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Aktuelles Frauenfrage - Kolumne Gesellschaftsleben

Bei mir gilt halt echt: Frau am Steuer- Ungeheuer

Gleichberechtigung und Gleichbehandlung für Männer und Frauen muss von beiden Seiten ausgehen, doch was, wenn  Frauen sich selber schlecht darstellen?

„Frauenfrage“, eine Kolumne von Louisa Albrecht

Vor kurzem haben wir uns nach einem Seminar (wir sind 5 Mädels und der Dozent) über den Führerschein unterhalten und was die Fahrlehrer teilweise so verlangen. Eine Berlinerin meinte dann, dass sie wirklich schlecht fährt: „Frau am Steuer – Ungeheuer“, so sagte sie, trifft voll auf sie zu.
Wer stets gesagt kriegt, er oder sie sei in irgendetwas per se schlecht, zum Beispiel aufgrund des Geschlechts (ein beliebtes Beispiel an dieser Stelle ist Mathe), wird auch schlechter abschneiden. Aber müssten wir nicht wenigstens selber versuchen, an unsere Fähigkeiten zu glauben und aufhören, dermaßen zu generalisieren? Ich kann es ehrlich gesagt nicht verstehen, wieso von dem „Versagen“ einzelner auf das gesamte Geschlecht geschlossen wird. Klar, psychologisch und zur Bewältigung des Alltags sind Kategorisierungen und Stereotypen überlebenswichtig (weil wir sonst für jede Entscheidung schlichtweg Ewigkeiten brauchen würden), so weit so gut. Aber müssen wir dann neben dem uns-selbst-schlecht-machen auch noch unser gesamtes Geschlecht mit schlecht machen? Nein! Vor allem nicht, wenn wir damit ein Klischee bestätigen, das uns zum Nachteil gereicht wird.

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