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Bundespresseamt – Wieso, weshalb, warum?

…Wer nicht fragt, bleibt dumm. Was die Sesamstraße singt, muss nicht für das „Presse- und Informationsamt“ oder auch „Bundespresseamt“ gelten. Aber – was genau ist das überhaupt? Hier ein Überblick über das Amt und dessen Aufgaben.

Von Natascha Flammann


Das Bundespresseamt ist die Informationszentrale der deutschen Bundesregierung. Der Amtschef und damit auch der Regierungssprecher ist aktuell Steffen Seibert. Er untersteht unmittelbar der Bundeskanzlerin. Zu den Aufgaben des Bundespresseamtes zählen das Informieren der Medien und Bürgerinnen und Bürger über die Politik der Bundesregierung. Zusätzlich werden auch die Bundesregierung, der Bundestag, die Bundeskanzlerin, der Bundespräsident und deren Mitarbeitenden mit Informationen und Nachrichten aus Deutschland und der Welt versorgt. Und das alles, ohne dass jemand nachfragen muss. Da kann die Sesamstraße sich mal was abgucken.

Information der Bürgerinnen und Bürger

Ok, hier gilt der Spruch vielleicht doch noch etwas. Um direkte Informationen zu erhalten, muss ein wenig Eigenleistung erfolgen. Die Information der Bürgerinnen und Bürger erfolgt zeitgemäß primär über das Internet. Eigens dafür wurden diverse Kanäle in Sozialen Netzwerken errichtet, die regelmäßig mit neuen Inhalten gefüttert und gepflegt werden. So gibt es den YouTube Kanal „Bundesregierung“ mit aktuell ca. 18.000 Abonnenten, auf dem Videos und Podcasts zu aktuellen politischen Themen veröffentlicht werden. Eine deutlich höhere Anzahl an Abonnenten hat der Twitter-Account von Steffen Seibert, der aktuell ca. 782 tausend Follower über den Account „@RegSprecher“ erreicht. Eigens für die Kommunikation über Facebook gibt es eine Abteilung im Presse- und Informationsamt mit 8 Mitarbeitenden. Hier werden die aktuell rund 455 tausend Abonnenten nicht nur informiert, sie können auch Fragen stellen und in einen Dialog mit den Mitarbeitenden des Bundepresseamtes treten. Auch auf Instagram ist das Bundespresseamt vertreten. Hier hat der Account „Bundeskanzlerin“ aktuell ca. 250 tausend Abonnenten. Dort findet man Fotos der Bundeskanzlerin Angela Merkel der offiziellen Fotografen der Bundesregierung. Natürlich können sich Bürgerinnen und Bürger auch offline informieren. Zu diesem Zweck produziert das Presse- und Informationsamt Broschüren, Ratgeber und Faltblätter.

Information der Medien

Um auch passiver an Informationen zu gelangen (und nicht „dumm“ zu bleiben), kann sich die Bevölkerung durch die Medien informieren. Zwar können sich die Bürgerinnen und Bürger auch direkt durch die Seiten des Bundespresseamtes über aktuelle politische Entscheidungen, Maßnahmen und Gesetze informieren, am häufigsten geschieht dies jedoch wohl über die Medien. Daher ist die Information der Medien über aktuelle Regierungsangelegenheiten ein wichtiger Aufgabenbereich des Presse- und Informationsamtes. Dies erfolgt primär durch Pressemitteilungen und natürlich über die Bundespressekonferenz, die drei Mal wöchentlich stattfindet. Hier können Journalistinnen und Journalisten ihre Fragen an Sprecherinnen und Sprecher der Ministerien, sowie an den Regierungssprecher richten. Außerhalb der Bundespressekonferenz können natürlich ebenfalls Fragen gestellt und Informationen ausgetauscht werden. Dies erfolgt über eine speziell für Medien eingerichtete Seite im Internet, sowie über direkten Kontakt zu dem Büro „Chef vom Dienst“ des Bundespresseamtes.

Interne Information der Mitarbeitenden

Natürlich müssen auch die Mitarbeitenden der Bundesregierung über aktuelle Geschehnisse informiert sein. Zu dem Zweck fertigt das Bundespresseamt zwei Mal täglich eine Pressemappe für die Bundeskanzlerin an, in der sie Beiträge in- und ausländischer Zeitungen und Zeitschriften vorfindet. Ebenfalls gibt es einen elektronischen Nachrichtenspiegel für die Mitglieder der Regierung, Abgeordnete und Mitarbeitende in Ministerien und Parlament. In diesem werden wichtige Meldungen, Berichte, Kommentare und Interviews zusammengefasst.

Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt… bekommt die Informationen trotzdem. Danke, BPA!

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