Foto: Britta Meurer
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ūüďć Torstra√üe, Berlin-Mitte: Ein kulinarischer Sparziergang

Jan B√∂hmermann macht sich im Neo Magazin Royale regelm√§√üig in Trendvulkan Mitte √ľber die neuesten (wenn auch fiktiven) Trends aus Berlins Hipster-Hochburg lustig und wir lachen mit ihm. In der letzten Ausgabe der Rubrik wurden die angesagtesten Top-Drinks vorgestellt, aber wie hip und kulinarisch ausgefallen ist Mitte wirklich?

Von Britta Meurer

Im Nest der digitalen Bohème

Ein guter Startpunkt f√ľr einen kulinarischen Sparziergang durch das Zentrum der Hauptstadt ist die U-Bahn-Station Rosenthaler Platz. Steigt man erstmal die Stufen hoch, steht man an einer vielbefahrenen Kreuzung und vor dem Caf√© St. Oberholz, dem Sammelbecken der digitalen Boh√®me und einer der bekanntesten Adressen auf der zweikilometerlangen Torstra√üe.

Unfassbar laut und sehr lebendig ist dieser Teil von Berlin. An der gegen√ľberliegenden Ecke der Kreuzung stehen Menschen mit einer Wartemarke in der Hand Schlange vor dem La Pausa und warten auf ihre Pizza. Eine Szene, die sich zeitgleich wohl auch vor der Kultpizzeria Cala Dor in Bonn beobachten l√§sst. Also wenig innovativ und √ľberraschend. Aber wir sind in Berlin-Mitte und deswegen bekommt man nicht einfach seine Lieblingspizza, die im Cala-Dor‚Äėschen Knoblauch√∂l ertrinkt, sondern muss sich entscheiden zwischen einem St√ľck oder einem halben oder ganzen Meter Pizza. Auch wenn deren Form hier ungewohnt rechteckig und riesig ist, schmeckt sie trotzdem sehr gut!

Screenshot: Google Maps
Screenshot: Google Maps

Whatever…

Schlendert man den unebenen Gehweg der Torstra√üe weiter entlang, vorbei an den gutgelaunten Menschen, die mit ihren Freunden vor den vielen kleinen Restaurants sitzen und zusammen essen und trinken, kommt man zum Whatever‚Ķ Im Schaufenster k√ľndigen die vielen Reihen von verschiedenen gro√üen und kleinen, gr√ľnen, braunen und klaren Gin- und Wodkaflaschen einen besonderen Laden an. Im Inneren sammeln sich auf dem Tresen viele weitere, unterschiedlich stark gef√ľllte Flaschen mit hochprozentigem Inhalt. Ein Bild, das der letzten WG-Party √§hnelt, wenn auch diese Alkoholika deutlich unbekannter und teurer sind.

An der gegen√ľberliegenden Wand f√ľllen unz√§hlige Bierflaschen die zehnmeterlangen K√ľhlregale, die zu den Weinflaschen im hinteren Teil des Liquor Stores f√ľhren. Immer wieder lassen sich auch einige leere Stellen in den Reihen dieser gro√üen Auswahl an Alkoholika finden- ausverkauft! Neben diversen lokalen Craft Beer-Sorten bekommt man hier auch ausgefallene internationale Spezialit√§ten wie einen finnischen Gin, der nach Tanne schmeckt. Die Auswahl und Beratung sind hervorragend und die Preise auch angemessen. Ein cooles Konzept, das perfekt zur Kundschaft in Berlin-Mitte passt und √ľberzeugt.

Und?

Nat√ľrlich kann man auch in Bonn einen √§hnlichen Abend mit seinen Freunden, Pizza und irgendetwas Alkoholischem verbringen, aber dieser kleine kulinarische Sparziergang auf der Torstra√üe in Berlin-Mitte war doch irgendwie ausgefallener und hipper.

 

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