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	<title>MEDIENBLICK BONN &#187; Film&amp;Co</title>
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	<description>studentisches medienmagazin</description>
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		<title>Designerschuhe, Designerhandtasche, Designerbabys</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 13:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kerstin Siegburg</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Alles was wir geben mussten]]></category>
		<category><![CDATA[Designerbaby]]></category>
		<category><![CDATA[Erbkrankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Ethik]]></category>
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		<category><![CDATA[PID]]></category>
		<category><![CDATA[Präimplantationsdiagnostik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Wenn Mädchen und Jungen keine Wunschkinder mehr sein dürfen und Menschen Gott spielen. Von Debatten über die Präimplantationsdiagnostik und Designerbabys. Bis zu einem Film, in dem heutige Utopie Realität geworden ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Warum leben wir? Schwer zu beantworten ist sie, diese Frage. Es kommt darauf an, wen man fragt. Es gibt <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/designerschuhe-designerhandtasche-designerbabys">Designerschuhe, Designerhandtasche, Designerbabys</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="457" height="279" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zDkvElbSDv8?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="457" height="279" src="http://www.youtube.com/v/zDkvElbSDv8?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Wenn Mädchen und Jungen keine Wunschkinder mehr sein dürfen und Menschen Gott spielen. Von Debatten über die Präimplantationsdiagnostik und Designerbabys. Bis zu einem Film, in dem heutige Utopie Realität geworden ist.</strong><em><span id="more-12831"></span></em></p>
<p style="text-align: justify;">Warum leben wir? Schwer zu beantworten ist sie, diese Frage. Es kommt darauf an, wen man fragt. Es gibt keine allgemein gültige und wissenschaftlich überprüfbare Antwort.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Mensch glaubt, er meditiert, er pilgert, er testet die Grenzen seines Körpers, er schenkt Liebe, er hilft, er spendet, er sucht die Stille – er tut alles für die Suche nach dem Sinn. Und findet höchstens ein „Das könnte es sein“.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/tips/153565/index.html" target="_blank">Christopher </a>muss nicht suchen, er weiß, warum er lebt. Er hat seiner Schwester das Leben gerettet, in dem er ihr Blut spendete. Das hört sich nach tiefer Geschwisterliebe an? Nur auf den ersten Blick. Denn Christopher ist erst vier Jahre alt und wurde extra gezeugt, um seiner todkranken Schwester Katie Blut zu spenden. Die Eltern sagen, man versteht es nicht, bis man selber in dieser Situation ist.</p>
<p style="text-align: justify;">In den USA ist das gängige Praxis. In Deutschland schlucken wir noch, wenn wir so eine Geschichte hören. Aber auch hier könnte es irgendwann zum Privileg werden, Wunschkind zu sein.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Darf man Eltern das Recht auf ein gesundes Kind verweigern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Hier beschäftigt man sich zurzeit noch mit grundsätzlicheren Fragen. Letzte Woche wurde im Bundestag diskutiert. Haben Eltern mit erblicher Vorbelastung ein Recht auf gesunde Kinder? Soll man deswegen Gentests an Embryonen aus der Petrischale erlauben?</p>
<p style="text-align: justify;">Die Präimplantationsdiagnostik ermöglicht es, Embryonen vor dem Einpflanzen in den Mutterleib auf mögliche Genkrankheiten zu untersuchen. Hat der Embryo eine Behinderung oder eine Erbkrankheit – was tut man dann?</p>
<p style="text-align: justify;">Bisher gibt es drei Gesetzesentwürfe, über die der Bundestag abstimmen muss. Zwei Entwürfe erlauben die Präimplantationsdiagnostik unter strengen Auflagen. Die PID solle im Grundsatz verboten sein, aber in Ausnahmefällen zulässig. Dazu zählen die Veranlagung zu den bereits erwähnten Erbkrankheiten oder das Risiko einer Fehlgeburt. Der dritte Gesetzesentwurf wendet sich gegen die PID. Die Gegner warnen vor „Designer-Kindern“. Da noch nicht alle Abgeordneten ihre Stimme abgegeben haben, sind der Ausgang der Diskussion und die Entscheidung für einen der drei Gesetzesentwürfe noch völlig offen. Bisher existieren allerdings<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,757055,00.html" target="_blank"> mehr Gegner als Befürworter</a> der PID.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Von der Pille zum Designerbaby</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Was ist ethisch nicht vertretbar? Und wie lange herrscht über ein Tabu gesellschaftliches Einvernehmen? Die Pille kann Schwangerschaften gar nicht erst entstehen lassen, ungewollte Babys dürfen abgetrieben werden, bald darf man Embryonen selektieren – da scheint es nicht mehr weit, bis auch Designerbabys keinen Aufschrei mehr in der Bevölkerung auslösen. Man gewöhnt sich Schritt für Schritt an den immer stärkeren Eingriff ins Leben.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Alles, was andere für uns geben müssen</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bis jeder von uns einen eigenen Klon hat, der unser persönliches Ersatzteillager ist und die Niere oder das Herz zur Verfügung stellt, wenn wir es brauchen. So, wie es der Film „Alles, was wir geben mussten“ darstellt, der seit letzter Woche in den Kinos läuft. Die Geschichte beruht auf einem Buch von Kazuo Ishiguro, das schon vor sechs Jahren zum Nachdenken anregte. Die Klone leben in einem Internat in England, es wirkt alles normal. Bis man nach und nach mit den Protagonisten die schreckliche Wahrheit erfährt. Das Einzige, was bei dem Kindern wichtig ist: Nicht krank werden! Die Organe müssen gut behandelt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie wird es mit Christoper weiter gehen? Wird ihm ein „Ich habe meiner Schwester das Leben gerettet“ als Lebensgrundlage reichen? Oder wird er sich vielleicht in der Pubertät eine ganz einfache Frage stellen: Lieben mich meine Eltern?  Und können diese ihm dann die Zweifel nehmen, oder bleibt ein bitterer Nachgeschmack?</p>
<p style="text-align: justify;">Warum leben wir? Sie ist immer noch schwer zu beantworten, diese Frage. Hoffentlich bleibt es so.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Weiterlesen: <a href="http://wstreaming.zdf.de/3sat/veryhigh/110414_maio_kuz.asx" target="_blank">Babytest mit Strandurlaub<br />
Gespräch mit einem Medizinethiker</a></p>
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		<title>Wie guckt man Sucker Punch?</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/wie-guckt-man-sucker-punch</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Mar 2011 21:33:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[April 2011: Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Actionfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Kinofilm]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Sucker Punch]]></category>
		<category><![CDATA[Zack Snyder]]></category>

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		<description><![CDATA[<p></p>
<p style="text-align: justify;">Was erwartet man nach all den Trailern, Interviews und Bilder im Vorfeld? Was erwartet man von Zack Snyder nach „Dawn of the Dead“, „300“, „Watchmen“ und (ach ja) „Legende der Wächter“? Dem visuellen Poeten oder Effektporno Propheten, je nachdem – ganz egal was, sicher ist, Snyder tut das, was George Lucas gerne täte, <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/wie-guckt-man-sucker-punch">Wie guckt man Sucker Punch?</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="597" height="364" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/NbjSfSug9tc?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="597" height="364" src="http://www.youtube.com/v/NbjSfSug9tc?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was erwartet man nach all den Trailern, Interviews und Bilder im Vorfeld? Was erwartet man von Zack Snyder nach „Dawn of the Dead“, „300“, „Watchmen“ und (ach ja) „Legende der Wächter“? Dem visuellen Poeten oder Effektporno Propheten, je nachdem – ganz egal was, sicher ist, Snyder tut das, was George Lucas gerne täte, er setzt die ästhetische Messlatte der popkulturellen Filmlandschaft fest (die man nicht gut finden muss). </strong><strong></strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><span id="more-12692"></span></p>
<p><em>Von Adrian Kadić</em></p>
<p style="text-align: justify;">Und sein neuer Film? Der hat schwer an seiner eigenen Oberflächlichkeit zu nagen. In-die-Fresse-Action-Spektakel? Kopf aus und durch? Sooo kann man Sucker Punch gucken, leicht wird einem das aber nicht gemacht. Braucht ein Actionfilm vielschichtige Charaktere, Überraschungselemente, Spannung? Logik? Eine tolle einzigartige neue und wundervolle Story?</p>
<p style="text-align: justify;">Nein – nicht zwangsläufig. Hat „300“ auch alles nicht. Funktioniert super. Was ein Actionfilm braucht, ist Action (Weißheit des Tages).</p>
<p style="text-align: justify;">Warum ist Sucker Punch aber trotz cooler Action kein coller Actionfilm? Schöne Mädchen, schöne Effekte, schöne Kulissen, schön und gut – aber Kopf/Aus braucht Herz/An – und das Herz von Sucker Punch schwimmt nicht auf der Oberfläche.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Was gibt deine ­Phantasie her? (SPOILERALARM!)</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Sucker Punch erzählt seine Geschichte auf drei verschiedenen Realitätsebenen. Nervenheilanstalt / Puff / Videospiel; jede Ebene stellt dabei eine Metapher der Ebene über ihr dar, sodass jede reale Handlung der obersten Ebene zwei Umformulierungen erfährt. Insassinnen werden zu Tänzerinnen, Tänzerinnen zu Kämpferinnen, ein Messer wird so zur Massenvernichtungswaffe, ein Tanz ist eine Ebene tiefer ein Kampf gegen phantastische Mächte. Aber was ist er eine Ebene höher? Was passiert überhaupt die ganze Zeit da oben?</p>
<p style="text-align: justify;">Genau hier liegt der clevere Punkt, der den Film rettet und die Spannung ausmacht, der zeigt, was man nicht sieht, der die Geschichte hinter (oder über) der Geschichte erzählt – das Herz des Films. Das kann man jetzt genial finden, oder simpel – es ist das Beste am Film.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Der andere Film</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn aber das Spannendste am Film, das ist, was er nicht zeigt, und das, was er zeigt, dazu auffordert nicht mehr als die Oberfläche zu sehen, dann ist der Kampf schnell für die dunkle Seite entschieden, und empörendes Gekotze nachvollziehbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Sucker Punch als Actionfilm ist langweilig. Warum? Weil eine “finde 4+1 Sachen, dann bist du frei und der Film ist vorbei“ –Struktur einfach keinen Platz für Überraschungen lässt. Weil die anachronistische Alles-aus-Allem Mixtour nur auf Willkür schließen lässt. Weil es keinen Grund für die Action gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Sucker Punch als Fantasyfilm weiß durchaus gut zu unterhalten, macht Spaß und irgendwo auch tatsächlich Sinn. Warum? Weil dann alles etwas anderes ist, als das wonach es aussieht. Weil sich mit Phantasie sehr viel über die Thematisierung der eigenen Oberflächlichkeit feststellen lässt. Weil man damit dem Film und dem Regisseur/Drehbuchautor etwas Gutes anschreiben kann, und nicht gänzlich enttäuscht sein muss.</p>
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		<item>
		<title>Die Zensur, die nie stattfinden sollte</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/die-zensur-die-nie-stattfinden-sollte</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 17:17:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anders als die Andern]]></category>
		<category><![CDATA[Im Westen nichts Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Reichslichtspielgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p class="wp-caption-text">Bild: Deutsches Filminstitut</p>
<p>Wie eine große Mehrheit Deutschlands war auch die Filmindustrie nach Ende des ersten Weltkriegs in euphorischer Stimmung. Eine demokratische Regierung, eine neue Verfassung, die attraktive Versprechen machte, und das Gefühl von Aufbruch in ein neues Zeitalter. Warum die Begeisterung schneller als gedacht wieder erlosch und Filmemacher einen steinigen Weg vor sich hatten.</p>
<p>Von <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/die-zensur-die-nie-stattfinden-sollte">Die Zensur, die nie stattfinden sollte</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_12487" class="wp-caption aligncenter" style="width: 196px"><a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/filmco/die-zensur-die-nie-stattfinden-sollte"><img class="size-medium wp-image-12487" title="gesetz" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/gesetz-186x300.jpg" alt="" width="186" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Bild: Deutsches Filminstitut</p></div>
<p><strong>Wie eine große Mehrheit Deutschlands war auch die Filmindustrie nach Ende des ersten Weltkriegs in euphorischer Stimmung. Eine demokratische Regierung, eine neue Verfassung, die attraktive Versprechen machte, und das Gefühl von Aufbruch in ein neues Zeitalter. Warum die Begeisterung schneller als gedacht wieder erlosch und Filmemacher einen steinigen Weg vor sich hatten.<span id="more-12446"></span></strong></p>
<p><em>Von </em><em>Marlene Bauz, </em><em>Ornella Janai und Judith Jentgens<br />
</em></p>
<p>„Eine Zensur findet nicht statt“ – das hörte sich erst einmal großartig an und warb, wie viele andere Aspekte der Weimarer Verfassung, für die Neuheiten der deutschen demokratischen Republik, die es nach Ende des ersten Weltkrieges einzurichten und gesetzlich zu fundamentieren galt.</p>
<p>In der 1919 verabschiedeten Weimarer Verfassung wandten sich die Politiker also auch dem Bereich Kultur zu und verkündeten großzügig, eine Zensur finde nicht statt. Das über die letzten 20 Jahre immer populärer gewordene Medium Kino jedoch wurde fatalerweise mit einem Hintertürchen in benanntem Artikel 18 versehen, dass es erlaubte „für Lichtspiele durch Gesetz abweichende Bestimmungen“ zu treffen.</p>
<p><strong>„…immer und immer wieder das eine erotische Element“</strong></p>
<p>Etwa zwei Jahre lang nutzten Filmemacher nun ihre neugewonnene Freiheit und so fanden sich bald zahlreiche Sitten- und Aufklärungsfilme auf dem Markt wieder, darunter beispielsweise der Film „Anders als die Andern“ (1919, von Richard Oswald), der als einer der ersten das Thema Homosexualität anschnitt.</p>
<p>Im Zuge dieser nun dargestellten Freizügigkeit wurden schnell auch Gegenstimmen laut, die sich insbesondere aus den konservativen und religiösen Lagern hervortaten.</p>
<p>So beklagte der Theologe Reinhard Mumm, es sei „immer und immer wieder das eine erotische Element, das in den Vordergrund gestellt wird“. Auch die Deutschnationale Volkspartei, Zentrumspartei und Deutsche Volkspartei formulierten deutliche Kritik und forderten eine Einschränkung der Produktion solcher „Schmutz- und Schundfilme“.</p>
<p><strong>Die öffentliche Ordnung gefährdend?</strong></p>
<p>Diesen Forderungen wurde schließlich in Form des Reichslichtspielgesetzes (RLG) nachgegeben, das im Mai 1920 verabschiedet wurde und einen massiven Einschnitt für das Kinoprogramm bedeuten sollte.</p>
<p>Es besagte, dass alle Filme vor Aufführung einer Prüfung unterzogen würden und deren Genehmigung untersagt werden könne falls der jeweilige Film drohe „die öffentliche Ordnung oder Sicherheit zu gefährden, das religiöse Empfinden zu verletzen, verrohend oder entsittlichend zu wirken, das deutsche Ansehen oder die Beziehungen Deutschlands zu auswärtigen Staaten zu gefährden“.</p>
<p>Das Gesetz bot also einen umfangreichen Katalog an möglichen Zensurgründen, die zu großen Teilen subjektiven Beurteilungen und sogar willkürlichen Entscheidungen unterlagen. Gegenstand waren alle Filme, auch diejenigen, die vor 1920 fertiggestellt wurden, sowie Filmtitel und Werbematerial. Polizeiliche Richtlinien sollten den Rahmen für die Durchführungen bilden.</p>
<p><strong>Institutionelle Verankerung</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Durchgeführt wurde die Prüfung der Filmstreifen durch zwei Filmprüfstellen, angesiedelt in Berlin und München, die für die Produktionsfirmen in den verschiedenen Teilen Deutschlands zuständig waren.</p>
<p>Das Personal, das schließlich die folgeträchtigen Entscheidungen traf, setzte sich zusammen aus Vertretern aus Literatur, Kunst, Volks- und Jugendwohlfahrt, sowie Volksbildung – Vertreter aus den Bereichen der Filmkritik und Filmschaffenden fehlten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Streitig war ebenfalls die Auslegung des Gesetzes als Wirkungszensur, im Gegensatz zu einer Inhaltszensur, die theoretisch nicht stattfinden durfte. Denn dies hatten die linksliberalen Parteien SPD und DDP mit Hilfe einer Tendenzklausel erwirkt, welche das Verbot eines Filmes aufgrund einer darin vertretenen „politischen, sozialen, religiösen, ethischen oder Weltanschauungstendenz als solcher“ auszuschließen versuchte &#8211; so die Theorie.</p>
<p>In der Praxis jedoch war dies nur schwerlich zu befolgen, da die Zensoren aufgrund reiner Spekulationen über mögliche Wirkungen entscheiden sollten. Dies war zusätzlich stark geprägt von der zeitgenössischen Annahme, dass Filme einen äußerst weitreichenden und unbedingten Einfluss auf die Gesellschaft hätten.</p>
<p>Man ging also von einer starken Medienwirkung aus und fürchtete sich vor möglichen Konsequenzen, die beispielsweise regimekritische oder aufklärerische Filmstreifen haben könnten.<br />
<em>Lies weiter, um etwas zur Zensur des Klassikers &#8220;Im Westen Nichts Neues&#8221; zu erfahren!</em></p>
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		<title>Die Geschichte der Filmarchivierung</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-geschichte-der-filmarchivierung</link>
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		<pubDate>Fri, 18 Mar 2011 17:27:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[filmarchiv]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;" lang="de-DE"></p>
<p style="text-align: justify;" lang="de-DE">Mit dem Archiv von Karl Wolffsohn entstand 1927 das erste große Privatarchiv, eine Wende in der Filmüberlieferung Deutschlands. In unserem Jahrhundert bedeutet die Möglichkeit der Digitalisierung wiederum große Umbrüche.von Valentina Valitava</p>
<p style="text-align: justify;">Der überwiegende Teil der deutschen Filmproduktion vor 1920 (ungefähr 90 %) galt als verloren, da das Trägermaterial <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-geschichte-der-filmarchivierung">Die Geschichte der Filmarchivierung</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;" lang="de-DE"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-geschichte-der-filmarchivierung"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12472" title="2000px-Film_Reel.svg" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/2000px-Film_Reel.svg_-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p style="text-align: justify;" lang="de-DE"><strong>Mit dem Archiv von Karl Wolffsohn entstand 1927 das erste große Privatarchiv, eine Wende in der Filmüberlieferung Deutschlands. In unserem Jahrhundert bedeutet die Möglichkeit der Digitalisierung wiederum große Umbrüche.<span id="more-12470"></span></strong><em>von Valentina Valitava</em></p>
<p style="text-align: justify;">Der überwiegende Teil der deutschen Filmproduktion vor 1920 (ungefähr 90 %) galt als verloren, da das Trägermaterial Silber enthielt und von habgierigen Menschen wegen der Rückgewinnung vernichtet wurde. Außerdem war die frühere, kleinteilige Filmwirtschaft mit wenigen Ausnahmen nicht besonders engagiert darin, ihre Filme zu bewahren.</p>
<p style="text-align: justify;">1927 entstand ein erstes großes Privatarchiv unter sorgender Obhut von Karl Wolffsohn &#8211; dem Verleger von <em>LichtBild &#8211; Bühne</em>, einer seit 1911 wöchentlich erscheinenden Filmzeitschrift.  1927 übergab Wolffsohn sein Archiv inklusive Kritiken, Filmen, Drehbüchern, Filmliteratur, Filmprogrammen, Plakaten und Kostümentwürfen der Öffentlichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8230; </strong><strong>Die 30er Jahre &#8211; dunkle Zeiten für die Filmarchivierung</strong></p>
<p style="text-align: justify;">In den dreißiger Jahren unterlag der Film der totalen Kontrolle des NS-Regimes. Die Kontrolle umfasste nicht nur die Archivierung, sondern wurde ebenfalls im Verleih und im Export ausgeübt.  Das Reichsfilmarchiv wurde am 4. Februar 1935 in Anwesenheit von Hitler und Goebbels eröffnet.  Die wichtigen Werke aus dem Ausland, Deutschlands und der besetzten Gebiete sammelte das Reichsarchiv in der Regel nicht mit Negativen, sondern bewahrte nur ihre Kopien.</p>
<p style="text-align: justify;">1936 wurde zu Bildungszwecken die „Ufa-Lehrschau“ in Babelsberg eröffnet. Teile der Lehrschau gehörten dem jüdischen Verleger Wolffsohn, dessen Sammlung beschlagnahmt wurde als er ins Exil ging. Die Filmwissenschaft wurde in der Ufa-Lehrschau nach NS-Lehrplänen unterrichtet, wodurch der Anteil der jüdischen Filmmacher vor 1933 stillschweigend übergegangen wurde.</p>
<p><strong>Es entsteht ein Weltverband </strong></p>
<p><strong><img class="alignleft size-medium wp-image-12471" title="fiaf" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/fiaf-300x190.png" alt="" width="300" height="190" /><br />
</strong><br />
1938 beteiligten sich das Reichsfilmarchiv, die Cinémathèque Francaise, die Film Library des Museum of Modern Art in New York, und die britische National Film Library bei der Gründung der <em>Fédération Internationale des Archives du Film (FIAF)</em>.  FIAF ist der Weltverband der Filmarchive mit mehr als 143 Mitgliedsinstitutionen.</p>
<p>Als der Krieg zu Ende war, konfiszierte die Rote Armee die Filmbestände, die im sowjetischen  Sektor Berlins oder Babelsberg gelagert wurden. Später wurden diese Teile nach Moskau befördert, die Reste wurden  in den fünfziger Jahren unter der sogenannten„ technischen Zusammenarbeit“ an die DDR überreicht. Fotos, Zeitschriften, Filmbücher, Zeitungsausschnitte und Filmkopien, die die Westzone erreicht hatten, trugen allerdings dazu bei, dass  auf dieser Grundlage 1949 das <em>Deutsche Filminstitut (DIF)</em> errichtet wurde. In den 50er und 60er Jahren organisierte das DIF regelmäßig Ausstellungen, um den Menschen die besten deutschen Stummfilme und die früheren Tonfilme näher zu bringen.</p>
<p lang="de-DE"><em> Lies auf der nächsten Seite, wie es heutzutage mit der Filmarchivierung weitergeht</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die skandalöse Mae West und weitere Geschichten zur Zensur in Hollywood</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-skandalose-mae-west-und-weitere-geschichten-zur-zensur-in-hollywood</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 08:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Hays Code]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood Production Code]]></category>
		<category><![CDATA[Mae West]]></category>
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		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
Aufreizend und anrüchig sind Kinofilme nicht erst seit dem 21. Jahrhundert. Schon in den 30er Jahren sorgte Mae West mit ihrem losen Mundwerk für, im wahrsten Sinne des Wortes, filmreife Hollywoodskandale. Sie war zwar nicht der einzige Grund für die Selbstzensur, leistete zu deren Durchsetzung jedoch einen großen Beitrag. von Patricia Düsselmann</p>
<p style="text-align: <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-skandalose-mae-west-und-weitere-geschichten-zur-zensur-in-hollywood">Die skandalöse Mae West und weitere Geschichten zur Zensur in Hollywood</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/die-skandalose-mae-west-und-weitere-geschichten-zur-zensur-in-hollywood"><img class="aligncenter size-thumbnail wp-image-12345" title="Mae_West_LAT" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/Mae_West_LAT-112x150.jpg" alt="" width="155" height="208" /></a><br />
<strong>Aufreizend und anrüchig sind Kinofilme nicht erst seit dem 21. Jahrhundert. Schon in den 30er Jahren sorgte Mae West mit ihrem losen Mundwerk für, im wahrsten Sinne des Wortes, filmreife Hollywoodskandale. Sie war zwar nicht der einzige Grund für die Selbstzensur, leistete zu deren Durchsetzung jedoch einen großen Beitrag. <span id="more-12344"></span></strong><em>von Patricia Düsselmann</em></p>
<p style="text-align: justify;">Die 30er Jahre in Amerika waren die Zeit des Börsencrashs, der Prohibition und des Übergangs zwischen den Weltkriegen. Dass das Kino aus diesen Gründen schnell zum Zufluchtsort wurde, ist nicht überraschend. Tausende von Nickelodeons (AE: <em>nickel</em> = Fünf-Cent-Münze, griech.: <em>Odeion</em> = überdachtes Theater) entstanden über Nacht aus dem Nichts, doch überwacht wurden die dort gezeigten Filme selten.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Die Femme fatale vor der Zensur</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Zahlreiche Zensurinstitutionen gab es zwar schon, ihren Rat befolgten allerdings die wenigsten Filmemacher. So gab es ein National Board of Censorship (später: National Board of Review) schon seit 1909, und The Motion Picture Producers and Distributors of America (eine Institution, die bis heute unter dem Namen Motion Picture Association of America die Altersfreigaben festsetzt) wurde auch in den Zwanzigern gegründet, dennoch war es bis zum Production Code und damit zur vorgeschriebenen Selbstzensur noch ein langer Weg.</p>
<p style="text-align: justify;">So entstanden in der „Pre-Code“- Zeit auch <a href="http://allaboutmae.com/" target="_blank">Mae Wests</a> berühmteste Filme, <em>She Done Him Wrong</em> und <em>I´m No Angel</em> (beide 1933), in denen sie als Femme fatale die oft von männlichen Hauptdarstellern dominierte Filmszene aufmischte.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>&#8230;nicht nur im konservativen Amerika ein schlechtes Vorbild</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12346" title="Mae_West_in_I'm_No_Angel_2" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/Mae_West_in_Im_No_Angel_2-200x144.jpg" alt="" width="200" height="144" /></p>
<p style="text-align: justify;">West, die vor ihrem Filmdebüt 1932 in Vaudeville -Theatern gespielt und Broadway-Stücke verfasst hatte, spielte in <em>She Done Him Wrong</em> eine Barsängerin, deren Anzahl von Liebhabern nur noch von der ihrer Diamanten übertroffen wird. Sie trinkt, raucht und mordet, gibt sich mit Kleinkriminellen und Schwerverbrechern ab und wird für die obszönen Lieder, die sie auf der Bühne singt, von allen bejubelt. Nicht nur im konservativen Amerika der 30er Jahre gilt dieses wohl als schlechtes Vorbild.</p>
<p style="text-align: justify;">Schon vorher gab es Stummfilme, die den Zorn mancher Zensoren geschürt haben, doch durch die Einführung des Tonfilms und die Veröffentlichung des ersten Kinofilms mit Ton 1927 wurde das Kino mit einem Schlag sehr viel realer. Sätze bekamen durch eine bestimmte Betonung eine Zweideutigkeit, wie auch Wests berühmter Spruch: „Why don´t you come up some time and see me?“</p>
<p style="text-align: justify;">Mae Wests Filme erregten viel Aufsehen, ein verschärftes Zensurgesetz war das Ergebnis. Die Filmemacher wollten sich lieber selbst zensieren, als später zensiert zu werden.</p>
<p style="text-align: justify;"><em>Lies auf der nächsten Seite, wie die Zensur in Hollywood Einzug hielt</em></p>
<p style="text-align: justify;">
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		</item>
		<item>
		<title>Von der Schaubude zum Kinopalast</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/von-der-schaubude-zum-kinopalast</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2011 11:10:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nadine Preibisch</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Filmgeschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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		<category><![CDATA[Ladenbuden]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">



Kinematograph


<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das Kino ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Ein Ort um sich zu amüsieren, sich zu entspannen und durch den Film in eine andere Welt hinein tauchen zu können. Doch wie ist es dazu gekommen? Warum widmen die Menschen den Filmen diese prunkvollen Paläste? Hier <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/von-der-schaubude-zum-kinopalast">Von der Schaubude zum Kinopalast</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 183px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/von-der-schaubude-zum-kinopalast"><img title="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Kinematograph%2C_1.jpg" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/0/08/Kinematograph%2C_1.jpg" alt="Kinematograph" width="173" height="231" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Kinematograph</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Das Kino ist aus unserer heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken. Ein Ort um sich zu amüsieren, sich zu entspannen und durch den Film in eine andere Welt hinein tauchen zu können. Doch wie ist es dazu gekommen? Warum widmen die Menschen den Filmen diese prunkvollen Paläste? Hier ist ein kurzer Einblick in die Entstehung der Kinogebäude. </strong><span id="more-12301"></span></p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Von Sina Klaus und Samantha Junak</em></p>
<p style="text-align: justify;">Auf den Jahrmärkten des 19. Jahrhunderts war der Kinematograph neben Zwergen und Schlangenbeschwörern einer der größten Publikumsmagneten in den &#8220;Schaubuden&#8221;, den damaligen Theaterplätzen. Das Filmvorführgerät zeigte kurze Filmabschnitt ohne Ton, die meistens auch keine richtige Handlung wiedergaben. Doch die bewegte Fotografie übte eine große Faszination aus.</p>
<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_12305" class="wp-caption alignleft" style="width: 232px"><a href="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/444px-Kinematograph_prater_19001.jpg"><img class="size-medium wp-image-12305" title="444px-Kinematograph_prater_1900" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/444px-Kinematograph_prater_19001-222x300.jpg" alt="" width="222" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Ankündigung eines Kinematographen im Wiener Prater.</p></div>
<p><strong>Ganze Filme mit fortlaufender Handlung!</strong></p>
<p>Aus der Betrachtung bewegter Bilder ging im Laufe der Zeit eine eigenständige kulturelle Institution hervor. Jeder wollte es gesehen haben und das nicht nur gelegentlich auf Jahrmärkten.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Entwicklung schritt schnell voran, sodass kurzfristig Verkaufsläden zu sogenannte „Kintöppen“ oder „Ladenbuden“ umfunktioniert wurden. Hier kamen die Besucher endlich in den Genuss, ganze Filme mit fortlaufenden Handlung zu sehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Schnell stellte man fest, dass mit Filmen viel Geld zu verdienen war. Der Film war eine Errungenschaft von Dauer, und mit dem Wachstum der Filmproduktionen wuchs auch die Größe der Kinos. Prunkvoll ausgestattete Kinopaläste wurden und werden auch heute noch errichtet. So wirken sie nicht nur beeindruckend, sie geben einem vor allem das Gefühl, in eine andere Welt einzutauchen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Lost and Found mal anders</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 12:03:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2010: Das Bachelorstudium]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
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		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[interaktion]]></category>
		<category><![CDATA[lost films]]></category>
		<category><![CDATA[verloren]]></category>
		<category><![CDATA[wisdom of crowds]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;" lang="en-US"></p>
<p style="text-align: justify;" lang="en-US">Filme begleiten uns tagtäglich und von einem spannenden Thriller oder einer romantischen Lovestory lässt sich jeder gerne mitreißen. Ob im Fernsehen, im Kino oder auf DVD, sind Filme aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber was geschieht eigentlich mit denen, die es nicht in die Kinos geschafft haben? Und <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/lost-and-found-mal-anders">Lost and Found mal anders</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;" lang="en-US"><a rel="attachment wp-att-12194" href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/lost-and-found-mal-anders/attachment/bild-12"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/lost-and-found-mal-anders"><img class="size-full wp-image-12194 aligncenter" title="Bild 12" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/Bild-12.png" alt="" width="490" height="294" /></a></a></p>
<p style="text-align: justify;" lang="en-US"><strong>Filme begleiten uns tagtäglich und von einem spannenden Thriller oder einer romantischen Lovestory lässt sich jeder gerne mitreißen. Ob im Fernsehen, im Kino oder auf DVD, sind Filme aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Aber was geschieht eigentlich mit denen, die es nicht in die Kinos geschafft haben? Und was ist mit den Streifen geschehen, die früher, weit vor dem digitalen Zeitalter gedreht wurden? Viele Filme gelten heute als verloren. Und genau dieses Problem beschäftigt die Filmwissenschaft schon lange.</strong></p>
<p style="text-align: justify;" lang="en-US"><strong><span id="more-12053"></span></strong></p>
<p lang="en-US"><em>Von Anne-Lena Brückert</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wissenschaftler gehen davon aus, dass rund 80-90% aller Stummfilme nicht  mehr auffindbar sind. Und auch eine erhebliche Anzahl an Tonfilmen, die  vor 1950 produziert wurden, gelten heute als verloren.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gründe für den Verlust eines Films sind vielseitig: Er kann aus kommerziellen Gründen  verändert oder zusammengeschnitten werden. Er kann politischer Zensur  zum Opfer fallen oder auch durch Materialfehler unbrauchbar werden.  Viele Filmrollen bestanden früher aus Zellulosenitrat, was sehr anfällig  ist und vor allem leicht entflammbar. So sind einige Filmstreifen  Bränden zum Opfer gefallen, wenn sie nicht richtig gelagert wurden.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber auch die Politik trägt ihren Teil zu dem Verlust bei. Es  gibt in Deutschland keine gesetzliche Regelung zur Archivierung von  Filmen. Von einem Buch müssen Kopien angefertigt werden, von Filmen aber  nicht &#8211; da sind Verluste vorprogrammiert.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Lost Films: Rettung der Filmschätze</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Aber sind diese Filme  wirklich verloren? Der Begriff „nicht auffindbar“ beschreibt es wohl  etwas besser. Denn nicht selten ist es schwer bis unmöglich auszumachen,  ob und wo ein Film verwahrt wird. Niemand kann genau sagen, wie viele  Schätze der Filmwelt sich womöglich noch in verstaubten Regalen privater  Sammler befinden. Oder wie viele einfach entsorgt wurden, weil man sie  vielleicht für nicht wichtig erachtete oder schlicht keinen Platz mehr  in den Archiven hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Einen Lösungsansatz für  dieses Problem bietet die Initiative <a href="http://www.lost-films.eu/" target="_blank">Lost Films</a>. Filmspezialisten der <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.deutsche-kinemathek.de/" target="_blank">Deutschen Kinemathek in Berlin</a></span> unter der Leitung von Jürgen Keiper hatten es sich zum Ziel gesetzt,  verloren geglaubte Filme zu identifizieren und für die Nachwelt zu  sichern. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde die Initiative ins Leben  gerufen.</p>
<p style="text-align: justify;">User können dort interaktiv zusammenarbeiten und Fakten und Informationen über unbekannte Filme zusammentragen. Man findet dort  zum Beispiel Bilder, Filmplakate und auch Screenshots, die zunächst  nicht identifiziert werden konnten. Die User der Seite können dann jede  noch so kleine Information zu den Materialien an Lost Films weitergeben.  Diese werden schließlich gesammelt und geprüft. So tragen die Nutzer  der Seite interaktiv dazu bei, dass zunächst unbekannte Werke  identifiziert werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Zurzeit befinden sich mehr als 3.500 Titel  von unbekannten Filmen auf der Seite und es werden immer mehr.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Gemeinsam ans Ziel </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ohne seine User würde die Initiative Lost Films nicht funktionieren. Jeder kann sich anmelden und ist willkommen, sein Wissen über die Filmwelt mit anderen zu teilen. Nicht nur Menschen vom Fach registrieren sich, auch Interessierte und private Sammler loggen sich regelmäßig ein.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine enge Zusammenarbeit findet aber nicht nur mit den Usern statt. Als Initiative der Deutschen Kinemathek in Berlin wird Lost Films von mehreren Organisationen unterstützt, wie zum Beispiel der <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.murnau-stiftung.de/" target="_blank">Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung in Wiesbaden</a></span>, dem <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.cnc.fr/" target="_blank">Centre national de la cinématographie</a></span> in Paris und noch vielen mehr. Gemeinsam mit dem <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.deutsches-filminstitut.de/" target="_blank">Deutschen Filminstitut (DIF)</a></span> und dem <span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.bundesarchiv.de/index.html.de" target="_blank">Bundesarchiv-Filmarchiv Koblenz/ Berlin</a></span> bildet die Deutsche Kinemathek den Kinemathekenverbund. Ziel dieses Bündnisses ist unter anderem die Verbesserung der Filmarchivierung in Deutschland.</p>
<p style="text-align: justify;">Und genau dieses Ziel verfolgt auch Lost Films. Viele teilweise sehr alte und längst verloren geglaubte Filme wurden dank der Internetplattform bereits identifiziert. Und durch die interaktive Zusammenarbeit der User kann der Verlust von Filmen zumindest ein Stück weit verringert werden.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Ufa- Ein Ausflug in die Vergangenheit</title>
		<link>http://medienblick-bonn.de/ruckblick/ufa-ein-ausflug-in-die-vergangenheit</link>
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		<pubDate>Tue, 01 Mar 2011 11:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Film&Co]]></category>
		<category><![CDATA[März 2011: Medienzeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Rückblick]]></category>
		<category><![CDATA[Filmindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Filmkonzern]]></category>
		<category><![CDATA[finanzielle krise]]></category>
		<category><![CDATA[propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Ufa]]></category>

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		<description><![CDATA[<p style="text-align: justify;">



Besuch von Hitler und Goebbels bei der UFA


<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Die Ufa war der nationale Filmkonzern Deutschlands und wollte auch so verstanden werden. Dank der engen Verbindung zum Staat und der Deutschen Bank beherrschte die Ufa die deutsche Filmindustrie von 1917 bis 1945. Eine Spurensuche</p>
<p style="text-align: justify;"> </p>
<p style="text-align: justify;">von Franziska Gross <p>Lies weiter in <a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/ufa-ein-ausflug-in-die-vergangenheit">Ufa- Ein Ausflug in die Vergangenheit</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: justify;">
<dl class="wp-caption aligncenter" style="width: 439px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/ufa-ein-ausflug-in-die-vergangenheit"><img title="UFA" src="http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Bundesarchiv_Bild_183-1990-1002-500%2C_Besuch_von_Hitler_und_Goebbels_bei_der_UFA_retouched.jpg" alt="" width="429" height="287" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Besuch von Hitler und Goebbels bei der UFA</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Die <a href="http://www.ufa.de/" target="_blank">Ufa</a> war der nationale Filmkonzern Deutschlands und wollte auch so verstanden werden. Dank der engen Verbindung zum Staat und der Deutschen Bank beherrschte die Ufa die deutsche Filmindustrie von 1917 bis 1945.</strong><strong><strong> <em>Eine Spurensuche</em></strong></strong></p>
<p style="text-align: justify;"><strong><strong><span id="more-12057"></span></strong></strong><em> </em></p>
<p style="text-align: justify;"><em>von Franziska Gross und Daniela Frerix</em></p>
<p style="text-align: justify;">1917 erkannte Erich Ludendorff die Bedeutung des Films für die Kriegspropaganda und forderte in einem Brief an das Kriegsministerium die „Vereinheitlichung der deutschen Filmindustrie“. Seine Forderung wurde aufgegriffen. Anfang 1918 wurde die Universum Film AG ins Handelsregister eingetragen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch wenn Deutschland aller Kriegspropaganda zum Trotz den Krieg verlor, wurde die Ufa bald zu einem mächtigen Konzern. Mit einem Grundkapital von 25 Millionen Mark erkaufte sie sich eine Vormachtstellung auf dem nationalen und internationalen Markt. Sie übernahm kleinere Konkurrenzfirmen und verpflichtete renommierte Regisseure und Schauspieler. Das übergeordnete Ziel waren fortan die so genannten „Prestigefilme“, mit denen die Ufa den in den 20er Jahren dominanten Hollywood-Produktionen die Stirn bieten wollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Und tatsächlich gelang der Aufschwung zum zweitgrößten Filmimperium der Welt und zur schärfsten Konkurrenz Hollywoods.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Verluste in zweistelliger Millionenhöhe</strong></p>
<p style="text-align: justify;">
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_12172" class="wp-caption alignright" style="width: 230px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-12172" href="http://medienblick-bonn.de/ruckblick/ufa-ein-ausflug-in-die-vergangenheit/attachment/441px-%d0%b1%d1%80%d1%83%d0%bd%d0%b3%d0%b8%d0%bb%d1%8c%d0%b4%d0%b0"><img class="size-medium wp-image-12172" title="441px-Брунгильда" src="http://medienblick-bonn.de/wp-content/uploads/2011/03/441px-Брунгильда-220x300.jpg" alt="" width="220" height="300" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Hanna Ralph as Brunhild in &#8220;Die Nibelungen&#8221;</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">
<div style="text-align: justify;">Monumentalstreifen 			wie „Die Nibelungen“ blieben in finanzieller  Hinsicht 			allerdings nicht folgenlos für die Ufa. Mitte 			der 20er  Jahre führten Verluste in zweistelliger Millionenhöhe 			zu einem  Vertrag mit den US-Studios Paramount und 			Metro-Goldwyn-Mayer. Die  Vertragskonditionen waren jedoch derart 			ungünstig, dass die Ufa sich  noch tiefer in der finanziellen 			Misere verstrickte.</div>
<div style="text-align: justify;">Das durch den  Ehrgeiz, über Jahre hinweg mit 			Hollywood gleichziehen zu wollen,  aufgebaute astronomische 			Haushaltsdefizit verringerte sich nicht.</p>
</div>
<p style="text-align: justify;">Ganz im Gegenteil: Die mitten in der Ufa-Finanzkrise realisierte Großproduktion „Metropolis“ offenbarte noch einmal ganz deutlich das finanzielle Fiasko und markierte den Tiefpunkt in der Krise. Doch 1927 ebnete <a href="http://medienblick-bonn.de/durchblick/" target="_blank">Alfred Hugenberg</a>, Inhaber des gleichnamigen Medienkonzerns, den Weg aus der Misere.</p>
<p style="text-align: justify;">Durch geschickte Aktieneinkäufe und komplexe Rettungspakete beseitigte er den Schuldenberg der Ufa von heute auf morgen. Er selbst wurde Vorsitzender des Aufsichtsrates, sein Vertrauter Ludwig Klitzsch Generaldirektor. In zähen Verhandlungen gelang es Klitzsch sogar, die kaum erfüllbaren Bedingungen des Parufamet-Vertrages zu lockern. Trotz der erzkonservativen Einstellung Hugenbergs erfolgte zunächst keine Kursänderung bei der Ufa. Stattdessen hielt mit den nötigen finanziellen Mitteln auch der hohe Produktionsstandart wieder Einzug in den Studios in Babelsberg.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Propagierter Patriotismus in der NS-Zeit</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler begann eine von den Nazis propagierte „neue Zeit“ in Deutschland. Auch die Ufa blieb von den damit einhergehenden Veränderungen nicht verschont. 1933 präsentierte die Ufa den patriotischen U-Boot-Film „Morgenrot“ als Paradebeispiel für einen deutsch-nationalen Film, weitere solcher Produktionen sollten folgen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die gravierenden Veränderungen gipfelten in der Verstaatlichung der Ufa, die in den reichseigenen Medienkonzern, die Ufa Film GmbH (Ufi) integriert wurde. Die fortan produzierten Propagandastreifen, die sich in den deutschen Kinos trotz diverser Vorgaben nicht durchsetzen konnten, sind schließlich eine ganz eigene Geschichte.</p>
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