-panik">Best Practice: Ein Jahr nach der Street-View-Panik</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_15078" class="wp-caption alignleft" style="width: 119px"><a rel="attachment wp-att-15078" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/best-practice-ein-jahr-nach-der-street-view-panik/attachment/bild_13_reasonably_small" target="_blank"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/best-practice-ein-jahr-nach-der-street-view-panik"><img class="size-full wp-image-15078 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/Bild_13_reasonably_small.png" alt="" width="109" height="109" /></a></a><p class="wp-caption-text">Foto: http://twitter.com/#!/jensbest</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Jens Best hat dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Michel" target="_blank">„deutschen Michel“</a> 2010 ganz schön auf die Füße getreten. Zunächst war es nur ein „Tweet“ mit einer provokanten Ankündigung: Er wolle alle bei Street-View verpixelt dargestellten Häuser erneut fotografieren und georeferenziert ins Internet stellen. Darauf die Frage „Wer macht mit?“. Obwohl nicht als Kampagne gedacht, erklärten sich daraufhin erstaunlich viele dazu bereit und eine Art Bewegung entstand. Mag sie auch auf Provokation gegründet sein, ihr Hintergrund war und ist weit mehr als das. <span id="more-15077"></span></strong></p>
<p style="text-align: justify;">Es war eines der großen Themen 2010: Die Einführung der Street View-Funktion des Web-Geodienstes Google Maps. Politik, Datenschützer und Bedenkenträger liefen Sturm gegen das Projekt. Einen selbst überfiel auch gerne mal ein mulmiges Gefühl: Ausgerechnet der Konzern, der unter anderem durch seine datenhungrige Suchmaschine mehr über mich weiß, als so manch bester Freund, will Straßenansichten meines Hauses der ganzen Welt präsentieren – ohne mich zu fragen?</p>
<p style="text-align: justify;">Dann wurde noch bekannt, dass die Kamerawagen – deren Aufbauten nach einer bedrohlichen technischen Gemeinschaftserfindung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steven_Spielberg" target="_blank">Steven Spielberg</a> und dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pentagon" target="_blank">US-Pentagon</a> aussahen – während ihrer Aufnahmen Daten aus unverschlüsselten WLAN-Netzen mitgeschnitten hatten. Damit war die deutsche Street-View-Panik perfekt. Der <a href="http://www.bundesrat.de/" target="_blank">Bundesrat</a> verabschiedete sogar einen <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,705629,00.html" target="_blank">Gesetzesvorschlag</a>. Dieser sah vor die Anonymisierungspflicht – also das „Verpixeln“ –  von Kfz-Kennzeichen und Gesichtern, auch auf die Fassaden von Wohnhäusern auszuweiten, wenn Mieter oder Hausbesitzer sich dafür aussprechen. Der Einführungstermin von Street View zögerte sich immer weiter hinaus. Bis man in der Nacht auf den 18.11.2010 die Straßen der 20 größten Städte Deutschlands tatsächlich digital entlang flanieren konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis dahin waren 244 000 Anträge auf Unkenntlichmachung des Hauses bei Google eingegangen. Verhältnismäßig wenig, wenn man bedenkt, dass sich in manchen Umfragen während der großen Panik teilweise die Hälfte der Bürger gegen den Dienst ausgesprochen hatte. Lange Zeit schien sich die Nation in der öffentlichen Debatte einig zu sein: Der unheimliche Web-Gigant dürfe nicht einfach machen was er wolle – erst recht nicht mit den Bildern des eigenen Hauses.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Das war ein sehr schwieriges Ding…“</strong></p>
<div id="attachment_15094" class="wp-caption alignleft" style="width: 184px"><a rel="attachment wp-att-15094" href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/thema/best-practice-ein-jahr-nach-der-street-view-panik/attachment/dscf0775-2" target="_blank"><img class="size-medium wp-image-15094 " src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/08/DSCF07751-300x225.jpg" alt="" width="174" height="130" /></a><p class="wp-caption-text">Foto: Julian Ruiz-Ribota</p></div>
<p style="text-align: justify;">Genau das ärgerte <a href="http://www.google.de/search?q=jens+best&amp;ie=utf-8&amp;oe=utf-8&amp;aq=t&amp;rls=org.mozilla:de:official&amp;client=firefox-a" target="_blank">Jens Best</a>. Und so ärgerte der Web- <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Entrepreneur" target="_blank">Entrepreneur</a> und Social-Media-Berater schon im Mai – sechs Monate vor Start – auf Twitter zurück. Alle verpixelten Häuser wolle er fotografieren und wieder ins Netz stellen, „wer macht mit?“. Es meldeten sich innerhalb von zwei Tagen 150 Bereitwillige und ein Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. In den darauf folgenden Monaten sollten viele Beiträge in unterschiedlichen Medien folgen. Best hatte mit seinem „Tweet“ nicht nur Web-Aktivisten mobilisiert, sondern damit auch öffentliches Interesse geweckt – unbeabsichtigt, wie er sagt: „Es war nicht so überlegt, dass ich gesagt habe, ich mach da jetzt eine Kampagne. Aber ich habe sie natürlich nicht abgelehnt. Im Gegenteil, ich habe sie natürlich gefördert.“</p>
<p style="text-align: justify;">Dass er mit seinem provokanten Projekt vielen Menschen einen Schritt zu weit ging, wurde ihm spätestens nach dem <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,712426,00.html" target="_blank">Artikel über ihn auf Spiegel Online</a> bewusst: „Das war ein sehr schwieriges Ding die ersten Tage nach dem Spiegel Online-Artikel. Da ging die ganze Welle wirklich nach oben – mit Aufmerksamkeit und auch mit merkwürdigen Mails, wo Leute auf Facebook mir auch unter ihrem realen Namen gedroht haben.“ Doch dabei sollte es nicht bleiben. Wüste Beschimpfungen und Gewaltandrohungen hat er auch im „analogen Leben“ erfahren. Kein Wunder.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Kaltblütigkeit einer neuen Web-Avantgarde?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Best hat einen empfindlichen Nerv getroffen: des Deutschen Heim – Hort der Gemütlichkeit und des privaten Glücks. Dass die von ihm initiierte Kampagne ausgerechnet diejenigen trifft, denen die schöne neue Welt nicht geheuer ist und deshalb ihr Privatleben in Gefahr wähnen, wirkt nicht nur provokativ. Es wirkt auf den ersten Blick eher wie die Kaltblütigkeit einer neuen Web-Avantgarde.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch warum sollte man dafür seine öffentliche Reputation, Kundenaufträge und nicht zuletzt seine körperliche Unversehrtheit riskieren? Wer Best kennenlernt, der merkt, dass es ihm tatsächlich ernst ist. Es geht ihm um mehr als um pure Provokation. Best: „Es war einfach der Punkt, dass ich gesagt habe, das ist mir nicht sortiert genug, da ist kein Diskurs, da wird einfach nur geschrien ‚Häuser dürfen nicht fotografiert werden‘ und es wird überhaupt nicht gefragt warum – oder warum eigentlich doch. Es ging mir um die Debatte. Es ging mir ja nicht darum 250.000 Häuser wirklich zu fotografieren.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Wenn man das digitale Wohnzimmer verteidigt, dann muss man auch die digitale Straße verteidigen.“</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Best sah im Kanon der allgemeinen Street-View-Kritik geltendes Recht in Gefahr. Politische Schnellschüsse, wie die <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,705629,00.html" target="_blank">Gesetzesinitiative des Bundesrats</a>, hätten ihm zufolge das Recht der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Panoramafreiheit" target="_blank">Panoramafreiheit</a> für das Internet abgeschafft – ohne dass darüber im Vorfeld ausgewogen diskutiert worden wäre. Das hieße im Klartext, dass das Recht darauf, von öffentlichen Plätzen aus Fotos von festen Installationen – wie Häusern – machen zu dürfen, im Internet nicht mehr gegolten hätte.</p>
<p style="text-align: justify;">Best: „Und da dachte ich ne, ne, ne, ne, ne. Hier wird gerade ein Gesetz gemacht, dass die Panoramafreiheit hintenherum absticht. Wenn man das digitale Wohnzimmer verteidigt, dann muss man auch die digitale Strasse verteidigen. Im Sinne von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hannah_Arendt" target="_blank">Hannah Ahrendt</a>: Das Öffentliche und das Private bedingen einander. Das war für mich immer der Wunsch, eine mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik" target="_blank">dialektische Debatte </a>darum mit offenem Ergebnis. Wenn wir dann zu dem Ergebnis kommen, dass wir das digitale Abbilden nicht gut finden, dann ist das so. Aber nicht so mit Geschrei und Darfst-du-nicht.“</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>„Das ist so ein bißchen die Janusköpfigkeit des Aktivismus.“</strong><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jens Best ging und geht es also um eine nüchterne Debatte über digitale Öffentlichkeit: Was ist erlaubt, was nicht? Und wie soll unsere digitale Öffentlichkeit aussehen? Dass sein Beitrag dazu jedoch ebenfalls alles andere als nüchtern daher kommt, kann man ihm vorwerfen. Best erklärt: „Das ist so ein bißchen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Janus_%28Mythologie%29" target="_blank">Janusköpfigkeit</a> des Aktivismus. Die hat aber einen Grund. Auf der einen Seite will man coole Sachen machen und die Leute mitnehmen. Aber Leute mitnehmen und Leute vor den Kopf stoßen sind immer so Abwägungsprozesse. Ich habe beides. Ich habe kein Problem damit zu provozieren, auch grundlos. Aber hier habe ich ja einen Grund.“</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt haben heute 900 aktive Fotografen wegen einer Tweet von Jens Best Grund verpixelte Häuser „abzuschießen“. Auf der Internetseite <a href="http://www.findedaspixel.de/" target="_blank">www.findedaspixel.de</a> tragen Web-Aktivisten verpixelte Häuser ein, sodass Fotografen einfach nur kurz nachsehen und fotografieren gehen können. Auch wenn man ihr Anliegen versteht, es bleibt ein wenig Mitleid mit denen, die das alles nicht verstehen, sich vor dem bösen Google-Ungeheuer in Sicherheit wähnten und berechtigte Einwände dagegen haben, dass jeder nachsehen kann in was für einer Herberge man wohnt. Ob der Zweck also die Mittel heilt, bleibt die Frage. Jens Best jedenfalls hat sich diese beantwortet. Er selbst schießt auf Anraten seines Anwalts jedoch keine Fotos mehr. Findedaspixel.de war wohl sein lezter großer Streich für die „Anti-Verpixelungs-Community“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Digitale Öffentlichkeit gestalten und erleben</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Eines seiner nächsten Projekte beweist, dass der Liebhaber dialektischer Debatten keineswegs nur vor den Kopf stoßen kann und will. In Zusammenarbeit mit drei Bundestagsabgeordneten und ihrer Kommunen sowie der <a href="http://www.zuhoeren.de/" target="_blank">Stiftung Zuhören</a> plant er das „Heimatmuseum 2.0“. Mithilfe von Bildern der Heimatmuseen, Wikipedia und dem Open-Source-Geodienst <a href="http://www.openstreetmap.de/" target="_blank">OpenStreetMap</a> sollen im Web historische Fotos von bestimmten Orten sowie Informationen dazu georeferenziell miteinander verknüpft werden. Nutzer könnten so ihre Heimat ganz neu entdecken und beispielsweise herausfinden, wie es an dem Platz, wo sie gerade stehen, früher einmal ausgesehen hat. Menschen sollen so die digitale Öffentlichkeit und ihren Nutzen erleben sowie bei ihrer Gestaltung mitwirken – und das klingt dann mal tatsächlich nach „Best practice“.</p>
<p><a class="twitter-share-button" href="http://twitter.com/share">Tweet</a><script src="http://platform.twitter.com/widgets.js" type="text/javascript"></script></p>
<p>&nbsp;</p>
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